Schiffsgucker.de 
Überblick über den deutschen Schiffbau - gestern und heute
 

Was ist aus den deutschen Werften geworden?



 Meilensteine und Ereignisse im  Schiffbau, in der Handelschifffahrt und in den Deutschen Marinen

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Die letzten zehn Jahreszahlen, denen Ereignisse hinzugefügt wurden, blau letzte Ergänzung:

1999 - 2021 - 2024 - 1986 - 1995 - 1959 - 1979 - 1989 - 1990 - 2024

(Letzte Ergänzung 21.02.2024)

 

 

 



1628 Am 10. August sinkt die schwedische Galeone VASA (auch WASA) nach weniger als 1300 m Fahrstrecke vor Stockholm wegen konstruktiver Instabilität. Nach ihrer Bergung und Konservierung 1961 wird sie im Vasa Museum Stockholm ausgestellt

1681 Am 25. April läuft in Pillau der Zweidecker FRIEDRICH WILHELM ZU PFERDE für die Kurbrandenburgische Marine vom Stapel

1805 Johann Lange gründet mit dem Erwerb des Schiffbauplatzes von Cord Cöper in Bremen Vegesack seine eigene Werft. Noch im selben Jahr läuft als erstes Schiff die zweimastige, hölzerne Galiot ADELHEID WILHELMINA vom Stapel

1816 Auf der Werft von Johann Lange beginnt der Bau des hölzernen Flussdampfers DIE WESER für die Reederei F. Schröder

1825 Die Rhein-Main-Dampfschiffahrtsgesellschaft, Mainz ist die erste Dampfschiffsgesellschaft auf dem Rhein

1827 Am 11. Februar erhält der österreichische Forstbeamte Josef Ressel ein Patent auf die Erfindung einer Schiffsschraube


1834 Lloyds Register of British and Foreign Shipping wird in London gegründet und registriert seitdem weltweit alle Schiffszugänge, Schiffsverluste und Aussonderungen

1838 Am 01. Oktober gründen Johann Schweffel und August Ferdinand Howaldt in Kiel eine Maschinenbaufirma mit angeschlossener Eisengießerei

1841 Gründung der Joh. C. Tecklenborg Werft

1843 Gründung der Eisengießerei und Maschinenbau-Anstalt Waltjen & Leonhard auf der Stephanikirchenweide in Bremen durch Johann Carsten Hinrich Waltjen und Heinrich Leonhardt. Dies ist die Keimzelle der späteren AG "Weser"

1847 Gründung der Hamburg-Amerikanischen-Packetfahrt-Actien-Gesellschaft (HAPAG)
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1848 Am 19. April beginnt der Krieg Dänemarks gegen Preußen mit der Blockade der Ostseehäfen

1848 Am 14. Juni verabschieden die Abgeordneten der Frankfurter Nationalversammlung ein Gesetz, dass die Grundlage für den Aufbau der ersten Bundesflotte schuf. Dieser Tag gilt heute als Geburtsstunde der Deutschen Marine

1850 Auf der Werft von Schweffel und Howaldt wird der nach einem Entwurf von Wilhelm Bauer der BRANDTAUCHER gebaut, ein Vorläufer des U-Boots

1850 Johannes Fassmer beginnt in Bardenfleth an der Weser mit dem Bau von Holzbooten. Daraus entsteht  die noch heute  arbeitende und familiengeführte Fassmer Werft, Berne an der Weser

1851 Die Ingenieure Früchtenicht & Brock gründen den Stettiner Vulcan. Er wächst bis zur Jahrhundertwende zur größten Werft Deutschlands heran

1853 Am 16. März werden als letzte Schiffe die 1849 angekauften Seitenrad Dampffregatten HANSA (Bauwerft Webb, New York) und ERZHERZOG JOHANN (Bauwerft John Wood, Glasgow) der Bundesflotte an W.A. Fritze, Bremen verkauft. Damit existiert die Bundesflotte nicht mehr 

1854 Ferdinand Schichau beginnt in Elbing mit dem Eisenschiffbau, wo er bereits seit 1837 Maschinenbau betreibt

1854 Möller & Hollberg begründen die Stettiner Oderwerke

1854 Am 20. Juli schließt Preußen einen Vertrag mit dem Großherzogtum Oldenburg über den Erwerb einer 313 Hektar großen Fläche am Jadebusen und baut dort einen Kriegshafen und eine Marinewerft

1857 Auftrag für die HAMMONIA, den ersten Hochseedampfer der HAPAG erteilt


1857 Erster eigener Neubau der Reederei Ferdinand Laeisz: Bark PUDEL. Damit wird eine Tradition der Reederei begründet, ihre Schiffe mit „P“ beginnenden Namen zu benennen.


1857 Gründung des Norddeutschen Lloyds. Auftrag zum Bau der BREMEN, des ersten Hochseedampfers der Reederei an die englische Werft Caird & Co

1859 Am 25. April wird mit dem Bau des Suezkanals begonnen

1860 Am 09. Januar verstirbt Karl Rudolf Bromme genannt Brommy, der erste Admiral der deutschen Bundesflotte

1862 Am 14. August wird Prinz Albert Wilhelm Heinrich von Preußen geboren, jüngerer Bruder von Kaiser Wilhelm II und späterer Großadmiral und Generalinspekteur der kaiserlichen Marine


1864 Beginn der Kettenschifffahrt mit Dampfschleppern auf der Elbe in der Gegend von Magdeburg. Nach Vollausbau wurde die Kettenschifffahrt von Hamburg bis Aussig ( Ústí nad Labem) betrieben. Gegenüber der bisherigen stromaufwärts durchgeführten Treidel konnte jährliche Frachtleistung pro Lastkahn fast verachtfacht werden.

1867 Am 16. März wird in Hamburg der Germanische Lloyd als Schiffsklassifikationsgesellschaft gegründet, die Bauvorschriften für den Schiffbau erarbeitet und die Einhaltung als neutrale Institution während des Baus überwacht

1867 Am 19. Mai wird in Kiel Gaarden die Norddeutsche Schiffbau AG gegründet. Die Gründung wird durch die Kieler Familien Howaldt und Schweffel unterstützt. Georg Howaldt wird erster Direktor der Werft. Aus dieser Werft entsteht die spätetere Germaniawerft, Kiel

1868 Norddeutsche Seewarte als Vorgängerin des Bundesamtes für Seeschifffahrt und Hydrographie gegründet

1869 Am 17. Juni wird der preußische Kriegshafen in Wilhelmshaven eingeweiht und die Bauarbeiten an der dortigen Marinewerft werden fortgeführt

1869 Am 17. November wird der Suezkanal, der das Mittelmeer mit dem Roten Meer verbindet und den Seeweg nach Asien entscheidend verkürzt, eröffnet

Nach Gründung des Deutschen Reiches am 18. Januar 1871

1871 Mit der Gründung des Deutschen Reiches wird die Marine des Norddeutschen Bundes zur Kaiserlichen Marine

1871 Die preußischen Werften in Wilhelmshaven, Kiel und Danzig werden zu Kaiserlichen Werften

 

Torhaus der Kaiserlichen Werft Wilhelmshaven, heute Zugang zum Marinearsenal der Deutschen Marine


1871 Gründung der Hamburg Südamerikanischen Dampfschiffahrtsgesellschaft

1871 Am 07. März nimmt der Norddeutsche Lloyd in Bremen mit dem in Großbritannien gebautem Frachtdampfer KÖNIG WILHELM I die Linienfahrt nach Westindien auf

1871 Gründung der Aktiengesellschaft „Weser“ (AG "Weser"), Bremen als Nachfolgegesellschaft der Werft von C. Waltjen & Co 

1872 Flensburger Kaufleute gründen die Flensburger Schiffbaugesellschaft

1875 Die H. C. Stülcken Schiffswerft in Hamburg wird gegründet

1875 Schiffbaumeister Cassen Cassens und der Emder Schiffbaumeister Klattendorf gründen in Emden auf einem bereits aus preußischer Zeit bestehenden Schiffbauplatz die Cassensche Werft.


1876 Georg Howaldt, Sohn von August Ferdinand Howaldt, nimmt in einer eigenen Werft in Kiel Dietrichsdorf den Schiffbau auf. Die Schiffsmaschinen und Kessel werden von Schweffel & Howaldt bezogen

1876 Gründung der Georg Seebeck Werft in Geestemünde (gehört heute zu Bremerhaven)

1877 Erster Spatenstich für den Bau der Werft Blohm & Voss auf der Elbinsel Kuhwerder in Hamburg

 


1879 Am 29. März geht die Norddeutsche Schiffbau AG in Kiel Gaarden in Konkurs

1879 Am 20. Oktober wird die Norddeutsche Schiffbau AG in einer Zwangsversteigerung durch die Märkisch-Schlesische Maschinenbau und Hütten AG erworben

1879 Die Firma Schweffel & Howaldt, Kiel firmiert ab sofort als Gebrüder Howaldt 

1879 Siemens liefert die ersten elektrischen Beleuchtungsanlagen für die Dampfer verschiedener Reedereien

1880 Am 07. September läuft bei Blohm & Voss die Bark NATIONAL mit der Baunummer 1 vom Stapel. Sie wird nach Fertigstellung von ihrem Besitzer M. G. Amsinck in FLORA umbenannt

1881 Gründung der Deutschen Dampfschiffahrtsgesellschaft "Hansa" in Bremen

1882 Henry Koch gründet in Lübeck eine Schiffswerft und beginnt mit dem Eisenschiffbau

1882 Johann Thomas Theodor Buschmann gründet in Hamburg auf Steinwerder eine Werft für die Reparatur und den Bau von Hafenfahrzeugen

