Schiffsgucker.de 
Überblick über den deutschen Schiffbau - gestern und heute
 

Was ist aus den deutschen Werften geworden?







Werften an der Nordsee und an den in sie einmündenden Flüssen

Zerstörer HESSEN der Bundesmarine, begonnen auf der Stülcken Werft, Hamburg, Baunummer 898 - fertiggestellt nach Übernahme durch Blohm + Voss, Hamburg. Indienststellung 1968, 1974 zum Lenkwaffenzerstörer umgebaut, 1990 Außerdienststellung und zum Abbruch verkauft

 

Schleswig-Holsteinische Nordseeküste und Nord-Ostsee Kanal

Bieritz Werft Friedrichskoog 

Büsumer Schiffswerft 

Husumer Schiffswerft, Husum

Anlagen der Husumer Schiffswerft zum Zeitpunkt als Windkraftanlagen in das Bauprogramm aufgenommen wurden

Kurzbiographie

·        1945 bei Ende des II. Weltkrieges fliehen die Gebrüder Hans und Karl Kröger, die bisher eine Bootswerft in Rostock besaßen und während des Krieges eine zusätzliche Werft in Stralsund gründeten, um Marineaufträge abzuarbeiten, in die britische Besatzungszone.

·        1947 Übernahme des Husumer Schiffbauplatzes am Binnenhafen der Stadt. Ausbau des Schiffbauplatzes zu einer Werft für Küstenmotorschiffe bis zu 499 Bruttoregistertonnen.

·        1948 die Brüder trennen sich. Karl Kröger übernimmt den Aufbau der Krögerwerft am Nord-Ostsee-Kanal in Schacht-Audorf. Hans Kröger verbleibt in Husum

·        1951 erster Schiffsneubau der Husumer Schiffswerft. Zollboot EIDERSTEDT.

·        1952 folgt das Zollboot DITHMARSCHEN.

·        1955 wird das erste Schiff für die Wyker Dampfschiffs Reederei abgeliefert. Daraus entwickelt sich eine dauerhafte Geschäftsbeziehung. Insgesamt werden 17 Schiffe für die Reederei gebaut.

·        1955 beginnt der Bau einer Serie von 9 Küstenmotorschiffen für Kapitän Danz aus Burg/Dithmarschen.

·        1959 erstes Fahrgastschiff für die Flensburger Förde Reederei, dem im Laufe der Zeit zehn weitere folgen, wobei die Größe der Schiffe im Laufe der Zeit zunimmt. Im Design waren alle ähnlich, sie wurden auch als Wasserbusse bezeichnet.

·        1960 beginnt der Bau von drei Fahrgastschiffen für die Kieler Verkehrs AG.

·        1964 wird mit der NORDFRIESLAND die erste Fähre für die Pellwormer Dampfschiff Gesellschaft abgeliefert.

·        1966 beginnt die Ablieferung einiger Küstenmotorschiffe für die Vesta Reederei in Svendborg.

·        1968 wird die Zusammenarbeit mit der Lindinger Rederiet aus Dänemark aufgenommen. Bis zur Insolvenz der Reederei werden 23 Schiffe für sie gebaut.

·        1968 lässt der Werftplatz am Binnenhafen keine Erweiterungsmöglichkeiten mehr zu. Am Außenhafen entsteht ein neues Werftgelände mit zwei Querhellingen für Schiffe bis zu 4500 tdw.

·        1969 läuft auf dem neuen Werftgelände als erster Neubau das Fahrgastschiff MALMÖ vom Stapel, heute noch als HAWA III unterwegs.

·        1971 wird das erste Fahrgastschiff für die Insel- und Halligreederei Sven Paulsen gebaut. Insgesamt werden 7 Adlerschiffe abgeliefert.

·        1971 stirbt Hans Kröger. Sein Schwiegersohn Uwe Niemann übernimmt die Geschäftsführung der Werft.

·        1972 läuft mit der PELLWORM II – 1987 nach Afrika verkauft: SIAG - das letzte Schiff auf der alten Werft vom Stapel.

·        1976 wird der Betrieb auf der alten Werft endgültig eingestellt. Dort steht heute das neue Husumer Rathaus. Die alte Slipanlage ist erhalten geblieben.

·        1977 wird der werfteigene Schlepper KARIN gebaut.

·        1977 wird ein neues Trockendock von 130 m Länge in Betrieb genommen.

·        1983 wird mit der CONDOCK III IMO 8215613 ein Dockschiff abgeliefert. Außerdem wird in diesem Jahr mit der CALLISTO IMO 8303185 ein RO/RO Schiff gebaut

·        1988 wird mit dem Bau von Windkraftanlagen als zweitem Standbein der Werft begonnen.

·        1990 wird mit dem Bau von drei kleinen Hafenschleppern der Klasse 723 für die Bundesmarine / Deutsche Marine begonnen.

·        1999 muss die Werft Insolvenz anmelden. Als letzter Schiffsneubau läuft der Offshore Versorger VIKING PROVIDER – noch als VOS PROVIDER unterwegs - vom Stapel.

·        2000 führt die Husumer Dock- und Reparaturgesellschaft den Reparaturbetrieb rund um das Trockendock fort. Die Windenergiesparte wird abgetrennt. 

BINZ 2006 auf der Ostsee (Rügen) gebaut 1967 als STADT FLENSBURG Baunummer 1261 in einer Serie von sogenannten Wasseromnibussen

Die werfteigenen Schlepper KARIN (1977 mit Baunummer 1453 hier gebaut) und SÜDEROOG (1958 auf der Jadewerft Wilhelmshaven als WAL gebaut) der Husumer Schiffsreparatur und Dock Gesellschaft schleppen den Chemikalientanker SAARGAS zum Trockendock der Werft

Schöning'sche Schiffswerft Friedrichsstadt 

Schömer & Jensen /Eiderwerft AG, Tönning

Kurzbiographie:

1869 Wilhelm Schömer und Wilhelm Schömer gründen in Tönning, damals bedeutender Hafen an der Westküste Schleswig-Holsteins eine Schiffsreparaturwerkstatt.

• 1889 wird die erste Helling gebaut.

• 1890 als erste eiserne Schiffe laufen zwei Schleppdampfer vom Stapel

• 1900 drei Helgen mit 150 m Länge und ein 75t Kran stehen zur Verfügung.

• 1904 Umwandlung in eine Aktiengesellschaft und Bau von zwei weiteren Helgen. Die Werft beschäftigt 1600 Arbeiter und ist damit der größte Arbeitgeber an der Westküste von Schleswig-Holstein.

• 1906 Mit der THORA MENZELL von 2679 BRT für die Chinesische Küstenfahrtgesellschaft wird das größte in Tönning gebaute Schiff abgeliefert.

• 1907 Mit dem Bau von Fischdampfern für die Fischereigesellschaften F. Busse, C. Rehder, Heinemann & Uhde, F. A. Pust und Cuxhavener Hochseefischerei wird begonnen.

• 1908 Wegen der allgemeinen Frachtenflaute bleiben Aufträge für Frachtschiffe aus.

• 1909 Die Werft wird geschlossen.

 „Hansa" Schiffs- und Maschinenfabrik / Norddeutsche Unionwerke, Tönning 

• 1914 Übernahme der Eiderwerft Anlagen durch Theodor Scheld aus Hamburg. Neuer Name Tönninger Schiffswerft

• 1917 Übernahme durch die Schiffswerft und Maschinenfabrik Hansa, Hamburg.

• 1917 Fischdampferbau für die Kaiserliche Marine, später die Reichsmarine der Weimarer Republik, die als Vorpostenboote genutzt werden. Später werden diese Schiffe verkauft oder an Frankreich ausgeliefert und in der Fischerei eingesetzt.

• 1920 Ablieferung eines Schwimmdocks als Reparationsleistung.

• 1921 Umbenannt in Norddeutsche Union Werke mit Sitz in Hamburg.

• 1921 Übernahme und Eingliederung der Boizenburger Elbe Werft.

• 1923 Neubauaufträge bleiben aus. Die Werft schließt.

• 1924 Beginn der Demontage der Werftanlagen.

Tönninger Schiffswerft Dawartz 

Staatswerft Rendsburg Saatsee 

Krögerwerft Rendsburg Schacht-Audorf / Lürssen Werft - Werk Rendsburg


Produktentanker EBERHARD gebaut 1983 auf der Krögerwerft, Rendsburg  - Schacht-Audorf,die heute zur Ließen Gruppe gehört. Baunummer 1508, IMO 8209652

Nobiskrug Werft, Rendsburg

Logo der Werft

Küstenmotorschiff NOBISKRUG, 1930 als Dreimastschoner mit Hilfsmotor unter Baunummer 400 fertiggestellt. Ca. 1957 zum Küstenmotorschiff umgebaut. 2001 zur Barkentine HARTSTOCHT zurückgebaut, Umbenennung 2011 MARJORIE, IMO 5254216

Kurzbiographie

  • 1905 durch Otto Stork in Rendsburg am Nord-Ostsee-Kanal gegründet.
  • 1914 Bau von Kleinfahrzeugen für die Kaiserliche Marine.
  • Ab 1920 Bau von Fischdampfern, Frachtdampfern und Küstenfahrzeugen. Besonders erfolgreich die Motorschoner-Serie "Ich verdien".
  • 1939 Bau von Kleinfahrzeugen für die Kriegsmarine des III. Reiches.
  • Ab 1950 Bau von Stückgutfrachtern, Küstenmotorschiffen, Fähren hauptsächlich für den Ostseeverkehr, RoRo-Schiffen.
  • 1958 wurde das heutige Hamburger Museumsschiff BLEICHEN, Baunummer 607 gebaut.
  • 1963 Bau des Schulschiffs DEUTSCHLAND für die Bundesmarine.
  • ab 1963 Bau von Chemikalien- und Produktentankern.
  • 1987 Konkurs, anschließend von den Howaldtswerken-Deutsche Werft AG (HDW) übernommen.
  • Ab 2000 bis heute Bau von Luxusyachten.
  • 2004 Bau von Flußkreuzfahrtschiffen
  • 2006 Gehört jetzt zu Thyssen-Krupp-Marine-Systems (TKMS).
  • 2008 an ABU Dhabi Marine Systems.
  • 2008 Für die in diesem Jahr abgelieferte Luxusyacht SIREN wurde die Werft mit dem World Superyacht Award ausgezeichnet.
  • 2010 an Finanzinvestor PriInvest, der auch schon Anteilseigner bei Abu Dhabi Marine war und der über ein Konglomerat an Werften verfügt
  • 2014 Zusammen mit Kieler Werften (Lindenau, Teile Howaldtwerke) zu den German Naval Yards zusammengeschlossen.
  • 2020 September Kündigung von 120 Mitarbeitern (fast 25 % der Belegschaft) als Auswirkung Corona Pandemie, die beschleunigte Umstrukturierung erfordert. Zukünftig Konzentration auf den Bau von Superyachten.
  • 2021 Die Werft meldet Konkurs an, wird durch den Investor Lars Windhorst übernommen, der bereits die Flensburger Schiffbaugesellschaft nach Konkurs übernommen und fortgeführt hatte.

Schiffbauhalle Nobiskrug

Elbe

Unterelbe und Hamburg 

Links und rechts haben sich an den Ufern der Unterelbe eine Vielzahl von Schiffsbauplätzen entwickelt. Dabei wurden auch die Mündungen der größeren Nebenflüsse einbezogen oder günstig gelegene Elbarme genutzt. Alle diese Schiffsbauplätze haben mit dem Holzschiffbau begonnen und sich teilweise zu mittelgroßen Werften im Stahlschiffbau weiterentwickelt. Die an der Elbe ebenso ansässigen Küstenschiffseigner sind über Jahrzehnte die treuesten Kunden dieser Werften gewesen. An den Küstenschiffen lässt sich die Entwicklung vom Schoner mit Hilfsmotor über das Küstenmotorschiff zum Feederschiff (Containerschiff im Zubringerverkehr) und damit auch die Weiterentwicklung der Werften ablesen.

Im Zuge der Weltwirtschaftskrise nach dem I. Weltkrieg mussten bereits kleinere Werften aufgeben. Mit der Werftenkrise der 70-iger Jahre mussten Werften das Neubaugeschäft einstellen, sich zur Reparaturwerft wandeln, die Selbständigkeit aufgeben oder sogar den Weg in die Insolvenz antreten.

In Hamburg entstanden aus Schiffsbauplätzen für hölzerne Kleinsegler eine Vielzahl von kleineren und mittleren Werften, die auch den Übergang zum Eisenschiffbau schafften. Einige entwickelten sich zu veritablen Werftbetrieben, daneben entstanden aber auch Neugründungen wobei hier besonders die Werft Blohm & Voss ( später Blohm + Voss) als wohl bekannteste immer noch unter diesem Namen bestehende Großwerft zu nennen ist. Aber schon lange entstehen weder hier noch auf anderen großen Hamburger Werften Neubauten für die Handelsschifffahrt. Dieser Schiffbau ist der asiatischen Konkurrenz zum Opfer gefallen.

Aber auch die auf den Bau von Küstenmotorschiffen und ihren Nachfolgern den Feedern ( kleinere Containerschiffe) spezialisierten Werften mussten aufgeben. Dies war ein fortschreitender Prozess, dem 2014 auch die fast vierhundert Jahre im Familienbesitz befindliche Sietas Werft zum Opfer gefallen ist. Wie es unter dem neuen russischen Eigner weitergeht, muss sich erst noch zeigen.

So ist nur noch der Bau von Schiffen für die deutsche Marine, ab und an eine Luxusyacht und der Bau von Hafen- und Behördenfahrzeugen sowie Binnenschiffen an der Elbe verblieben

Unterelbe

Mützelfeldwerft, Cuxhaven 

Fahrgastschiff FLIPPER, 1977 unter Baunummer 196 für die Reederei Eils in Cuxhaven gebaut, IMO 7641190

Kurzbiographie

• 1821 C. Bufe übernimmt den Cuxhavener Schiffbauplatz und baut erste größere Segelschiffe.

• 1895 Mangels Nachfolger in der eigenen Familie wird die Werft an Franz Mützelfeld verpachtet.

• 1904 Die Werft wird an Franz Mützelfeld verkauft.

• 1914 Die Kaiserliche Marine übernimmt die Werft für die Gesamtdauer des I. Weltkrieges um Boote der Marine reparieren zu können.

• 1932 Der Bau von Motorloggern beginnt.

• 1938 Nach dem Tod von Franz Mützelfeld übernimmt die zweite Familiengeneration.

• 1939 Die Kriegsmarine übernimmt die Werft als Reparaturbetrieb.

• 1945 Für die britische Besatzungsmacht werden Reparaturen an deren Booten und Schiffen durchgeführt.

• 1952 Beginn des Baus einer Serie von Schleppern für die Unterweser Reederei AG (URAG)

• 1954 Bau des Fischereiforschungsschiffes ANTON DOHRN.

• 1967 Bau des ersten Fahrgastschiffes FLIPPER (2002 ausgebrannt) für die Reederei Eils in Cuxhaven, dem später weitere folgen (FAIR LADY, FUNNY GIRL und eine weitere FLIPPER).

• 1968 Beginn des Baus von Fahrgastschiffen für die Hamburger Hafen Dampfschiffahrts AG (HADAG)

• 1970 Beginn des Baus von Schleppern für die Hamburger Reederei Lütgens & Reimers

• 1972 Errichtung eines Dockbetriebs mit Schwimmdock im Cuxhavener Amerikahafen unter Beteiligung der Howaldtswerke Deutsche Werft AG (HDW).