1882 Die Norddeutsche Schiffbau AG in Kiel Gaarden wird von der Schiff- und Maschinenbau AG "Germania", Berlin übernommen. Derftname wird in Germaniawerft geändert

1884 Der Meridian von Greenwich wird von allen Staaten als Nullmeridian für die geographische Längenbestimmung anerkannt

1885 Am 07. Februar tritt der erste deutsche Fischdampfer SAGITTA seine Jungfernreise an. Er wurde auf der Werft von Friedrich Wilhelm Wencke in Bremerhaven erbaut

1885 Das Reichspostdampfergesetz für die Postlieferung nach Ostasien und Australien legt fest, dass beauftragte Reedereien die Schiffe für diesen Dienst auf deutschen Werften gebaut werden müssen. Der Vertrag wird mit dem Norddeutschen Lloyd geschlossen

1885 Am 01. Oktober wird das Leuchtfeuer auf dem Leuchtturm Roter Sand in der Wesermündung entzündet

1886 Am 16. August erreicht die ODER des Norddeutschen Lloyds als erster Reichspostdampfer Shanghai

1887 Grundsteinlegung für den Bau des Nord-Ostseekanals (Kaiser Wilhelm Kanal)

1889 Wilhelm Menzer gründet in Hamburg-Bergedorf eine Werft für Bootsneubauten und Schiffsreparaturen

1889 Am 22. Juni schließen sich die Firmen Gebrüder Howaldt und Georg Howaldt, Kieler Schiffswerft zur Aktiengesellschaft Howaldtswerke Kiel zusammen

1890 Am 19. April wird die Deutsche Ostafrika Linie (DOAL) gegründet um den subventionierten Reichspostdampferlinienbetrieb nach Ostafrika zu betreiben

1890 Am 18. Juni geht Helgoland im Tausch gegen Sansibar in deutschen Besitz über


1892 Am 27. Juni läuft beim Stettiner Vulcan die Kaiseryacht HOHENZOLLERN vom Stapel


1895  Am 30. Januar sinkt der Schnelldampfer ELBE (bei Elder, Glasgow gebaut) des Norddeutschen Lloyds in der Nordsee (Ärmelkanal) nach einer Kollision mit dem ausweichpflichtigen britischen Frachtdampfer CRATHIE, dessen Brücke zum Zeitpunkt der Kollision nur mit einem Rudergänger besetzt war, während der Wachoffizier und der Ausguck in der Kombüse Kaffee tranken. 332 Tote sind zu beklagen

1894 Auf der Schiffswerft Übigau bei Dresden läuft der Kettenschleppdampfer GUSTAV ZEUNER vom Stapel, der mit Wasserturbinenantrieb ausgestattet, an der Kette in der Elbe eingesetzt wird. Einhergehend mit der schleichenden Einstellung der Kettenschifffahrt auf der Elbe, erfolgte1931 die Außerdienststellung des Schleppers. Er verblieb im Bereich des Magdeburger Hafens, wurde später unter Denkmalschutz gestellt und ab 2006 aufwendig restauriert und ist nunmehr ein an Land stehendes Museumsschiff

1895 Am 31. Januar wird die Bremen-Vegesacker Fischereigesellschaft für Heringsfischerei mit betrieblichem Sitz in Vegesack und Verwaltungssitz in Bremen gegründet. Bei der Bremer Vulkanwerft werden die ersten vier eisernen Segellogger BREMEN, VEGESACK, BLUMENTHAL und GROHN bestellt

1895 Am 21. Juni wird der Kaiser Wilhelm Kanal (heute Nord-Ostsee-Kanal, international auch Kiel Canal) durch Kaiser Wilhelm II eingeweiht und eröffnet

1896 Das Vollschiff RICKMER RICKMERS läuft auf der Rickmers Werft in Geestemünde vom Stapel

1898 Auf dem linken Ufer der Trave wird in Travemünde die Schlichting Werft für die Reparatur von kleinen Schiffen gegründet

1898 Der Reichspostdampfervertrag wird bis 1914 verlängert

1898 Die Besatzung des Schnelldampfers ALLER des Norddeutschen Lloyds rettet 23 Mann der Besatzung des sinkenden britischen Frachtdampfers DAGO

1899 Am 23. Mai wird die noch heute bestehende Schiffbautechnische Gesellschaft in Berlin mit Außenstelle in Hamburg gegründet, die sich zum Ziel gesetzt hat alle im Zusammenhang mit Schiffbau und Meerestechnik stehenden Fragen zu erörtern und ihre Klärung zu fördern. Dazu werden auch verschiedene Preise für besondere Leistungen auf diesem Gebiet vergeben

1899 Albert Ballin (* 15. August 1857) wird Generaldirektor der HAPAG. Unter seiner Leitung wird sie zur größten Reederei der Welt vor dem I. Weltkrieg

1899 Am 11. August wird der Dortmund-Ems-Kanal durch Kaiser Wilhelm II. eröffnet

1900 Der Schnelldampfer DEUTSCHLAND gewinnt für die HAPAG das blaue Band für die Überquerung des Atlantik mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 22,42 Knoten (Seemeilen pro Stunde entspricht 41,5 km/h)

1900 Am 12. Juni nimmt der Deutsche Reichstag die zweite Flottenvorlage zur Vergrößerung der Schlachtflotte der kaiserlichen Marine an

1900 Die Reiherstiegwerft, Hamburg übernimmt die Bernhard Wencke Söhne Werft, Hamburg

1900 Am 10. Januar wird auf der Vulcan Werft in Stettin der Schnelldampfer DEUTSCHLAND für die HAPAG vom Stapel gelassen. Auf der Jungfernreise über den Nordatlantik gewinnt er das "Blaue Band"


1901 Am 07. März läuft auf der Tecklenborg Werft in Geestemünde das Vollschiff GROSSHERZOGIN ELISABETH für den Deutschen Schulschiffsverein vom Stapel

1901 Am 02. April läuft das Linienschiff KAISER FRIEDRICH III, gebaut auf der Kaiserlichen Werft Wilhelmshaven, Baunummer 22, beim Kap Arkona auf eine Untiefe auf und zieht sich ein erhebliches Leck im Bodenbereich zu, kommt aber aus eigener Kraft frei und erreicht Kiel

1901 Gründung der Reederei Johann M. K. Blumenthal gemeinsam mit Hans Böse in Hamburg Altona. Die Reederei ist in der Trampschifffahrt tätig

1902 Am 31. Juli kommt das Fünfmastvollschiff PREUSSEN, einziges frachttragendes fünfmastiges Vollschiff der Welt und gebaut auf der Tecklenborg Werft in Bremerhaven, für die Reederei Laeisz in Fahrt.

 

1902 Die Norddeutsche Maschinen- und Armaturen Fabrik, Bremen wird  als Lieferant für Schiffshilfsmaschinen durch den Norddeutschen Lloyd gegründet

1902 Die Germaniawerft, Kiel liefert das Linienschiff ZÄHRINGEN an die Kaiserliche Marine ab. Es wird später auch noch in der Reichsmarine der Weimarer Republik und in der Kriegsmarine des III. Reichs aktiv sein und erst 1945 als Blockschiff vor Gotenhafen versenkt

1903 Am 01. Juli wird die Germaniawerft in Kiel umbenannt in Fried. Krupp Aktiengesellschaft Germaniawerft, nachdem bereits 1902 der vollständige Kauf erfolgt war

1903 In Hamburg wird die noch heute bestehende Reederei Leonhardt & Blumberg gegründet

1904 Das Vollschiff RICKMER RICKMERS wird in einem Taifun im Indischen Ozean schwer an der Takelage beschädigt. Im Nothafen Kapstadt wird repariert und zur Bark umgetakelt.

1905 Umzug der AG Weser nach Bremen-Gröpelingen beendet. Auf das ehemalige Werftgeländeder AG Weser zieht die Norddeutsche Maschinen- und Armaturenfabrik

1905 Am 18. Oktober liefert Blohm & Voss die Viermastbark PAMIR an die Reederei Laeisz ab

1905 Die Schlichting Werft zieht auf das rechte Ufer der Trave um (Priwall)

1905 Die Nobiskrug Werft wird in Rendsburg an der Einmündung der Eider in den Nord-Ostsee-Kanal durch Otto Storck gegründet

 


1907 Für die Kaiserliche Marine beginnt der Bau der vier Großlinienschiffe NASSAU, WESTFALEN, RHEINLAND und POSEN

1907 Am 6. Februar wird der Zentralverein Deutscher Rheder gegründet. Heute Verband Deutscher Reeder


1907 Am 01. Mai nimmt die Küstenfunkstelle Norddeich Radio ihren Betrieb auf

1907 Seit dem 15. September gilt der Fischdampfer BLEXEN (PG 92) der Hochseefischerei J. Wieting mit der gesamten Besatzung als vor Island verschollen. Der Fischdampfer wurde 1903 auf der Tecklenborg Werft gebaut.

1909 Die Hamburger Vulcanwerft, Zweigbetrieb der Stettiner Maschinenbau Actien-Gesellschaft Vulcan wird durch Kaiser Wilhelm II eröffnet. Sie liegt auf der Elbinsel Ross am ehemaligen Kohlenschiffhafen, jetzt Vulcanhafen

1909 Am 06. Juli benutzt unter Anwesenheit des schwedischen Königs und des deutschen Kaisers der erste Zug die Eisenbahnfährlinie zwischen Sassnitz (Insel Rügen) und Trelleborg


1910 Aus der Delphin Werft in Lehe an der Geeste entsteht die Schiffbaugesellschaft Unterweser

1910 Vorangetrieben durch Albert Ballin beginnt der Bau von drei für die damalige Zeit riesigen Passagierschiffen für die HAPAG: IMPERATOR (Stapellauf 24.05.1912 auf der Hamburger Vulcan Werft), VATERLAND (03.04.1913 Stapellauf bei Blohm & Voss), BISMARCK (20.06.14 Stapellauf bei Blohm & Voss)

1911 Die Norddeutsche Maschinen- und Armaturenfabrik, Bremen wird in Atlas Werke, Bremen umbenannt

1911 Am 20. September läuft bei Blohm & Voss die stählerne Viermastbark PASSAT für die Reederei Laeisz, Hamburg vom Stapel. Seit 1959 Museumsschiff in Lübeck Travemünde

1911 Am 07. September wird in Hamburg nach vierjähriger Bauzeit der erste Elbtunnel eröffnet.


1912 Am 14.04.1912 sinkt der Passagierdampfer TITANIC der White Star Line nach einer Kollision mit einem Eisberg. 1500 Menschen verlieren ihr Leben. Danach werden die Bestimmungen über Anzahl mitzuführender Rettungsboote und die Nutzung von Funkgeräten auf Schiffen überarbeitet. Der einheitliche Notruf SOS wird in der Folgezeit eingeführt

1912 Die Reiherstiegwerft übernimmt die Werft von Heinrich Brandenburg am Fährkanal

1914 Im Mai verlässt die VATERLAND Hamburg zu ihrer Jungfernreise nach New York. Sie ist das größte Passagierschiff unter deutscher Flagge und das größte mit Kohlefeuerung gebaute Schiff der Geschichte

1914 Am 28. Juli beginnt der erste Weltkrieg mit der Kriegserklärung Österreich-Ungarns an Serbien. Am 01. August erfolgte die Kriegserklärung Deutschlands an Russland und am 03. August an Frankreich. 

1914 Am 15. August wird der Panamakanal eröffnet 

1914 Am 28. August treffen deutsche Seestreitkräfte in den Gewässern vor Helgoland auf überlegene britische Seestreitkräfte. Während des Gefechts wurden die deutschen Kreuzer MAINZ (1909, Vulcanwerft, Stettin), ARIADNE (1901, AG Weser, Bremen) und CÖLN (1911, Germaniawerft, Kiel) und das Torpedoboot V 187 (1911 Vulcanwerft, Stettin) versenkt. Mehr als 1200 Besatzungsangehörige verloren ihr Leben. Der britischen Seestreitkräfte verloren kein Schiff, der Kreuzer ARETHUSA wurde schwer beschädigt

1915 Am 24. Januar fand das Seegefecht bei der Doggerbank in der Nordsee zwischen deutschen und britischen Seestreitkräften statt, in dessen Verlauf der Kreuzer BLÜCHER sinkt

1916  Am 28. März liefert die Germaniawerft das Handels U-Boot DEUTSCHLAND ab. Der Rumpf wurde bei der Flensburger Schiffbaugesellschaft gefertigt

1916 Am 31. Mai beginnt die Skagerrakschlacht (Battle of Jutland) zwischen der deutschen Hochseeflotte und der Grand Fleet der Royal Navy, der größten Seeschlacht des I. Weltkriegs

1916 Am 9. Juli erreicht das Handels U-Boot DEUTSCHLAND Baltimore (USA) mit 700 t Fracht. Es kehrt unbeschadet nach Deutschland zurück und führt noch zwei weitere Fahrten durch. Nach dem Kriegseintritt der USA wird es zum Kampf U-Boot U 155 umgerüstet und eingesetzt.

1917 Abschluss eines Lizenzvertrages zum Bau von Dieselmotoren für Haupt- und Hilfsmaschinen aus Handelsschiffen zwischen dem Lizenzgeber Burmeister & Wain, Kopenhagen und der Hamburg-Amerika Linie (HAPAG)

1917 In Lübeck werden die Flender Werke als Zweigbetrieb der Brückenbau Flender Werke, Düsseldorf gegründet

1917 Die Schiffswerft und Maschinenfabrik vormals Jannsen & Smilinsky überlässt ihr Werftgelände auf Steinwerder der benachbarten Blohm & Voss Werft und zieht auf ein größeres Gelände am Tollerort im Hamburger Hafen um

1917 Am 05. September werden Albin Köbis und Max Reichpietsch als Rädelsführer für die Meuterei auf Schiffen der Kaiserlichen Hochseeflotte in Köln-Wahn hingerichtet

1918 Am 06. Juni  Gründung der Deutschen Werft in Hamburg durch HAPAG (Albert Ballin), Allgemeine Elektrizitätsgesellschaft (AEG) (Walter Rathenau) und Gute-Hoffnungs-Hütte (GHH)(Paul Reusch). Vorgesehener Schwerpunkt: Vorantreiben des Baus von Motorschiffen.

Nach Ende des I. Weltkriegs am 11. November 1918

1919 Die Werft der Gute-Hoffnungs-Hütte zieht von Duisburg Ruhrort in den Südhafen von Walsum um. Sie firmiert offiziell unter dem Namen Gutehoffnungshütte Sterkrade AG, Werk Sterkrade, Abt. Rheinwerft Walsum

1919 176 U-Boote werden an die Kriegsgegner abgeliefert

1919 Am 21. Juni versenkt sich die in Scapa Flow internierte ehemalige kaiserliche  Hochseeflotte mit 16 Schlachtschiffen/Schlachtkreuzern, 8 Kreuzern und 50 Zerstörern/Torpedobooten selbst

1920 Die Germaniawerft baut aus je zwei unfertigen U-Boot Druckkörpern die Tankschiffe OBERSCHLESIEN (Baunummer 413, 1942 durch britisches U-Boot im Mittelmeer versenkt ) und OSTPREUSSEN (Baunummer 412, 1951 abgebrochen) mit jeweils 3000 t Tragfähigkeit, die später von der Reederei Hugo Stinnes übernommen

1922 Die Staatswerft Rothensee, Magdeburg des Preußischen Maschinenbauamtes nimmt den Betrieb auf.

1922 Am 16. Juni kentert das brasilianische Fracht- und Passagierschiff AVARE (gebaut 1913 als SIERRA SALVADA beim Bremer Vulkan, Baunummer 560 für den Norddeutschen Lloyd) beim Ausdocken bei der Hamburger Vulcan Werft. Dabei kommen 39 Werftarbeiter zu Tode.

1923 Die Ferdinand Schichau Werft in Danzig liefert den Schnelldampfer COLUMBUS an den Norddeutschen Lloyd ab

1924 Die Rickmers Werft in Geestemünde stellt den Betrieb ein

1924 Die Deggendorfer Werft und Eisenbau GmbH in Deggendorf an der Donau wird durch die Gutehoffnungshütte, Oberhausen-Sterkrade übernommen

1925 Am 07. Januar läuft auf der Reichsmarinewerft Wilhelmshaven für die Reichsmarine der Weimarer Republik die EMDEN (das dritte Schiff mit diesem Namen in einer deutschen Marine) vom Stapel. Er ist der erste Kreuzerneubau nach den Regeln des Versailler Vertrages. Er ist als Ausbildungskreuzer konzipiert

1926 Emil Claus Offen gründet die Hanseatische Reederei und übernimmt 4 Schiffe der insolventen Reederei Wilhelm Hemsoth

1926 Gründung der Deutschen Schiff- und Maschinenbau AG (DESCHIMAG) durch AG Weser und Tecklenborg Werft

1926 Mit der PADUA läuft die letzte frachttragende Viermastbark für die Reederei Laeisz bei der Tecklenborg Werft, Geestemünde vom Stapel

1926 Martin Jansen und Karl Kronenberg, beide ehemalige Maschinenbauer der Emdener Nordseewerke, gründen in Westrhauderfehn eine Werft für den Umbau von Kleinfahrzeugen, hauptsächlich Ausstattung von Kleinseglern mit Motoranlagen. Die Werft wird allgemein als Jansen Werft bezeichnet

1927 Die Deutsche Werft, Hamburg übernimmt die Reiherstiegwerft, Hamburg

1927 DESCHIMAG übernimmt Stettiner und Hamburger Vulcan Werft

1927 Die Ernst Menzer Werft aus Hamburg-Bergedorf gründet einen Zweigbetrieb in Geesthacht. An diesen Zweigbetrieb erinnert heute die Namensgebung des Ernst Menzer Platzes

1927 Am 2. August bricht auf dem Schnelldampfer COLUMBUS des Norddeutschen Lloyds die Steuerbordwelle, da keine Last mehr vorhanden ist, wird die angehängte Dreifach-Expansionsdampfmaschine komplett zerstört. Als Notbehelf wird eine viel kleinere Dampfmaschine des Frachters SCHWABEN eingebaut

1928 Am 23. Mai 1928 tauft Oberbürgermeister Konrad Adenauer auf der Reichsmarinewerft Wilhelmshaven den kleinen Kreuzer KÖLN

 DESCHIMAG übernimmt Nüscke Werft, Stettin, Neptunwerft, Rostock, Seebeckwerft, Bremerhaven, Frerichs Werft, Einswarden. Stilllegung der Tecklenborg Werft.

1928 Stilllegung der Vulcan Werft Stettin, Abspaltung des Lokomotivbaus und Verkauf an Borsig. 

1928 Konkurs der Nüscke Werft in Stettin

1928 Am 17. August strandet der Öltanker GUSTAV SCHINDLER der Hamburger Ölwerke von Julius Schindler vor der nigerianischen Küste

1928 Am 01. Oktober gründen die Brüder Karl und Hans Kröger gemeinsam mit Walter Brauer die Yacht- und Bootswerft Gebrüder Kröger in Warnemünde

1929 Am 26. März bricht auf dem Schnelldampfer EUROPA, der am Ausrüstungskai der Werft Blohm & Voss liegt ein Brand aus. Das brennende Schiff wird auf Grund gesetzt, um ein Kentern zu verhindern. Nach Erlöschen des Brandes wird das Schiff gehoben, eingedockt und repariert.