• 1974 Die Hamburger Schlepperreederei Patersen & Alpers wird Kunde der Werft.

• 1984 Umzug des gesamten Werftbetriebes in den Amerikahafen abgeschlossen.

• 1990 Der letzte Frischfischfänger CUXHAVEN für die Deutsche Fischfangunion wird abgeliefert.

• 1992 Die Hamburger Fairplay Schlepperreederei wird Kunde der Werft.

• 1999 Verkauf der Werft an den bisherigen Betriebsleiter Claus Howoldt.

• 1999 Die Werft baut jetzt auch Chemikalien-, Produkten- und Flüssiggastanker.

• 2006 Beginn des Baus von sieben Ankerziehschleppern für Harms Bergung AG, deren Finanzierung nicht unstrittig ist.

• 2013 Die Rönner Gruppe übernimmt die Werft.

• 2017 Zusammenschluss der Werft mit den zur Rönner Gruppe gehörenden Bremerhavener Reparaturbetrieben (Bredo und German Dry Docks).

• 2020 Bredo gibt ein Dock an die Mützelfeldwerft ab.

Fahrgastschiff FUNNY GIRL 1973 mit Baunummer 187 für die Reederei Eils in Cuxhaven gebaut. Hier beim Ausboten von Fahrgästen vor Helgoland.

Hugo Peters Schiffswerft/Unterelbewerft, Beidenfleth und Wewelsfleth 

Unterelbewerft Kurzbiographie:

  • 1921 Hugo Peters & Co verkaufen ihre Werft an die süddeutsche Firma Schile & Bruchsal, die sie in Unterelbewerft umbenennt.
  • 1923 bis 1926 werden insgesamt sechs stählerne Schuten für Hamburger Hafenbetriebe gebaut.
  • 1929 werden als letzte Neubauten zwei Motorleichter für den Norddeutschen Lloyd gebaut. Im II. Weltkrieg werden sie zunächst als leichte Artillerieträger danach in Hafenschutzflotillen und als Pumpendampfer für das Marine Seenot- und Bergungskommando eingesetzt. Einer sinkt 1945 nach Luftangriff im Jahr 1945, während der zweite noch bis in die siebziger Jahre als Küstenmotorschiff ANKE PAHL (IMO 5018179) unterwegs ist.
  • 1932 da keine Neubauaufträge mehr vorliegen, wird versucht am Abwrackprogramm teilzunehmen, das wegen der Weltwirtschaftskrise von der Regierung der Weimarer Republik ausgearbeitet wurde.
  • 1937 kann ein Dampfer, der in Rostock aufliegt abgebrochen werden.
  • 1938 scheitern alle weiteren Versuche, den Werftbetrieb aufrecht zu erhalten.
  • 1940 wird die Werft im März zwangsversteigert und Hugo Peters erhält den Zuschlag und wird neuer Besitzer

Kremerwerft, Elmshorn und Glücksstadt

Thormählen Werft, Elmshorn

Stader Schiffswerft, Stade 

Hamburg

Altenwerder Schiffswerft

W. Bauer Schiffswerft

Blohm & Voss / Blohm + Voss

Fregatte Brandenburg 2007 im Marinearsenal Wilhelmshaven ohne Antennen der Smart-S und LW08 Radargeräte. Die Fregatte gehört zur Klasse 123, wurde bei Blohm + Voss in Hamburg mit der Baunummer 950 gebaut und am 14.101994 bei der Deutschen Marine in Dienst gestellt. Sie ist das erste Schiff der Deutschen Marine mit dem Namen eines der neuen Bundesländer. Rufzeichen DRAH, NATO- Kennung F 215.

Marine- und Luxusyacht-Schiffbau bei Blohm + Voss in sichtgeschützten Bereichen

Kurzbiographie

• 1877 durch Hermann Blohm und Ernst Voss als Schiffswerft und Maschinenfabrik Blohm & Voss auf dem linken Elbufer in Steinwärder (spätere Schreibweise Steinwerder gegründet).

• 1879 Als erster Neubau entsteht für eigene Rechnung die Bark NATIONAL.

• 1894 Der hundertste Neubau wird abgeliefert.

• 1911 Die Viermastbark PEKING wird mit Baunummer 205 an die Reederei Laeisz abgeliefert. Heute als Museumsschiff zurück in Hamburg.

• 1912 Der Schlachtkreuzer GOEBEN wird an die Kaiserliche Marine abgeliefert. Er wird während des I. Weltkrieges an die Türkei übergeben.

• 1914 Ablieferung des Vierschrauben-Schnelldampfers VATERLAND an die Hamburg-Amerika Linie (HAPAG). Nach dem I. Weltkrieg als LEVIATHAN unter amerikanischer Flagge. 1938 abgebrochen.

• 1918 Als letztes Überwasserkriegsschiff für die Kaiserliche Marine wird der Kreuzer CÖLN abgeliefert.

• 1920 Ernst Voss stirbt.

• 1924 Das damalig größte Motorschiff der Welt, die MONTE SARMIENTO; wird an die Hamburg Südamerikanische Dampfschiffahrtsgesellschaft abgeliefert

• 1930 Hermann Blohm stirbt.

• 1930 Ablieferung des Schnelldampfers EUROPA an den Norddeutschen Lloyd. Nach dem Stapellauf kam es während der Ausrüstung zu einem verheerenden Bran in dessen Folge ein Teil der Aufbauten erneuert werden musste.

• 1931 Ablieferung der Luxusyacht SAVARONA. Heute als türkische Staatsyacht unterwegs.

• 1933 Ablieferung des Segelschulschiffes GORCH FOCK als Ersatz für das untergegangene Segelschulschiff NIOBE an die Reichsmarine.

• 1933 Gründung der Tochtergesellschaft Hamburger Flugzeugbau GmbH

• 1938 Ablieferung des Segelschulschiffes MIRCEA für die rumänische Marine.

• 1940 Beginn des Baus von U-Booten Typ VII C von denen während des II. Weltkriegs 180 Stück gefertigt wurden.

• 1940 Ablieferung des Schlachtschiffes BISMARCK an die Kriegsmarine.

• 1942 Fertigstellung des 351 m langen und 59 m breiten Trockendocks Elbe 17.

Passagierschiff QUEEN MARY 2 im noch heute betriebsbereiten Trockendock Elbe 17

• 1944 Beginn des Zusammenbaus der Sektionen von 52 U-Booten Typ XXI.

• 1946 Sprengung der verbliebenen Helgenkrangerüste. Abtransport von beweglichen Anlagenteilen als Reparationsleistung.

• 1951 Gründung der Steinwerder Industrie AG als Nachfolgefirma von Blohm & Voss.

• 1953 Erlaubnis zur Schiffsreparatur.

• 1954 Erlaubnis für den Neubau von Küsten- und Seeschiffen.

• 1955 Umbenennung in Blohm & Voss AG. 50 % der Aktien wurden an die Phoenix-Rheinrohr AG (Thyssen dominiert) verkauft.

• 1962 Die auf ehemaligem Blohm & Voss Gelände aufgebaute Schlieker Werft geht in Konkurs. Begonnene Handels- und Marineschiffe werden durch Blohm & Voss fertiggestellt.

• 1965 Änderung der Schreibweise in Blohm + Voss.

• 1966 die Stülcken Werft wird gekauft, damit wird die Besitzerfamilie Dietlein Aktionär von Blohm + Voss.

• 1970 Patentantrag für das Mehrzweck Kombinationssystem (MEKO) für Kriegsschiffe bis Fregattengröße, das je nach Einsatzoption eine flexible Kombination von Waffen und Elektroniksystemen ermöglicht.

 Schwimmdock von Blohm + Voss in der Norderelbe

  • 1972 Ablieferung des Vollcontainerschiffes HAMBURG EXPRESS; 273 m lang für 3000 TEU an HAPAG-LLOYD:

• 1986 Übernahme Werk Ross (ehemals Hamburger Howaldtswerke, davor Hamburger Vulcanwerft) von der Howaldtswerke Deutsche Werft (HDW) Gruppe. Fortführung des Betriebs als Ross Industries GmbH.