1929 Am 09. Juni wird das erste Hamburger Hafenkonzert durch die Nordische Rundfunk AG (NORAG) von Bord der ANTONIO DELFINO (1921 auf der Hamburger Vulcanwerft mit Baunummer 185 vom Stapel für die Hamburg-Südamerikanische Dampfschiffahrtgesellschaft) ausgestrahlt. Noch heute wird das Hamburger Hafenkonzert gesendet. Es ist damit die älteste Rundfunksendung der Welt.

1929  Am 22. Juli gewinnt der Schnelldampfer BREMEN des Norddeutschen Lloyds auf seiner Jungfernfahrt das Blaue Band für die Überquerung des Atlantiks mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 27,83 kn (51,54 km/h)



1930 Die Kieler Howaldtswerke lassen sich im Hamburger Hafen nieder. Sie übernehmen dafür Unternehmensteile der Hamburger Vulcanwerft von der DESCHIMAG und der Werft von Janssen & Schmilinsky auf der Elbinsel Ross. Die neue Werft ist zunächst Betriebsteil der Kieler Howaldtswerke. Allgemein bürgert sich der Name Hamburger Howaldtswerke ein

1931 Konkurs der Neptunwerft, Rostock

1931 Bei den Deutschen Werken in Kiel läuft das Panzerschiff DEUTSCHLAND vom Stapel, der erste Neubau eines Großkampfschiffes nach Ende des I. Weltkrieges, dessen Bau lange Zeit politisch umstritten war

1932 Am 26. Juli kentert das Segelschulschiff NIOBE der Reichsmarine in einer plötzlichen Bö vor Fehmarn und nimmt 69 Angehörige der Besatzung mit in die Tiefe

1934 Nachdem eine Übernahme der in finanziellen Schwierigkeiten steckenden Werft von Henry Koch durch andere Lübecker Werften scheitert, stellt sie den Betrieb ein

1934 Am 30. Juni läuft auf der Kriegsmarinewerft Wilhelmshaven das Panzerschiff ADMIRAL GRAF SPEE vom Stapel

1935 Einstellung des Schiffbaus bei der Frerichs Werft

1935 Am 18. Juni wird das deutsch-britische Flottenabkommen in London unterzeichnet, in dem ein Flottenverhältnis von 35 zu 100 % festgelegt und der U-Boot Bau erlaubt wird.

1936 Am 03. Oktober läuft auf der Kriegsmarinewerft Wilhelmshaven das Schlachtschiff SCHARNHORST (Baunummer 125) vom Stapel

1936 Am 02. November wird auf der Kriegsmarinewerft Wilhelmshaven der Kiel für das Schlachtschiff TIRPITZ gelegt.

1936 Am 26. November liefert die Deutsche Werft das Frachtschiff WUPPERTAL (Baunummer 173) an die HAPAG ab. Es ist das erste Frachtschiff der Reederei mit dieselelektrischem Antrieb

1936 Am 08. Dezember läuft bei den Deutschen Werken in Kiel das Schlachtschiff GNEISENAU (Baunummer 235) vom Stapel

1937 Am 05. Mai läuft bei Blohm & Voss das Kreuzfahrtschiff (Kraft durch Freude) WILHELM GUSTLOFF vom Stapel. Eigner ist die Deutsche Arbeitsfront, bereedert wird das Schiff durch die Hamburg Südamerikanische Dampfschifffahrtsgesellschaft

1937 Am 8. Juni läuft bei den Deutschen Werken in Kiel mit Baunummer 246 der Kreuzer BLÜCHER vom Stapel

1937 Nach Modernisierung nimmt die Rickmers Werft, Geestemünde (Bremerhaven) den Schiffbaubetrieb wieder auf

1938 Seit dem 12. März ist das Segelschulschiff der HAPAG ADMIRALM KARPFANGER (gebaut 1908 als L'AVENIR auf der Rickmers Werft, Bremerhaven)  mit der gesamten Besatzung bei Kap Hoorn verschollen. 

1939 Am 14. Februar läuft bei Blohm & Voss das Schlachtschiff BISMARCK vom Stapel

1939 Am 17. Dezember versenkt sich das Panzerschiff ADMIRAL GRAF SPEE auf Befehl seines Kommandanten Hans Langsdorff in der Mündung des Río de la Plata vor Montevideo selbst. Der Kommandant nimmt sich drei Tage später das Leben

1940 Der Bremer Vulkan gründet mit der Vegesacker Werft eine Tochtergesellschaft, die sich ausschließlich mit dem U-Boot Bau beschäftigt. Während des II. Weltkriegs werden insgesamt 74 U-Boote der Typen VII B (4), VII C (52) und VII C/41 (18) gebaut

1940 Am 09. April wird der Kreuzer BLÜCHER bei der Norwegenbesetzung im Oslofjord durch norwegische Landbatterien versenkt. Über 800 Mann der Schiffsbesatzung und der eingeschifften Landungstruppen finden den Tod. Das Überraschungsmoment bei der Besetzung der norwegischen Hauptstadt geht verloren.

1940 Die Kriegsmarine verliert in der Schlacht um Narvik (Norwegen) vom 10.04.1940 bis 13.04 1940 zehn Zerstörer ( Z 21 - WILHELM HEIDKAMP; Z - 22 ANTON SCHMITT; Z 18 - HANS LÜDEMANN; Z 19 - HERMANN KÜNNE; Z 17 - DIETHER VON ROEDER; Z 9 - WOLFGANG ZENKER;  Z 12 - ERICH GIESE; Z 13 - ERICH KOELLNER; Z 2 - GEORG THIELE; Z 11 -  BERND VON ARMIN)

1940 Am 24. August stellt die Kriegsmarine in Hamburg das Schlachtschiff BISMARCK in Dienst



1941 Der Krupp Konzern übernimmt die Aktienmehrheit der DESCHIMAG 

1941 Am 24. Mai versenkt das deutsche Schlachtschiff BISMARCK in der Dänemarkstraße nach einem nur wenige Minuten dauerndem Feuergefecht den britischen Schlachtkreuzer HOOD

1941 Am 27. Mai wird das Schlachtschiff BISMARCK nach langem Abwehrkampf durch britische Luft- und Seestreitkräfte versenkt

1942 Am 30. April torpediert U 456 den britischen Kreuzer Edinburgh, der mit 465 Goldbarren von Murmansk nach Großbritannien unterwegs ist. Britische Seestreitkräfte versuchen den Kreuzer zurück nach Murmansk zu bringen. Am 03. Mai wird er erneut von einem Torpedo getroffen, diesmal von einem deutschen Zerstörer gefeuert. Der Kreuzer muss aufgegeben werden und wird durch britische Kräfte versenkt.

1943 Am 26. Dezember wird das Schlachtschiff SCHARNHORST im Nordmeer von schweren britischen Seestreitkräften versenkt. 1803 Tote


1944 Am 05. Juli liefert die Vegesacker mit U 1279 ihren letzten U-Boot Neubau vom Typ VII C/41 ab. Das Boot wird am 3. Februar 1945 im Nordmeer von britischen Fregatten mit der gesamten Besatzung versenkt

1944 Am 15. Oktober wird der Kreuzer LEIPZIG im dichten Nebel vor der Halbinsel Hela durch den schweren Kreuzer PRINZ EUGEN gerammt und fast bis zur Mittelkiellinie durchtrennt. 27 Besatzungsmitglieder des Kreuzers verlieren ihr Leben. Die beiden Kriegsschiffe können erst am nächsten Tag voneinander getrennt werden. Die Leipzig wird behelfsmäßig repariert und danach als stationäres Schulschiff eingesetzt.


1944 Am 12. November wird das schon nicht mehr seefähige Schlachtschiff TIRPITZ an seinem Liegeplatz in Norwegen durch einen Luftangriff der Royal Air Force zum Kentern gebracht

1945 Am 30. Januar wird das Passagierschiff WILHELM GUSTLOFF vor der pommerschen Ostseeküste durch das sowjetische U-Boot S-13 torpediert und versenkt. Von den vermutlich mehr als 10000 Personen an Bord können nur 1252 gerettet werden

Nach Ende des II. Weltkriegs am 08. Mai 1945

1945 Nach Ende des II. Weltkriegs besteht für alle deutschen Werften ein Verbot für den Schiffsneubau

1945 Der gelernte Schiffbauer Johann Lux gründet in Niederkassel Mondorf mitten im Ort die gleichnamige Bootswerft. Seine Ausbildung erhielt er bei der im gleichen Ort gelegenen Bröhl Werft

1945 Am 21. Juli wird die Dienstanweisung für die Deutsche Minenräumdienstleitung [DMRL] (German Minesweeping Administration[GMSA]) erlassen. Damit beginnt die Minenräumung in Nord- und Ostsee mit den verbliebenen Minenstreitkräften der Kriegsmarine

1946 Die PADUA wird als Reparation an die Sowjetunion abgeliefert, in KRUSENSHTERN umbenannt und vom Ministerium für Fischwirtschaft als Schulschiff eingesetzt

1946 Am 26. April befiehlt das sowjetische Marineministerium die Gründung einer Reparaturwerft in Wismar, aus der später die VEB Mathias-Thesen-Werft entsteht

1947 Die Husumer Schiffswerft wird von den Gebrüdern Kröger aus Rostock gegründet

1948 Die Meyerwerft, Papenburg erbaut das Feuerschiff BÜRGERMEISTER O' SWALD für die Position ELBE 1. Das Feuerschiff ist als Museumsschiff in Cuxhaven erhalten.


1949 Am 04. April wird die Gründungsurkunde der NATO durch Belgien, Dänemark (mit Grönland), Frankreich (mit den französischen Gebieten in Algerien), Vereinigtes Königreich (mit Malta), Island, Italien, Kanada, Luxemburg, die Niederlande, Norwegen, Portugal und die USA unterzeichnet

1950 Die Jansen Werft zieht von Westrhauderfehn nach Leer um und betreibt auf dem neuen Werftgelände erfolgreich den Bau von Küstenmotorschiffen

1950 Als Gegenstück zum Germanischen Lloyd wird in der DDR die Deutsche Schiffsrevisions- und Klassifikationsgesellschaft (DSRK) gegründet

1950 Für die Handelsflotte der Deutschen Demokratischen Republik (DDR) wird als erstes Frachtschiff der Dampfer VORWÄRTS in Dienst gestellt. Er ist als GRETE CORDS 1903 auf der Neptun Werft AG in Rostock entstanden

1952 Am 01. Juli wird der VEB Deutsche Seereederei in der Deutschen Demokratischen Republik (DDR) gegründet

1953 Alnwick Harmstorf übernimmt die Schlichting Werft an der Trave. Sie ist die Keimzelle seines in der Folgezeit aufgebauten Werftenverbundes

 


1953 Die Stülcken Werft in Hamburg baut für die indonesische Marine das als Barkentine getakelte Segelschulschiff DEWARUCI (andere Schreibweise auch DEWARUTJI)

1953 Am 06. September übergibt der VEB Staatswerft Rothensee, Magdeburg das erste Binnenfahrgastschiff Projekt 252-P TURGENJEW an die Sowjetunion

1953 Am 24. Dezember sendet der Nordwestdeutsche Rundfunk (ab 1956 Norddeutscher Rundfunk) zum ersten Mal "Gruß an Bord" über die Küstenfunkstelle Norddeich Radio aus. In dieser Sendung werden an den Sender übermittelte Weihnachtgrüße von zu Hause an Familienangehörige auf hoher See verlesen, die weltweit empfangen werden können. Erster Moderator ist Hermann Rockmann. Obwohl es heute viel einfacher ist, mit Besatzungsangehörigen auf See in Kontakt zu treten, besteht die Sendung immer noch.

1954 Der Bremer Vulkan beginnt mit dem Bau von je drei Kombifrachtern für den Norddeutschen Lloyd (Bayernstein, Hessenstein, Schwabenstein) und die HAPAG (Hamburg, Frankfurt, Hannover ), die im Ostasienverkehr eingesetzt werden und  je 87 Passagiere sowie 9400 t Fracht befördern können

 


1954 Mit dem auf der VEB Neptun Werft gebauten Frachtdampfer ROSTOCK (Baunummer 206) erhält die VEB Deutsche Seereederei ihren ersten Neubau aus DDR Produktion.

1954 Am 8. Mai wird der VEB Staatswerft Rothensee, Magdeburg in VEB Schiffswerft "Edgar Andre" umbenannt

1955 Am 09. Mai 1955 wird der Beitritt der Bundesrepublik Deutschland zur NATO vollzogen

1955 Am 14. Mai wurde der Warschauer Pakt gegründet

1956 Die Stülcken Werft in Hamburg erhält den Auftrag zum Bau von 6 Fregatten der Klasse 120, ursprünglich als Geleitboot 55 oder auch nach dem Typschiff als Köln Klasse bezeichnet.

1956 Aus der Hamburger Reederei Robert Bornhofen heraus entsteht mit persönlich haftendem Gesellschafter die Reederei Peter Döhle, heute ein globaler Player in der Container- und Massengutschifffahrt 


1956 Auf der VEB Peene Werft in Wolgast beginnt der Bau von 10 Minenlege- und Räumbooten der KRAKE Klasse für die Seestreitkräfte der DDR

1957 Am 16. Februar läuft auf der Burmester Werft in Bremen mit dem Küstenminensuchboot LINDAU der erste Neubau für die Bundesmarine vom Stapel

1957 Am 27. März wird für die Bundesmarine verfügt, dass in Kiel und Wilhelmshaven Marinearsenale auf dem Gelände der ehemaligen Reichswerften errichtet werden, die dem Materialerhalt der Schiffe und Boote der Bundesmarine dienen 

1957 Am 21. September sinkt das frachttragende Segelschulschiff PAMIR im Hurrikan. von den 86 Besatzungsmitgliedern werden sechs gerettet.

1957 Am 01. Oktober wird das Kommando der Minenstreitkräfte der Bundesmarine in Cuxhaven aufgestellt

1957 Am 23. Oktober läuft bei der Rickmers Werft in Bremerhaven der Heckfänger SAGITTA vom Stapel. Es ist der erste und einzige deutsche Heckfänger mit Gasturbinenantrieb

1958 Die Schleppreederei Fairplay übernimmt die insolvente Theodor Buschmann Werft am Reiherstieg


1958 Am 15. August übernimmt die Bundesmarine in Charleston (USA) von der US Navy die Landungsboote KROKODIL, EICECHSE, SALAMANDER, VIPER, NATTER und OTTER. Sie werden als Klasse 550 und 551 geführt

1958 Am 23. August läuft bei Blohm & Voss in Hamburg das Segelschulschiff GORCH FOCK der Bundesmarine vom Stapel

1959 Die Werften der DDR werden mit Zulieferbetrieben in der Vereinigung Volkseigener Betriebe (VVB) Schiffbau zusammengefasst

1959 Die Johann Jakob Sietas Werft übernimmt die benachbarte Holst Werft

1959 Am 23. Juni liefert die VEB Schiffswerft "Neptun", Rostock das Eisenbahnfährschiff SASSNITZ an die DDR Reichsbahn ab, das auf der Fährlinie Saßnitz - Trelleborg eingesetzt wird

1960 Am 26. März lauft auf der Stülcken Werft in Hamburg der erste Zerstörerneubau für die Bundesmarine vom Stapel. Er wird auf den Namen HAMBURG getauft

1960 Am 04. November 1960 werden die Seestreitkräfte der Nationalen Volksarmee in Volksmarine umbenannt 

1960 Am 05. November läuft das Schulschiff DEUTSCHLAND der Bundesmarine bei der Nobiskrug Werft, Rendsburg vom Stapel (Baunummer 618)

1961 Am 29. Juni wird die Horn Linie, Hamburg gemeinschaftlich von der HAPAG und der französischen Compagnie Générale Transatlantique (CGT) erworben

1961 Am 25.Juli wird der Tunnel unter dem Nord-Ostsee-Kanal bei Rendsburg eingeweiht. Der Tunnel ersetzt eine Drehbrücke.

1962 Bei Arbeiten zur Hafenerweiterung in Bremen werden die Überreste einer Hansekogge gefunden. Im laufe der nächsten Jahre werden über 2000 Teile geborgen, konserviert und später im Deutschen Schifffahrtsmuseum Bremerhaven ausgestellt. Die Kogge wird auf ungefähr das Jahr 1380 datiert und ist damit das besterhaltene Schiff des Mittelalters.

1962 Am 29. September sinkt die Minenräumpinasse STERNBERG der DDR Seestreitkräfte in der Ostsee nach einer Kollision mit dem britischen Frachtschiff ABBORDSFJORD

1963 Die Vogelfluglinie mit der Fehmarnsundbrücke und der Fährstrecke Puttgarden - Rødbyhavn wird im Beisein des dänischen Königs Frederik IX und dem deutschen Bundespräsidenten Heinrich Lübke eingeweiht. Sie ist die kürzeste Verbindung von der Bundesrepublik Deutschland zur dänischen Hauptstadt Kopenhagen. Sie kann sowohl von Eisenbahnen als auch LKW und PKW genutzt werden

1963 Die Lübecker Maschinenbaugesellschaft Orenstein & Koppel baut für die Wasser- und Schifffahrtsdirektion West in Münster das Taucherglockenschiff CARL STRAAT. Mit diesem Schiff ist unter Überdruck das trockene Arbeiten auf dem Fluss- oder Kanalgrund bis in 10 m Wassertiefe möglich

1963 Die Lux Werft, Niederkassel-Mondorf (Rhein) zieht aus der Ortsmitte direkt an den Rhein. Eine erste Schiffbauhalle und eine Querhelling werden errichtet

1964 Für die Bundesmarine werden in den USA drei Lenkwaffenzerstörer der Charles F. Adams Klasse bestellt

1964 Am 13. Juni läuft bei den Kieler Howaldtswerken mit Baunummer 1103 der Atomfrachter OTTO HAHN vom Stapel. Er ist das 3. zivile Schiff mit Atomantrieb

1964 Die Hamburger Howaldt Werft baut innerhalb von 2 Jahren 22 Mehrzwecklandungsboote der Barbe-Klasse (Klasse 520) für die Bundesmarine

1965 Die Organisation der Bundesmarine wird geändert. Das Kommando der Flottenbasis entfällt, die Marinekommandos Nord- und Ostsee mit ihren Stützpunkten und Depots werden direkt dem Kommando Flotte unterstellt. Dem Marineamt wird ein Materialamt unterstellt

1965 Die Schreibweise Blohm & Voss wird offiziell in Blohm + Voss geändert

1965 Am 06. September geht der Leuchtturm Alte Weser als Ersatz für den Leuchtturm Roter Sand in der Wesermündung in Betrieb

1966 Die Stülcken Werft wird von Blohm + Voss übernommen

1966 Am 25. November läuft bei der AG "Weser" das schnelle Schwergutschiff SCHÖNFELS als zweites Schiff einer Sechserserie für die DDG "Hansa", Bremen mit Baunummer 1361 vom Stapel


1967 Am 10. März läuft der Minentransporter STEIGERWALD als letztes Schiff auf dem Gelände der Stülcken Werft, Hamburg für die Bundesmarine vom Stapel. Danach liegt das Gelände brach