• 1995 Einstellung des Betriebs der Ross Industries GmbH.

• 2004 Beginn des Baus von Korvetten Klasse 130 für die Deutsche Marine.

• 2005 Thyssen Krupp Marine Systems (TKMS) entsteht als Zusammenschluss von Blohm + Voss, Nordseewerken, Emden, Howaldtswerke-Deutsche Werft, Nobiskrug sowie Auslandsbeteiligungen.

• 2011 Verkauf von B+V Shipyards, B+V Repair, B+V Oil Tools, B+V Inspection Tools und B+V Industries an die Investorengruppe Star Capital Partners.

• 2015 Zusammenlegung von B+V Shipyards und B+V Repair zur Blohm+Voss GmbH.

• 2016 Übernahme der Blohm + Voss GmbH durch Lürssen Gruppe.

• 2021 Übergabe der Fregatte SACHSEN-ANHALT an die Deutsche Marine.

  • 2021 Das 1966 gebaute und inzwischen überdachte Schwimmdock 10 wird an die Weser zur Lürssen Stammwerft geschleppt.

• 2021 Einbindung der Werft in Navel Vessels Lürssen (NVL) Group bei gleichzeitiger Ankündigung der Umstrukturierung des Werftbetriebs.

Fregatten Klasse 125 der Deutschen Marine in der Endausrüstung

Albert Bonne Schiffswerft

Heinrich Brandenburg, Steinwärder

 Kurzbiographie:

1845 Heinrich Brandenburg betreibt einen Holzschiffbauplatz auf Steinwärder (heute: Steinwerder).
• 1873 Die Reederei Gebr. Sauber steigt in die Werft ein. Die Werft wird vergrößert und beginnt mit dem Bau verschiedener eiserner Hafenfahrzeuge. Auch die Reederei Sauber erteilt Aufträge.
• 1882 Das Fahrgastschiff MARIA wird gebaut und wird später von der Hamburger Hafen und Dampfschiffahrtsgesellschaft (HADAG) erworben.
• 1890 Ein Schwimmdock wird in Betrieb genommen. Damit erweitert sich das Reparaturgeschäft der Werft erheblich.
• 1897 Der Werftbetrieb wird in eine Kommanditgesellschaft umgewandelt.
• 1904 Die Werft baut zwei Fahrgastschiffe für die HADAG.
• 1912 Die Werft wird an die Reiherstiegwerft verkauft, nachdem Verkaufsgespräche mit der benachbarten Stülckenwerft an unterschiedlichen Vorstellungen über den Kaufpreis gescheitert sind.


C. Breuning & Sohn ???

Theodor Buschmann

Deutsche Werft AG

Ernst Dreyer

Johann Heinrich Fack

Flint Werft

Fritz Frank Schiffswerft

Hein Garbers

Gleichmann & Busse

Godeffroy Werft

Heinrich Grube / Spezialschiffbau (SSB) Oortkaten


 Flachwasserfähre REIHERSTIEG der HADAG, Baujahr 2014, Baunummer 14, ENI: 04811570, letztes Schiff der Werft

Kurzbiographie

·        1865 Gründung der Werft durch Heinrich Grube in Hamburg-Kirchwerder für den Bau hölzerner Flussschiffe gegründet.

·        Ab 1900 Umstellung auf den Eisenschiffbau. Bau von Schleppkähnen und Hafenfahrzeugen.

·        1965 Abschluss des Umzugs der Werft an den Hafen Oortkaten, ausgelöst durch Deichbauarbeiten nach der Sturmflut von 1962. Bau von Motorgüterschiffen.

·        Ab 1989 Bau von Hafenfähren für die Hamburger Hafen und Dampfschiffahrts AG (HADAG)

·        1994 DEEPENSCHRIEWER IV Peilschiff für das Amt für Strom- und Hafenbau

·        1995 und 1997 Lotsenversetzboote für Hamburger Hafenlotsen

·        1997 maßgebliche Beteiligung an der Entwicklung des neuen Fährentyps 2000 der HADAG, die im Einmannbetrieb gefahren werden konnten. Im Volksmund wegen ihrer Form als Bügeleisen bezeichnet.

·        1999 Ablieferung der HADAG Fähre REEPERBAHN, dem letzten Neubau der Werft vor dem Konkurs.

·        2000 Übernahme durch ehemaligen Kommanditisten und Gründung der Werft Spezialschiffbau (SSB) Oortkaten.

·        Ab 2001 Ablieferung weiterer Hafenfähren vom Typ 2000 an die HADAG.

·        2007 Ablieferung eines baugleichen Fährentyps an die Kieler Verkehrs AG: SCHWENTINE.

·        2008 Ablieferung eines Alsterschiffes mit Brennstoffzellenantrieb.

·        2014 Ablieferung der Flachwasserfähre REIHERSTIEG an die HADAG.

·        2014 Konkurs der Werft und Löschung aus dem Handelsregister. 

HADAG Hafenfähre ELBMEILE, Baujahr 2005, Baunummer 5


Hamburger Elbe Schiffswerft

Hanseatische Werft

Kurzbiographie

  • 1954 meldete die Renck Werft in Hamburg-Harburg Konkurs an. Der Betrieb wurde zunächst durch den Reeder Gleue weitergeführt, um ein für ihn bestimmtes bereits begonnenes Schiff fertigzustellen. Es folgte dann noch die Fertigstellung eines weiteren Schiffen, bevor das Konkursverfahren fortgesetzt wurde
  • 1956 wurde auf dem Werftgelände auf Betreiben von J.A. Reinecke, einem bekannten Hamburger Reeder die Hanseatische Werft gegründet. Sie baute für diesen Reeder einige Stückgutfrachter, außerdem Fahrgastschiffe für die Hamburger Hafen- und Dampfschiffahrtsgesellschaft (HADAG), Fährschiffe für den Ostseeverkehr nach Skandinavien und eine Reihe von Binnenschiffen.
  • 1962 geriet die Werft in finanzielle Schieflage, als die Hamburger Schlieker Werft mitsamt den Ottensener Eisenwerken zusammenbrach und die an letztere bereits geleisteten Anzahlungen für Schiffsmotoren verloren waren.
  • 1962 musste daher Konkurs angemeldet werden. Das mit Baunummer 25 begonnene Seebäderschiff HELGOLAND wurde von den Hamburger Howaldtswerken fertiggestellt. Berühmt wurde es später als Hospitalschiff vor Vietnam. Immer noch in Fahrt als GALAPAGOS LEGEND

Hatecke Yacht- und Bootswerft

Louis Heyden Schiffswerft und Maschinenfabrik

Wilhelm Holst Schiffswerft, Neuenfelde 

UNTERELBE im Husumer Hafen 2012, gebaut 1939 als Danzig, BN:154, IMO: 5373696

Kurzbiographie

  • 1920 Wilhelm Holst beginnt nach der Übernahme des elternlichen Zimmereibetriebes mit dem Bau von hölzernen Rettungsbooten für Blohm & Voss
  • 1925 erstes eisernes Schiff
  • 1938 erste Küstenmotorschiffe
  • 1939 für die Kriegsmarine werden Artillerieträger gebaut
  • 1949 PAUL, das erste der von Adolph Weselmann konstruierten Küstenmotorschiffe wird fertiggestellt
  • 1950 der Bau von Küstenmotorschiffen ist das Standbein der Werft. Unter anderem werden auch Schiffe an den Schwiegersohn des Werftgründers, den Reeder Jonny Wesch geliefert
  • 1958 finanzielle Schieflage
  • 1959 Übernahme der Werft durch J.J. Sietas mit allen Anlagen und Mitarbeitern. Die Pläne für ein zweites Sietas Werksgelände können damit zunächst aufgegeben werden

JAN MEEDER, gebaut 1955 als EGON WESCH für Reeder und Schwiegersohn Jonny Wesch, BN: 189, IMO 5098222 

Howaldtswerke Hamburg

Landungsboot Klasse 520 LACHS; Baujahr 1966, Baunummer 979

Kurzbiographie:

1930 Übernahme der Hamburger Vulcan Werft von der Deutschen Schiff- und Maschinenbau AG (DESCHIMAG) und der insolventen Schiffbau- und Maschinenfabrik, vormals Janssen & Schmilinsky, Tollerort durch die Kieler Howaldtwerke (Hauptaktionär Diedrichsen). Neuer Name Howaldtswerke Hamburg

• 1931 Schließung des Betriebsteils Tollerort

• 1931 Für die Hochseefischerei Ebeling werden über mehrere Jahre Fischdampfer gebaut.