1967 Der Norddeutsche Lloyd und die HAPAG verkaufen ihre Kombifrachter der Schwabensteinklasse an die Malaysia Overseas Lines, die die Schiffe noch mehr als 10 Jahre einsetzt (SCHWABENSTEIN -> ORIENTAL RULER, HESSENSTEIN -> ORIENTAL MUSICIAN, BAYERNSTEIN -> ORIENTAL LADY, HAMBURG -> ORIENTAL WARRIOR, HANNOVER -> ORIENTAL INVENTOR, FRANKFURT -> ORIENTAL HERO)


1967 Am 6. Juni bricht der 3. Arabisch-Israelische Krieg aus, der zur Sperrung des Suez Kanals führt. 14 Frachter sind im Großen Bittersee eingeschlossen, darunter auch die deutschen Frachtschiffe NORDWIND gebaut bei der Flensburger Schiffbaugesellschaft und MÜNSTERLAND gebaut auf der Deutschen Werft, Hamburg

1968 Fusion der Howaldtswerke in Hamburg und Kiel mit der Deutschen Werft zur Howaldtswerke-Deutsche Werft AG (HDW). Werftbetriebe in Hamburg und Kiel 


1968 Die Johann Jakob Sietas Werft, Hamburg-Neuenfelde übernimmt die benachbarte Rancke Werft

1968 Mit der AMERICAN LANCER legt das erste Vollcontainerschiff am Burchard Kai im Hamburger Hafen an

1968 Der Atomfrachter OTTO HAHN nimmt den regulären Transport von Massengütern auf

1969 Die Bremen-Vegesacker Fischereigesellschaft, einst größte Heringsfischereigesellschaft Europas stellt den Betrieb ein. Von anderen Fischereigesellschaften angelandeter Hering wird in der Vegesacker Fischwaren GmbH noch bis in die 80ziger Jahre verarbeitet

1969 Einstellung des Schiffbaus bei den Atlas Werken in Bremen

1969 Die Bundesmarine stellt drei Lenkwaffenzerstörer der Charles F. Adams Klasse in Dienst und benennt sie nach bekannten Soldaten der drei Teilstreitkräfte der Wehrmacht (in Klammern Daten der Indiensthaltung): LÜTJENS (22.03.1969 - 18.12.2003), MÖLDERS (20.09.1969 - 28.05.2003, anschließend Marinemuseum Wilhelmshaven), ROMMEL (02.05.1970 - 30.06.1999)

1970 Beim VEB Volkswerft Stralsund beginnt der Serienbau des Atlantik Supertrawlers (Projekt 464) für die Sowjetunion. Insgesamt werden bis 1983 195 Schiffe gebaut, davon 8 Stück für das Fischkombinat Rostock

1970 Am 11. März rammt der argentinische Frachter RIO CARCARANA das Feuerschiff ELBE 1 und schlitzt den Rumpf bis zur Hauptmaschine auf. Dies gilt als schwerste des Feuerschiffs. Der Tonnenleger WALTER KÖRTE und der Eisbrecher EISFUCHS können das schwer beschädigte Feuerschiff nach Cuxhaven schleppen.

1970 Zum 01. April haben folgende deutsche Reedereien mehr als 100000 BRT Schiffraum in ihrer Verfügungsgewalt: Hamburg-Amerika Linie, Egon Oldendorff, Norddeutscher Lloyd, Deutsche Shell Tanker GmbH, Hamburg-Süd Gruppe, Esso Tankschiff Reederei, Schulte & Bruns, DDG "HANSA", Seereederei Frigga, John T. Essberger, Ernst Russ, Deutsche Afrika Linien, Alfred C. Toepfer, Leonhardt & Blumberg, Unterweser Reederei und Schlüsselreederei

1970 Zum 01. September fusionieren HAPAG und Norddeutscher Lloyd (NDL)  zu HAPAG-Lloyd

1970 Im Oktober schließt die Mützelfeldwerft die Reparatur des Feuerschiffs ELBE 1 ab. Neben der umfangreichen Reparatur der Außenhaut und der Rumpfstruktur musste auch eine neue Hauptmaschine von MAN eingebaut werden

1971 Am 12. Januar sinkt der Stückgutfrachter BRANDENBURG der HAPAG im englischen Kanal nachdem er mit einem Wrackteil des Tankers TEXACO CARIBBEAN kollidiert ist, so schnell, dass keine Rettungsboote mehr ausgesetzt werden können. 20 Besatzungsmitglieder verlieren ihr Leben, 11 werden von englischen Fischern gerettet. Das Schiff wurde 1951 von der Lübecker Maschinenbaugesellschaft mit Baunummer 443 fertiggestellt.

1971 Am 9. Juni gründet Claus Peter Offen, der jüngste Sohn des 1966 verstorbenen Reeders Emil Claus Offen, seine eigene Reederei.

1971 Der Umzug der Husumer Schiffswerft vom Binnenhafen an den Husumer Außenhafen ist abgeschlossen. Auf dem alten Werftgelände baut die Stadt Husum ihr neues Rathaus. Zur Erinnerung an den alten Werftstandort bleibt ein Teil der einstigen Ablaufschienen der Helling erhalten.


1972 Am 31. Oktober stellt die Bundesmarine mit S 41 TIGER ihr erstes in Frankreich vom Typ La Combattante II gebaute Raketenschnellboot in Dienst (Klasse 148)

1973 Einstellung des Schiffneubaus auf dem Gelände der ehemaligen Deutschen Werft in Hamburg-Finkenwerder

1973 Die Flender Werke, Lübeck werden in Flender Werft umbenannt

1974 Die Organisation der Bundesmarine wird geändert. Neben dem Flottenkommando und dem Marineamt wird als dritte Säule das Marineunterstützungskommando eingeführt, das für den Betrieb und das Material der Marine zuständig ist und dem die Marinekommandos Nordsee und Ostsee mit ihren Stützpunkten und Depots unterstellt sind

1975 Nach Aufhebung der Sperrung des SUEZ Kanals können die im Bittersee eingeschlossenen Frachtschiffe NORDWIND und MÜNSTERLAND den Großen Bittersee nach 8 Jahren Liegezeit aus eigener Kraft verlassen


1975  Am 05. September wird das Deutsche Schiffahrtsmuseum in Bremerhaven durch Bundespräsident Walter Scheel eröffnet

 


1976 Am 03. Januar sinkt im schweren Sturm das Küstenmotorschiff CAPELLA (Baunummer 72 des VEB Peene Werft) der Deutschen Seereederei mit der gesamten Besatzung in der Emsmündung.

1976 Am 14. Oktober sinkt der Motortanker BÖHLEN (Baunummer 664 der Admiralitätswerft Leningrad) vor der französischen Küste im Sturm nach Grundberührung mit Wassereinbruch. 26 Besatzungsmitglieder können nicht gerettet werden

1976 Am 29. November erhält das VEB Fischereikombinat Rostock vom VEB Volkswerft Stralsund den ersten von acht Atlantik Supertrawlern: LUDWIG TUREK (Fischereikennzeichen ROS-331)

1978 Die Seeschifffahrtsorganisation der Vereinten Nationen (International Maritime Organization) ruft den jährlich am letzten Donnerstag im September wiederkehrenden Weltschifffahrtstag ins Leben. Dieser Erinnerungstag soll die Aufmerksamkeit auf Schiffssicherheit, die Bedeutung des Seeverkehrs und der Meeresumwelt lenken

1979 Der Reaktor des Atomfrachters OTTO HAHN wird ausgebaut, anschließend erfolgt der Umbau zu einem konventionellen Frachtschiff, das erst 2009 abgebrochen wird

1979 Die Eisenbahnfährverbindung  - auch als "Königslinie" bezeichnet - zwischen Sassnitz (zum Zeitpunkt des Jubiläums DDR) und Trelleborg (Schweden) wird 70 Jahre alt

1979  Die Vereinigung Volkseigener Betriebe (VVB) Schiffbau wird zum VEB Kombinat Schiffbau Rostock der DDR

1979 Am 09. Juli wird beim Hauptauftragnehmer Bremer Vulkan der Kiel für das Typschiff BREMEN der Fregattenklasse 122 gelegt. Insgesamt werden acht Schiffe dieses Typs gebaut: BREMEN, AUGSBURG (Bremer Vulkan), RHEINLAND-PFALZ, KÖLN (Blohm + Voss), NIEDERSACHSEN (AG Weser, Bremen), EMDEN, LÜBECK (Nordseewerke Emden), KARLSRUHE (HDW, Kiel)


1980 Nach finanzieller Schieflage verursacht durch das Wegbrechen des Handels mit dem Iran nach der Islamistischen Revolution meldet die Deutsche Dampfschiffahrtsgesellschaft "Hansa" am 18. August Vergleich an. Der Schifffahrtsbetrieb wird zum Ende des Jahres eingestellt. 

1981 Nachdem der Bohrinselversorger DAMMTOR (Hitzler Werft Baunummer 690) das Wrack des britischen Kreuzers Edinburgh geortet hat, trifft am 30. August das Taucherbasisschiff STEPHANITURM (Hitzler Werft Baunummer 762) ein und birgt bis zum Oktober 431 Goldbarren aus dem Wrack.

1982 Die Rheinwerft Walsum stellt den Betrieb ein

1983 Einstellung des Betriebs der AG Weser. Auf dem Werftgelände entsteht ein Einkaufszentrum


1983 Einstellung des Schiffneubaus in den verbliebenen Hamburger Betriebsteilen der Howaldtswerke-Deutsche Werft AG (HDW)

1984 Am 28. März schließen sich Bremer Vulkan, Bremen Vegesack und Lloyd Werft, Bremerhaven zusammen

1985 Am 30. April läuft beim VEB Volkswerft Stralsund der Fabriktrawler MOONSUND, das Typschiff der Serie Atlantik 488 vom Stapel. Insgesamt werden 37 Heckfänger von diesem Typ gebaut

1986 Die Harmstorf Gruppe geht in Konkurs. Von dem Konkurs sind Schlichting Werft in Lübeck  und die Büsumer Schiffswerft betroffen und Stellen den Schiffbau ein. Für die ebenfalls zur Gruppe gehörende Flensburger Schiffbau Gesellschaft wird eine Auffanggesellschaft gegründet und die Werft kann weiter arbeiten

1986 Am 02. Mai übergibt HDW Kiel die kombinierte Eisenbahn- und Autofähre KARL CARSTENS an die Deutsche Bundesbahn. Die Fähre wird auf der Vogelfluglinie eingesetzt

1986 Am 02. Oktober wird der DDR Fährhafen Sassnitz-Mukran auf der Insel Rügen für die Fährverbindung nach Klaipeda in der Sowjetunion (heute Litauen) eröffnet

1986 Seit 31. Oktober liegt das auf der Deutschen Werft, Hamburg mit Baunummer 785 gebaute Frachtschiff CAP SAN DIEGO der Hamburg-Südamerikanischen Dampfschiffahrtsgesellschaft als fahrtüchtiges Museumsschiff an der Hamburger Überseebrücke


1987 Seit September liegt der Großsegler RICKMER RICKMERS als Museumsschiff in Hamburg

1987 Nach Unregelmäßigkeiten in der Bilanz bleibt eine Landesbürgschaft aus und die Jansen Werft in Leer muss Konkurs anmelden. Das Werftgelände wird in der Folge von weiteren Schiffbaubetrieben genutzt (Leda Yachtbau, Schlömer Werft, Nesse Werft, Ferus Smit)

1988 Am 24. September wird der Stückgutfrachter RUDOLF BREITSCHEID (Typ X, VEB Warnowwerft) der Deutschen Seereederei im Sturm auf die Hafenmole von Klaipeda (Sowjetunion, heute Litauen) gedrückt und bricht dort auseinander. Die Besatzung wird gerettet.

1989 Die VEB Schiffswerft Neptun wird zum Stammbetrieb des VEB Kombinat Schiffbau Rostock

1989 Die Flensburger Schiffbau Gesellschaft wird durch die Reederei Egon Oldendorff übernommen

1990 Die Organisation der Deutschen Marine ändert sich erneut: Das Marineunterstützungskommando wird in Marinelogistikkommando umbenannt. Es ist für Betrieb und Rüstung in der Marine zuständig. Die Marinekommandos Nord- und Ostsee sind aufgelöst, Stützpunkte und Depots sind dem Marinelogistikkommando direkt unterstellt.

1990 Am 01. Juni wurde die als Betriebsteil zum VEB Yachtwerft Berlin gehörende Oderwerft in Eisenhüttenstadt aus dem Kombinat Schiffbau der DDR ausgegliedert und firmierte als selbständige Oderwerft, Eisenhüttenstadt

1990 Am 28. Juni wird das Schulschiff DEUTSCHLAND der Bundesmarine außer Dienst gestellt und nach entsprechender Schleppreise in Alang, Indien abgebrochen

Nach der deutschen Wiedervereinigung am 03. Oktober 1990

1990 Das VEB Kombinat Schiffbau Rostock wird zur Deutschen Maschinen- und Schiffbau (DMS) AG  

1992 Der Bremer Vulkan übernimmt die Volkswerft Stralsund, die Meerestechnik Werft (MTW - ehemals Mathias-Thesen-Werft) in Wismar und das Dieselmotorenwerk Rostock

1992 Die Wiederentdeckung Amerikas durch Kolumbus jährt sich zum 500. Mal


1994 Am 28. September sank das estnische Fährschiff ESTONIA (IMO 7921033) in schwerem Wetter innerhalb weniger Minuten vor der finnischen Insel Utö nachdem durch die abgerissene  Bugpforte Unmengen von Wasser in das Schiff drangen. 852 Passagiere verloren ihr Leben, nur 137 konnten gerettet werden. Das Schiff wurde 1980 als VIKING SALLY bei der Meyer Werft in Papenburg (Baunummer 590) gebaut.

1995 Am 01. Januar kentert der Seenotrettungskreuzer ALFRIED KRUPP (interne Kennung KRS-18, gebaut 1988 auf der Lürssen Werft, Baunummer 13526) auf einer Einsatzfahrt in der Nordsee durch. Dabei werden aus dem oberen offenem Fahrstand der Vormann Bernhard Gruben und der Rettungsmann Theo Fischer über Bord gespült. Nach beiden werden später gebaute Seenotrettungskreuzer benannt.

1995 Der Nord-Ostsee-Kanal feiert seinen 100. Geburtstag


1997 Der Bremer Vulkan geht in Konkurs

1998 Am 31. Dezember stellt die Küstenfunkstelle Norddeich Radio ihren Betrieb ein, nachdem bereits seit Beginn der 90-ziger Jahre einzelne Betriebsteile abgeschaltet worden waren. Der notwendige Funkverkehr für Notfälle in der deutschen Bucht wird seitdem durch die Seenotleitung in Bremen sichergestellt: BREMEN RESCUE RADIO

2000 Die Konservierung des 1962 gefundenen Wracks einer Hansekogge im Wassertank, inzwischen als Bremer Kogge bekannt, wird im Mai abgeschlossen. Seitdem ist das rekonstruierte Schiff im Deutschen Schifffahrtsmuseum zugänglich

1999 Die Ernst Menzer Werft in Hamburg Bergedorf stellt den Betrieb ein

2001 Auf dem Gelände der ehemaligen Stülckenwerft in Hamburg wird das erste Musical Theater eröffnet

2001 Am 13. Dezember wird der Beschaffungsvertrag über fünf Korvetten der Klasse 130 (nach dem Typschiff auch Braunschweig Klasse benannt) mit der Arbeitsgemeinschaft (ARGE) K 130 geschlossen, die aus der Lürssen Werft, Blohm + Voss und den Nordseewerken besteht und für den Elektronik Anteil und die Systemintegration  Atlas Elektronik und Thales an Bord holt


2002 Die Flender Werft in Lübeck stellt den Schiffbau ein, nachdem mit dem Bau von zwei Schnellfähren für griechische Auftraggeber Verluste eingefahren wurden, die zur Insolvenz führten

2002 Am 16. Dezember werden mit S46 FUCHS, S 48 LÖWE, S 56 DOMMEL und S 57 WEIHE die letzten vier Raketenschnellboote der Tiger-Klasse (Klasse 148) außer Dienst gestellt und an die ägyptische Marine übergeben

2003 Am 27. Juni stellt die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) mit der HERMANN MARWEDE ihren größten und einzigen Seenotrettungskreuzer der 46 m Klasse in Dienst. Er gilt als größter Seenotrettungskreuzer der Welt.

2003 Am 18. Dezember wird der Lenkwaffenzerstörer LÜTJENS der Deutschen Marine als letzter "Dampfer" (Schiff mit Dampfturbinenantrieb) außer Dienst gestellt.

2005 Am 13. Dezember werden die beiden letzten Schnellboote der Klasse 143 S 69 HABICHT und S 70 KORMORAN außer Dienst gestellt. Anschließend werden sie mit weiteren vier Booten der Klasse an die tunesische Marine übergeben: 505 HANNON, 506 HAMILCAR, 507 HIMILCON, 508 HANNIBAL, 509 HASDRUBAL, 510 GISCON

2006 Am 27. Juni wird im Rahmen der Umorganisation der Deutschen Marine die Einsatzflotille 2 in Wilhelmshaven aufgestellt, der alle Fregatten und Trossschiffe unterstellt sind

2009 Wegen Getriebeproblemen in den Antriebssystemen werden die Korvetten der Klasse 130 vorübergehen stillgelegt

2011 Im September wird in Wilhelmshaven der JadeWeserPort, ein tideunabhängiger Tiefwasser Containerterminal eingeweiht

2012 Die neue 94 m lange Schiffbauhalle der Lux Werft in Niederkassel Mondorf am Rhein wird fertiggestellt.


2013 Am 21. März wird als letzte Korvette des 1. Loses der Klasse 130 die LUDWIGSHAFEN AM RHEIN mit sechs Jahren Verspätung in Dienst gestellt

2013 Am 12. September wird die Fusion des Germanischen Lloyd (GL) mit Det Norske Veritas (DNV) wirksam. Es entsteht mit der deutsch/norwegischen Zusammenarbeit eine der größten Schiffsklassifikationsgesellschaften weltweit. Sie firmiert als DNV GL Group

2014 Insolvenz J.J. Sietas. Übernahme durch Pella Gruppe, St. Petersburg.

2015 Auf der Elsflether Werft beginnt die Grundüberholung des Segelschulschiffes GORCH FOCK der Deutschen Marine, in deren Verlauf es zu erheblichen Kostensteigerungen und Korruptions- sowie Betrugsvorwürfen kommt. Während der laufenden Arbeiten wird die Werft 2019 insolvent.

2016 Die Genting Gruppe, Hongkong übernimmt die Nordic Yards (Standorte Stralsund, Rostock und Wismar) in Mecklenburg Vorpommern. Geplant ist der Bau von Flusskreuzfahrtschiffen, Expeditionskreuzfahrtschiffen und Riesen-Kreuzfahrtschiffen (Global Klasse). Die Werften firmieren jetzt einheitlich als MV-Werften. 

2016 Die Genting Gruppe hat die Lloyd Werft in Bremerhaven aufgekauft. Eine geplante Zusammenlegung mit den MV-Werften ist unterblieben.