• 1937 Verkauf der Howaldtswerke in Hamburg und Kiel an die Deutsche Werke AG, Kiel. Damit geht die Werft in den Besitz des Deutschen Reiches über.

• 1939 Die Kieler Howaldtswerke werden an die Kriegsmarine verkauft und mit dem Kieler Marinearsenal zur Kriegsmarinewerft zusammengeschlossen. Die Hauptverwaltung der Howaldtswerke zieht nach Hamburg.

• 1938 Das Passagierschiff ROBERT LEY für die Deutsche Arbeitsfront wird gebaut.

• 1939 Während des II. Weltkriegs werden 33 Typ VII C U-Boote abgeliefert.

• 1943 Die Kieler Howaldtswerke werden von der Kriegsmarine zurückgegeben und von der Hauptverwaltung in Hamburg mitgeführt.

• 1948 Die Bundesrepublik Deutschland ist Eigentümer der Werft

• 1948 Als erster Neubau nach dem Krieg wird der Fischdampfer Julius Fock abgeliefert.

• 1951 Der Bau einer Serie von Frachtschiffen der SANTA Klasse für die Hamburg-Südamerikanische Dampfschiffahrtsgesellschaft beginnt.

• 1953 Mit dem Rohöltankschiff TINA ONASSIS wird der - bis dahin - größte Neubau der Werft abgeliefert...

• 1954 Die Indian Steamship Company wird für mehrere Jahre Kunde der Werft.

• 1955 Für Niarchos, den Konkurrenten des griechischen Reeders Onassis werden ebenfalls Rohöltankschiffe gebaut.

• 1961 Bau von Supertankern der 100000 t Klasse

• 1966 Die Werft baut für die Bundesmarine alle Landungsboote der Klasse 520.

• 1968 Aufgrund der sich verschlechternden Auftragslage fusionieren die Howaldtswerke Hamburg und Kiel und die zur Gute Hoffnungshütte gehörende Deutsche Werft zur Howaldtswerke Deutsche Werft AG (HDW). Die Hamburger Howaldtswerke firmieren nun als HDW Werk Ross.

• 1969 Noch unter Hamburger Howaldtswerke Baunummer 1000 wird das damals größte Containerschiff der Welt ENCOUNTER BAY abgeliefert

HDW Howaldtwerke-Deutsche Werft AG Werk Ross

Janssen & Schmilinsky

Jürgens & Co

J.C. & H.C. Kiehn

J. A. Körner

H.C. Kraus

Ernst Menzer, Hamburg-Bergedorf/Geesthacht

 

Hafenstreifenboot AFRIKAHÖFT der Hamburger Wasserschutzpolizei gebaut 1994 auf der Werft von Ernst Menzer, Hamburg-Bergedorf, BN: 498, ENI:05114710

 

Norderwerft Johann Rathje Köser, Hamburg-Steinwerder

 

 

Reparaturbetrieb auf der Norderwerft

Kurzbiographie:

  • 1906 am Reiherstieg durch Reinhold F. Holtz, dem Besitzer der Schloßwerft in Hamburg-Harburg, gegründet.

• 1912 erstes Schwimmdock, 1000 t Hebefähigkeit.

• 1918 Übernahme der Werft durch Hamburger Kaufleute und Zusammenlegung mit der Elbewerft in Boizenburg. Neuer Firmenname: Vereinigte Elbe- und Norderwerft Aktiengesellschaft.

• 1921 Auflösung der Betriebsgemeinschaft mit der Elbewerft Boizenburg. Jetzt wieder Norderwerft.

• 1921 beginnend Bau von Schleppern für Bugsier-Reederei und Bergungs AG und Lütgens & Reimers, beide Hamburg

• 1929 beginnend Bau von Zollbooten.

• 1934 beginnend: Bau von 8 Flugsicherungsbooten für die Luftwaffe des III. Reiches.

• 1934 beginnend Bau von Fischdampfern, unter anderem für Fock & Pickenpack, Deutsche Hochseefischerei „Nordsee“, C. Andersen,

• 1935 Johann Rathje Köser wird Teilhaber. Entsprechend neuer Werftname: Norderwerft Johann Rathje Köser.

• 1949 Bau von Fischdampfern für die Gemeinwirtschaftliche Hochseefischerei.

• 1952 beginnend Bau von Küstenmotorschiffen.

• 1953 Bau von Hafenfährschiffen für die Hamburger Hafen Dampfschiffahrtsgesellschaft (HADAG).

• 1957 Bau des Seebäderschiffes für die HADAG

• 1967 Johann Rathje Köser verstirbt.

• 1967 Bau des Wehrforschungsschiffes PLANET für die Bundesmarine.

• 1969 Bau von mehreren Saugbaggern für Hochtief, Hamburg

• 1971 Werft steht vor der Insolvenz

• 1972 Übernahme durch die Sietas Werft, Hamburg Neuenfelde

• 1980 Einstellung des Neubaugeschäftes, Reparatur und Endausrüstung von auf der Sietas Werft gebauten Schiffen bleiben.

• 2012 Nach Insolvenz der Sietas Werft Übernahme durch die Lürssen Gruppe.

• 2021 Im Oktober Eingliederung in die Naval Vessels Lürssen (NVL) Gruppe.

Einfahrt Reiherstieg zur Norderwerft

Johann Oelkers


Schlepper BÜLK der Kieler Schlepp- und Fährschifffahrt (ehemals Kieler Verkehrs AG) gebaut auf der Werft von Johann Oelkers, Hamburg-Wilhelmsburg im Jahr 1987 mit der Baunummer 597, IMO 8701284. Kurz danach musste die Werft schließen.

Oertzwerft

Ottensener Eisenwerke

August Pahl, Hamburg Finkenwerder

 Pohl & Jozwiak

Heinrich Rancke Schiffswerft, Hamburg-Neuenfelde

Kurzbiographie

  • 1922 Heinrich Rancke übernimmt von seinem Vater eine Schmiede in Hamburg Neuenfelde an der Este, die bereits Schmiedeteile für die Benachbarte Sietas Werft hergestellt hat.  Mit dem Bau kleiner Eisenschiffe wird begonnen
  • 1950 Unter Herbert Rancke wird die Werft erheblich erweitert
  • 1955 Das Reparaturgeschäft ist wesentlich umfangreicher als das Neubaugeschäft
  • 1968 Neubauaufträge bleiben aus. Bisher sind rund 58 Küstenmotorschiffe gebaut worden. Die Werft gerät in Konkurs und wird von der benachbarten Sietas Werft übernommen
  • 1969 Die Werft arbeitet unter eigenem NamenLohnaufträge für Sietas ab
  • 1975 Die Firma wird komplett bei Sietas eingegliedert

Reiherstiegwerft

Scheel & Jöhnk

Schiffswerft, Maschinenbau, Schiffs- und Kesselschmiede Kayser, Sunkel & Zehbe

Schlieker Werft

Schlosswerft R. Holtz, Hamburg-Harburg

• 1884 Gründung der Schlosswerft auf der Schlossinsel in Hamburg-Harburg durch Reinhold F. Holtz für die Durchführung von Schiffsreparaturen.

• 1900 Gelände des ehemaligen Landratsamtes auf der Schlossinsel übernommen.

• 1901 Bau von Brandungsbooten für überseeische Plantagen.

• 1905 wegen Platzmangels für den Reparaturbetrieb wird die Norderwerft am Reiherstieg gegründet

• 1906 Bau von Dampfbarkassen für die HAPAG

• 1913 erste Dampfschiffe werden gebaut.

• 1917 beginnend werden Fischdampfer gebaut, die während des I. Weltkrieges sofort als Vorpostenboote eingesetzt werden.

• 1930 Die Weltwirtschaftskrise zwingt die Werft in die Knie

• 1933 Die ehemaligen Werftmitarbeiter Scheel und Jöhnk gründen auf der benachbarten Zitadellen Insel eine eigene Werft (siehe Werft Scheel & Jöhnk).

• 1940 Die Gebrüder Sachsenberg AG übernimmt das Gelände der Werft, um Tragflügelboote System Schertel zu bauen.

• 1943 Versuchs-Tragflügelschnellboot VS 8 geht ab 01.09.1943 in die Erprobung als SCHELL I. Während der Erprobung an der Ostseeküste gestrandet. Totalverlust. Einziges Tragflügel-Versuchsboot der Werft, das bis zur Erprobungsreife gelangte.

J. J. Sietas (seit 2014 Pella Werft), Hamburg - Neuenfelde 


Hamburger Hafenfähre TONNDORF der HADAG Hafennummer S10240, Baujahr 1960, Baunummer 461

MARIE I im Nord-Ostsee-Kanal unterwegs. Gebaut 1965 auf der Sietas Werft in Hamburg-Neuenfelde als MARIE RÜSCH. Baunummer 557, IMO 6510942.


ALANA, Typ 168, BJ: 2004,  IMO 9297589 und RIJA, Typ 151, BJ: 1998, IMO 9165308 zwei typische Feeder der Werft. Vom Typ 168 wurden 51 Schiffe gebaut.

SOLVEIG K. gebaut 1978/1979 als SCHULAU, Baunummer 862, IMO 7723687, 2014 in Dänemark abgebrochen

Feeder LAURA gebaut 1996 auf der Sietas Werft in Hamburg Neuenfelde, Werfttyp 158 für finnische Rechnung, Baunummer 1117. IMO 9126223

Johann Hinrich von Somm

Steinwerder Industrie AG (Blohm & Voss)

Stülcken Werft

Vereinigte Elbe- und Norderwerft

Vulcanwerft, Hamburg

J. H. N. Wichhorst

G. Wolkau

Oberelbe und Nebenflüsse

J.G. Hitzler Werft, Lauenburg

BUGSIER 15, BJ:1992,BN:799, IMO 9021112 einer von zwei für die Bugsier- und Bergungsreederei in Hamburg gebauten Schlepper

Schiffswerft F. Lemm / Norddeutsche Unionwerft

VEB Maschinen- und Schiffbau Boizenburg / VEB Elbewerft, Boizenburg 

Küstenmotorschiff MIROW, BJ: 1972, BN: 293, IMO 7129726. 1993 zum Viehtransporter umgebaut. Folgenamen: -91 MIRO, - 93 SAAD N, -94 ALBARKA 2, -05 JARALLAH

Kurzbiographie

·        1945 wird die bestehende Boizenburger Werft durch die sowjetische Militäradministration übernommen.

·        1947 Übergabe der Werft an das Land Mecklenburg.

·        1948 Überführung in einen Volkseigenen Betrieb (VEB).

·        1950 beginnend 6 x Fischereifahrzeug Typ Logger.

·        1956 beginnend 9x Küstenmotorschiff Typ 500 – Endausrüstung in der Volkswerft Stralsund.

·        1958 beginnend 30x Fischereifahrzeug Typ 26,5m Kutter.

·        1959 Eingliederung in die Vereinigung Volkseigener Betriebe (VVB).

·        1960 beginnend 54x Gütermotorschiffe Typ Boizenburg für Binnenwasserstraßen.

·        1961 beginnend 27x Gütermotorschiffe Typ Leningrad für die UdSSR.

·        1964 beginnend Fischereifahrzeug Typ Frosttrawler.

·        1969 beginnend 5x Küstenmotorschiff Typ Boizenburg.

·        1970 Zusammenlegung mit der Roßlauer Schiffswerft zur Elbewerft Boizenburg / Roßlau.

·        1970 beginnend 11x Küstenmotorschiff Typ Standard-Kümo.

·        1970 beginnend 20x Küstenmotorschiff Europa für norwegische Reeder (5 Schiffe wurden im Betriebsteil Roßlau gebaut).

·        1971 beginnend 5 x Küstenmotorschiff Container-Kümo.

·        1971 Ölhavarie Bekämpfungsschiff SALAMANDER.

·        1974 beginnend 42x Binnenfahrgastschiffe Projekt 301/302 für die UdSSR.

·        1978 zwei Fahrgastschiffe Typ Binnenfahrgastschiff (BiFa) III.

·        1979 Eingliederung in das Kombinat Schiffbau Rostock (KSR). 

Küstenmotorschiff NIENHAGEN der Deutschen Seereederei auf dem Nord-Ostsee-Kanal gebaut beim VEB Maschinen Und Schiffsbau / Elbewerft Boizenburg, Baujahr 1971, Baunummer 300, IMO 7052442. 1999 in Spanien abgebrochen. 

Schiffswerft Boizenburg / Petram Gruppe

Kurzbiographie

·        1990 mit der Wiedervereinigung wird die Elbewerft in die Deutsche Maschinen und Schiffbau AG überführt.

·        1992 beginnend werden Fischereifahrzeuge für die Okshofsk Fishing Corporation gebaut.

·        1992 wird noch ein Fahrgastschiff an die Gemeinschaft russischer Staaten abgeliefert.

·        1993 wird die Werft im Rahmen der Privatisierung an die Petram Gruppe, die bereits in Bremerhaven im Werftgeschäft tätig ist, zu einem symbolischen Preis verkauft und mit einem dreistelligen Millionenbetrag gefördert.

·        1995 werden noch 4 Feederschiffe vom Typ EWB 340 (340 TEU können gestaut werden) abgeliefert.

·        1997 meldet die Werft Insolvenz an. Die Insolvenz war Gegenstand eines Untersuchungsausschusses des Deutschen Bundestages zur Feststellung, ob die staatliche Förderung zweckentfremdet wurde. Dies konnte nicht festgestellt werden.

·        1997 wird das letzte Schiff der Werft bei Sietas in Hamburg fertiggestellt und kommt unter dem Namen GERD SIBUM in Fahrt.

·        2017 die Stadt Boizenburg richtet zur Erinnerung an die mehr als 200-jährige Geschichte der Werft einen Freiluftpfad am Fährweg mit mehreren Schautafeln ein. 