2016 Die Lürssen Gruppe übernimmt Blohm + Voss

2016 Die Cassens Werft stellt den Schiffneubau ein und spezialisiert sich auf die Zulieferung von Bauteilen für Windenergieanlagen

2016 Die Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes (WSV) wird reformiert: Einrichtung der Generaldirektion der Wasserstraßen und Schifffahrt in Bonn  und eine Reduzierung von 39 Wasserstraßen- und Schifffahrtsämter auf 17


2017 Die Hamburg Süd im Besitz der Oetker Familie wird von der dänischen Reederei Maersk übernommen

2017 Die Reederei Leonhardt & Blumberg fusioniert mit der Hamburger Reederei Buss Shipping und firmiert als Leonhardt & Blumberg Shipmanagement

2017 In Hamburg fusionieren die Schleppreedereien Bugsier und Fairplay


2018 Am 20. Februar rammt der Feeder AKACIA, 2004 auf der Sietas Werft in Hamburg mit Baunummer 1206 gebaut, das Schleusentor des Nord-Ostsee-Kanals in Kiel Holtenau und durchbricht es

2018 Thyssen Krupp Marine Systems (TKMS), Kiel erhält den Auftrag vier Fregatten für Ägypten zu bauen, davon drei in Deutschland und eine in Ägypten

2019 Am 15. Dezember wird der Eisenbahntransport auf der Fährstrecke Puttgarden-Rødbyhavn eingestellt.

2019 Die Lürssen Gruppe übernimmt die insolvente Elsflehter Werft

2020 Hapag-Lloyd hat die koreanische Werft Daewoo Shipbuilding & Marine Engineering beauftragt, sechs über 23.500 TEU große Containerschiffe zu bauen, die mit Dual Fuel Motoren ausgerüstet werden. Der Auftrag wurde 2021 um weitere sechs Einheiten gleicher Größe erweitert.

2021 Am 16. März legt sich das Containerschiff EVER GIVEN im Suezkanal quer und blockiert ihn komplett. Erst nach sechs Tagen gelingt die Bergung, an der auch der Schlepper ALP GUARD (ex URANUS) der Mützelfeldtwerft, Cuxhaven beteiligt ist.

2021 Die 2016 begonnene Umstrukturierung der Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes ist abgeschlossen

2021 Hapag-Lloyd übernimmt die überwiegend im Westafrikaverkehr tätige niederländische Containerreederei Niledutch

2021 Das Taucherglockenschiff CARL STRAAT wird außer Dienst und unter Denkmalschutz gestellt. Nachfolger ist das in den Niederlanden entstandene Taucherglockenschiff ARCHIMEDES

2021 Das Werftenkonsortium aus Meyer Werft, Papenburg und Fassmer Werft, Berne gewinnt die Ausschreibung für den Neubau des Forschungsschiffes METEOR. Die Ablieferung ist für 2026 vorgesehen

2021 Ein Werftenkonsortium aus Lürssen Gruppe und Meyer Werft wird zwei Doppelhüllen Flottentanker für die Bundesmarine bauen. Eingebunden in den Bau ist die Neptun Werft Rostock, eine Tochter der Meyer Werft.

2021 Am 17. Oktober wird die erste bei  TKMS beauftragte und beim Stahlbau Nord, Bremerhaven im Unterauftrag gefertigte Fregatte AL-AZIZ an die ägyptische Marine übergeben.

2022 Endgültige Insolvenz der Sietas/Pella Werft

2022 Endgültige Insolvenz der  MV Werften (Warnowwerft, Volkswerft Stralsund, Meerestechnik Wismar). Der Werftkonzern wird zerschlagen: Die Warnowwerft wird durch die Bundesrepublik Deutschland übernommen und das Marinearsenal Rostock aufgebaut. Wismar geht an Thyssen-Krupp-Marine-Systems (TKMS), vorgesehen ist der Bau von U-Booten. Die Volkswerft Stralsund wird von der Stadt übernommen, die dort einen Industriepark einrichten will.

2022 Die Hitzler Werft, Lauenburg gewinnt die Ausschreibung für den Neubau eines Forschungsschiffes mit Wasserstoff Hybridantrieb. Ablieferung für 2024 vorgesehen

2022 Das von der Gentings Gruppe bestellte Kreuzfahrtschiff GLOBAL DREAM, das nach der Werftinsolvenz fast fertig in Wismar liegt, ist an die Disney Group verkauft worden. Umbenannt in DISNEY ADVENTURE wird es in veränderter Form durch die Meyer Werft, Papenburg in Wismar fertiggestellt

2022 Am 15. Dezember wird die Fregatte LÜBECK als letztes Schiff der einst acht Schiffe umfassenden Klasse 122 nach 32 Betriebsjahren außer Dienst gestellt.

2023 Maersk gibt bekannt, dass die Hamburg-Süd Schiffe im Rahmen von Werftaufenthalten die Farben der Maersk Schiffe erhalten

2023 In Brunsbüttel wird ein Dock gebaut, um zukünftig die Schleusentore des Nord-Ostsee-Kanals schneller instand setzen zu können. Der Bau soll 2026 abgeschlossen sein.

2023 U 17 (NATO Kennung S 196) der Deutschen Marine, gebaut als Klasse 206 U-Boot 1973 bei HDW in Kiel und dort 1986 zum U-Boot Klasse 206A aufgerüstet, 2010 außer Dienst gestellt, wird auf dem Wasser- und Landweg in das Technikmuseum Sinsheim überführt

2023 Fosen Yards, Norwegen übernimmt die Schiffbauhalle der Volkswerft Stralsund und erhält als erste Aufträge die Sanierung von zwei Traditionssegelschiffen, der GORCH FOCK I und der GREIF

2023 Abeking & Rasmussen liefert die Minenjäger PULAU FANI (optisches Unterscheidungssignal 731) und PULAU FANILDO (optisches Unterscheidungssignal 732) an Indonesien ab


2023 Am 25. Februar verstarb der Schifffahrtshistoriker und Buchautor vieler Standardwerke über die deutsche Passagierschifffahrt Arnold Kludas im Alter von 93 Jahren.


2023 Am 12. Mai genehmigt das Bundeskartellamt die Übernahme von 25 % der Besitzanteile der Lloyd Werft, Bremerhaven durch die Lürssen Werftgruppe

2023 Am 20. Mai kentert die Bark EUROPA in Kapstadt als sie nach einer Werftliegezeit wieder zu Wasser gelassen wird. Die Bark wurde 1911 als Feuerschiff SENATOR BROCKES bei der Stülcken Werft in Hamburg mit Baunummer 409 gebaut und war bis 1970 auf Elbpositionen eingesetzt.

2023 Am 23. Mai wird die zweite bei  TKMS beauftragte und beim Stahlbau Nord, Bremerhaven im Unterauftrag gefertigte Fregatte AL-QAHHAR an die ägyptische Marine übergeben.

2023 Das ehemalige Feuerschiff ELBE 3, 1908 auf der Eiderwerft in Tönning gebaut und heute Museumsschiff beim Deutschen Schifffahrtsmuseum wird bei der Bredo Werft in Bremerhaven für eine Grundüberholung eingedockt.

2023 25. Jahre Deutsches Marinemuseum Wilhelmshaven

2023 Am 06. Juli beginnt die Schleppreise des SCHWIMMDOCKS V der Bredo Werft, Bremerhaven nach Jamaika zur German Ship Repair Facility

2023 Die schweizerisch-italienische Reederei Mediterranean Shipping Company (MSC), derzeit größte Containerschiff Reederei der Welt vor Maersk, steigt als Partner bei der Hamburger Hafen Logistik AG (HHLA) ein, sofern die Hamburger Bürgerschaft zustimmt. MSC will ihre Deutschlandzentrale nach Hamburg verlegen. Die Stadt Hamburg bleibt weiterhin Mehrheitsaktionär der HHLA

2023 Seit Oktober gehört die Fregatte BADEN-WÜRTTEMBERG zur Beobachtermission United Nations Interim Force in Lebanon (UNIFIL). Sie ist damit die erste Fregatte der Klasse 125 im Einsatz

2023 Am 24. Oktober sind südwestlich von Helgoland der 2009 in China gebaute Massengutfrachter POLESIE (IMO 9488097) und das 2001 in den Niederlanden gebaute  Küstenmotorschiff VERITY (IMO 9229178) kollidiert. Die VERITY ist gesunken, vier Besatzungsmitglieder werden vermisst, ein Besatzungsmitglied wurde bereits tot geborgen.

2023 Im Marinearsenal Wilhelmshaven werden die Fregatten der Klasse 122 demilitarisiert. 


2023 Am 05. Dezember hat auf der Peene Werft in Wolgast der Bau er ersten von vier Fregatten der Klasse 126 für die Deutsche Marine begonnen. Die Fregatten sollen von 2028 bis 2031 zulaufen und die Namen SAARLAND (Typschiff), NIEDERSACHSEN, BREMEN und THÜRINGEN erhalten

2024 Am 05. Februar beginnt die Reparatur des Einsatzgruppenversorgers BONN als erstem Schiff im Trockendock der ehemaligen Warnowwerft heute Marinearsenal Warnemünde

2024 Am 08. Februar läuft die Fregatte Hessen ( F 221) zu einem von der Europäischen Union verantworteten Einsatz ins Rote Meer aus, um dort die Handelsschifffahrt vor Angriffen der Huthi Rebellen aus dem Jemen zu schützen. Vor Ankunft im Roten Meer muss der Deutsche Bundestag dem Einsatz noch zustimmen.

2024 Die vom Investor Windhorst übernommenen Werften Flensburger Schiffbau Gesellschaft und Nobiskrug Rendsburg benötigen dringend einen neuen Investor, damit bestehende Aufträge weiter abgewickelt werden können. 600 Arbeitsplätze sind in Gefahr