VEB Tangermünder Schiffswerft  
Schiffbau- und Entwicklungsgesellschaft Tangermünde (SET) / Rönner Gruppe   
Lösche / Barthel Schiffswerft, Derben    
Schiffswerft Bolle    
Staatswerft Rothensee    
VEB Schiffswerft "Edgar André"    
Schiffswerft H. Schütz    
Gebrüder Sachsenberg    
VEB Rosslauer Schiffswerft    
Rosslauer Schiffswerft / Rönner Gruppe   
Sächsisch-Böhmische Schiffswerft, Blasewitz    
Laubegast Schiffswerft/Schiffs- und Yachtwerft Dresden GmbH (SYWD)    
VEB Yachtwerft Berlin/Yachtwerft Berlin   
Deutsche Industriewerke GmbH, Berlin    
Klahn Werft, Berlin    
Schiffswerft Berlin    
K. Siebert Bagger- und Schiffsbauwerft    

Schiffswerft Plaue/ Werft Brandenburg Plaue, Havel

Weser

Unterweser und Nebenflüsse 

Abeking & Rasmussen, Lemwerder

Schiffbauhallen Abeking & Rasmussen  an der Weser von der Wasserseite

Hinrich Bosse

Heinrich Brand KG / Neue Brand Werft / HB Hunte Engineering, Oldenburg 

 LOGO HB HUNTE Engineering

Kurzbiographie:

  • 1914 Heinrich Brand übernimmt in 3. Generation einen Schiffbauplatz in Oldenburg an der Hunte.
  • 1914 beginnt er mit der Zählung seiner Neubauten mit der Nummer 23
  • 1917 zieht die Werft auf ein neues Gelände an der Hunte um. Die Werft baut bis eiserne Segelschiffe unterschiedlicher Größe, meist schon mit Hilfsmotor
  • 1924 beginnend werden nur noch motorbetriebene Schiffe vom Stapel gelassen. Sie führen allerdings auch noch Segel.
  • 1937 folgt das erste Küstenmotorschiff LUCIE ECKMANN; das nach dem II. Weltkrieg noch unter französischer (QUIC-EN-GROIGNE) und norwegischer ( SAETRE, BJAANES, MANNES) Flagge unterwegs ist.
  • 1947 Wiederaufnahme des Werftbetriebes, Standbein sind die Küstenmotorschiffe.
  • 1959 Gründung einer Reparaturwerft in Bardenfleth1960.
  • 1960 KARIN THOLSTRUP, IMO 5182310 erster Flüssiggastanker der Werft.
  • 1963 Bau von Kranbargen.
  • 1964 erster Produktentanker der Werft.
  • 1967 wird der Reeder Helmut Meyer aus Brake Großkunde der Werft für die Abnahme von Küstenmotorschiffen.
  • 1971 beginnend Bau von vier Flüssiggastankern für Bernhard Schulte.
  • 1982 Bau einer Werfthalle für die Vorfertigung von Sektionen.
  • 1988 Aufgabe des Reparaturbetriebes in Bardenfleth.
  • 1995 Insolvenz nach Verurteilung zu 3 Millionen DM Schadensersatz im Zusammenhang mit dem Schraubenverlust des Flüssiggastankers TEVIOT, IMO 8803381.
  • 1995 Gründung der Auffanggesellschaft Neue Brand Werft.
  • 1997 Nach verlustreicher Neubauablieferung erneute und nunmehr endgültige Einstellung des Schiffbaus.
  • 1997 Gründung des Ingenieurbüros Hartwig Brand
  • 1998 Gründung des HB Hunte Engineering GmbH für Konstruktions- und Umbauplanung von Schiffen einschließlich Kalkulation und Baubegleitung auf dem Werftgelände
  • 2004 beginnend Planung von insgesamt 10 Flüssiggastankern, die auf rumänischen und türkischen Werften gebaut werden.
  • 2008 beginnend Planung und Baubegleitung von 4 Dockschiffen mit RORO Kapazität, die auf der Lloyd Werft in Bremerhaven verwirklicht werden.
  • 2010 Planung des Segelschiffes ALEXANDER VON HUMBOLDT II, das bei der Brenn- und Verformtechnik, Bremen verwirklicht wird.
  • 2017 Konstruktionsplanung eines Liquid Natural Gas Tankers gemeinsam mit der Neptun Werft, Rostock.
  • 2019 Planung der Umrüstung von 6 Hurtigruten Schiffen auf Gasantrieb.

ELIZA HEEREN, BJ: 1981, BN: 206, IMO: 7924322

Brenn- und Verformtechnik 

Buckau-Walther AG

Burmester Werft

Elsflether Werft

Fassmer Werft, Berne

 Seenotrettungsboot STRALSUND, 1994 mit Baunummer 1270 gebaut.


Seenotrettungsboot OTTO BEHR, 1993 auf der Fassmer Werft gebaut, Baunummer 1263, Rufzeichen DH3774, zunächst Station Wilhelmshaven, seit 2019 Station Zinnowitz


Frerichs & Co

Gutehoffnungshütte Sterkrade GmbH, Werk Blexen

Havighorst Werft

Rolandwerft

Hegemann & Rolandwerft

Autotransporter FEEDERBALTIC für 850 PKW. 1999 auf der Hegemann Rolandwerft, Baunummer 186 fertiggestellt. IMO 9195133. 2004 an “K” Line European Sea Highway Services (KESS) und umbenannt in EMS HIGHWAY


Kirchhammel Werft

C. Lühring, Kirchhammelwarden/Brake

Die Brigantine EYE OFT HE WIND wurde 1911 auf der Werft von C. Lühring in Brake mit der Baunummer 115 als Gaffelschoner FRIEDRICH gebaut. 1926 wurde sie erstmalig motorisiert, heute wird sie von einem 600 PS Dieselmotor angetrieben. Sie ist in Großbritannien beheimatet. IMO 5299864

Kurzbiographie:

·     1870 übernimmt Conrad Lühring den Schiffbauplatz von H. Eylers in Kirchhammelwarden, heute Stadtteil von Brake. Bau von hölzernen Segelschiffen.

·     1900 beginnt der Eisenschiffbau auf der Werft eingeführt. Die zweite Familiengeneration arbeitet im Betrieb mit.

·     1907 beginnt der Bau von Dampfloggern für die Braker Heringsfischerei.

·     1911 beginnt der Bau von Motorloggern. Daneben werden Schoner und Motorschoner gebaut. Aus den Motorschonern entwickelt sich später das Küstenmotorschiff.

·     1920 wird die Bremer-Vegesacker Heringsfischerei neuer Kunde der Werft und nimmt eine Vielzahl von Motorloggern ab. 

  • 1939 werden fast alle von der Werft gebauten Motorschoner, Küstenmotorschiffe und Logger im II. Weltkrieg als Hafenschutz- und Vorpostenboote sowie als Leichte Artillerie Träger eingesetzt (LAT)

·     1950 wird der Bau von Küstenmotorschiffen wieder aufgenommen.

·     1951 beginnend wird eine Serie von Küstenmotorschiffen an skandinavische Besteller geliefert.

·     1954 wird auf vierstellige Baunummern umgestellt. Die ersten beiden Ziffern geben das Auftragsjahr, die letzten beiden Ziffern das laufende Projekt im Jahr an.

·     1960 wird ein Flugzeugtransportschiff WESERFLUG 1 für die Weserflug AG – später Vereinigte Flugzeug Werke (VFW).

·     1964 werden zwei Flussfähren für Pakistan gebaut.

·     1968 wird das erste Tankschiff der Werft abgeliefert, dem in den nächsten Jahren weitere folgen.

·     1982 wird ein unbemanntes Feuerschiff FS 1 für das Wasser- und Schifffahrtsamt in Wilhelmshaven gebaut.

·     1985 wird das Ölunfallbekämpfungsschiff BOTTSAND an die Bundesmarine (heute Deutsche Marine) abgeliefert. Der Rumpf des Schiffes kann aufgeklappte werden, um Ölteppiche einzugrenzen und abzusaugen.

·     1988 wird als letztes Schiff der Werft das Ölunfallbekämpfungsschiff EVERSAND abgeliefert.

·     2021 produziert Petram Wasserbau auf dem Gelände der Werft. 


Ölunfallbekämpfungsschiff BOTTSAND der Deutschen Marine, 1985 mit Baunummer 8303 abgeliefert. Deutlich sichtbar die Heckgestaltung mit Scharnier zum Aufklappen der Rumpfhälften beim Einsatz zum Einsammeln von Ölteppichen.

Lunewerft G. Kuhr

Lürssen Werft, Lemwerder

Die Lürssen Gruppe heute. 1979 wurde außerdem die Burmester Werft in Bremen Burg übernommen und der Werftstandort anschließend geschlossen. Diese Übernahme fehlt in der obigen Grafik.


Korvette BRAUNSCHWEIG der Deutschen Marine, NATO Kennung F 260, Rufzeichen DRBA, Typschiff der Korvette Klasse 130. Am Bau beteiligt waren Lürssen, Nordseewerke Emden und Blohm & Voss, zusammengeschlossen in der ARGE 130. Seit April 2008 ist die Korvette beim 1. Korvettengeschwader in Warnemünde stationiert. Während ihrer Dienstzeit mussten mehrere grundlegende Nachbesserungen an den technischen Anlagen durchgeführt werden.

D. Oltmanns Wwe

C. Pape

Gebrüder Schürenstedt 

Friedrich  Schweers 

Seenotrettungskreuzer WILHELM KAISEN auf der Station Saßnitz, gebaut 1978 mit Baunummer 6430, 2012 bei Tamsen Maritim in Rostock zum Offshore Sicherungsboot SHERRIE ANNE umgebaut. 2017 abgebrochen.

G. H. Thyen, Brake

Kurzbiographie

• 1876 Mit der Übernahme des in Brake an der Weser für die Reichsflotte gebauten Trockendocks entsteht die G. H. Thyen Werft als Dock und Reparaturbetrieb.

• 1892 Erster Schiffsneubau der Werft: Schonerbrigg FALKE.

• 1898 Beginn des Baus von Loggern für verschiedene im Heringsfang tätige Fischereigesellschaften, z.B. Bremen-Vegesacker Heringsfischerei.

• 1901 Beginn des Baus von insgesamt drei Feuerschiffen. Das als Feuerschiff AUSSENEIDER erbaute Schiff liegt heute als Museumsschiff unter dem Namen FEHMARNBELT in Lübeck.

• 1916 nach dem Stapellauf von zwei Motorloggern Übernahme der Werft durch die Frerichswerft, Einswarden (heute Stadtteil von Nordenham).

Friedrich Wilhelm Wencke

Weserwerft

 

Bremer und Bremerhavener Werften 



Adler Werft, Bremen

Kurzbiographie:

• 1896 wird die Reederei Argo gegründet, die Muttergesellschaft der später gegründeten Werft.
• 1922 wird die Reederei von der Roland Linie übernommen, die ein Jahr später im Norddeutschen Lloyd aufgeht.
• 1934 wird die Reederei ausgegründet und firmiert jetzt als Argo Reederei Richard Adler & Co. Die Adler Werft wird als eigene Reparaturwerft gegründet
• 1946 wird die Werft nach Beschädigungen im II. Weltkrieg wieder aufgebaut.
• 1948 zieht die Werft auf die Stephaniekirchenweide in Bremen um.
• 1952 beginnt der Neubau von Frachtschiffen für die Fahrtgebiete der Muttergesellschaft nach Skandinavien und ins Mittelmeer.
• 1961 sind insgesamt 25 Neubauten fertiggestellt, darunter 19 für die Muttergesellschaft Argo.
• 1962 führt der der Bau von zwei Fährschiffen für dänische Rechnung zu erheblichen Verlusten. Der Schiffsneubau wird eingestellt.
• 1963 werden zwei begonnene Frachtschiffe für die Argo Reederei auf der Seebeckwerft in Bremerhaven vollendet.
• 1963 wird das Gelände durch die AG Weser gepachtet und als Reparaturbetrieb Süd weitergeführt.
• 1973 wird die Werft an den Betriebsleiter verkauft. Es werden weiterhin Reparaturen durchgeführt und Schiffssktionen für andere Werften hergestellt.
• 1977 wird Insolvenz angemeldet und der Betrieb eingestellt.

Norddeutsche Maschinen & Armaturenfabrik / Atlas Werke, Bremen

Kurzbiographie:

• 1900 Ankauf des Geländes das AG Weser auf der Stephanikirchenweide durch den Norddeutschen Lloyd.
• 1901 Gründung der Norddeutschen Maschinen- und Armaturenfabrik durch den Norddeutschen Lloyd für Bau und Reparaturen von Maschinen für den Schiffsbetrieb.
• 1905 vollständige Übernahme des Geländes der AG Weser durch die Norddeutsche Maschinen- und Armaturenfabrik. Beginn des Schiffbaus neben dem Maschinenbau.
• 1911 Umbenennung in Atlas Werke.
• 1915 Beginn des Baus von Minensuchbooten für die Kaiserliche Marine.
• 1922 beginnend werden mehrere Frachtdampfer für die Argo Reederei und die Dampfschiffahrtsgesellschaft „Neptun“ gebaut.
• 1938 Bau von Schleppern für die Kriegsmarine.
• 1940 Beginn des Baus von Minensuchbooten für die Kriegsmarine.
• 1955 wird die Stinnes Reederei Kunde und erhält über die Jahre mehrere mittelgroße Mehrzweckfrachter.
• 1957 werden zwei Stückgutfrachter für Nicaragua gebaut.
• 1958 beginnend werden die drei größten Schiffe der Werft mit über 5000 BRT gebaut (2 x Norddeutscher Lloyd, 1 x Hamburg-Amerika Linie).
• 1960 Bau von zwei U-Booten Klasse 202 für die Marine der Bundesrepublik Deutschland.
• 1965 Bau einer Serie von Schleppern für Israel.
• 1965 Abspaltung der Betriebsteile Maschinenbau und Elektronik. Übernahme durch Krupp und Verschmelzung mit der Maschinenbau Kiel.
• 1969 Einstellung des Neubaus von Schiffen. Insgesamt wurden mehr als 440 Neubauten abgeliefert.


Johann Lange

H. F. Ulrichs

Bremer Vulkan 

Max Sieghold, Bremerhaven

Kurzbiographie:

• 1924 gründet Max Sieghold einen Schlossereibetrieb.
• 1926 verlegt der Reparatur- und Maschinenbaubetrieb in den Fischeeihafen.
• 1937 wird ein Schwimmdock erworben und an der Ostseite des Fischereihafens II angelegt. Damit kann der Bereich Schiffsreparaturen insbesondere von aus dem Nordmeer zurückkehrenden durch Wind und Wetter mitgenommenen Fischdampfern intensiviert werden.
• 1939 im zweiten Weltkrieg werden Vorpostenboote ausgerüstet.
• 1950 wird der Schiffneubau durch die Alliierten freigegeben. Der erste Schiffsneubau der Werft ist das Küstenmotorschiff CORNELIA SIEGHOLD. Damit ist sie die kleinste Seeschiffwerft Bremerhavens.
• 1964 Beginn der Reparatur und des Umbaus von Bohrinseln, die in der Nordsee eingesetzt werden.
• 1967 beginnend werden Küstentanker gebaut.
• 1972 beginnend werden für die Hamburger Schleppreedereien Bugsier und Fairplay eine größere Serie von Schleppern gebaut.
• 1974 wird das Fischereiforschungsschiff SOLEA abgeliefert.
• 1987 bleibt die Werft auf offenen Rechnungen für die Bohrinselumrüstungen sitzen.
• 1988 muss die Werft daher an den Bremer Vulkan verkauft werden, der den Betrieb umgehend schließt. Die Schwimmdocks werden verkauft.
• 1990 die Firma Heise siedelt sich auf dem Gelände an und bietet weiterhin Reparaturen an.
• 2018 muss Insolvenz angemeldet werden. Das Bremer Familienunternehmen Rudolph Schulz übernimmt den Betrieb, der jetzt als RS Heise firmiert. Es werden weiterhin Schiffsreparaturen angeboten
• 2021 wird die Kaimauer neben RS Heise durch die Stadt Bremen saniert. Dort will sich dann der Luxusyachtbauer Dörries mit eigens errichteten Schiffbauhallen niederlassen.

CHEMIKALIEN- UND PRODUKTENTANKER HORNISSE DER REEDEREI BÜTTNER, BJ: 1967, BN: 142, IMO 6729933, letzter Name ZRMANJA

AG "Weser"

Seebeckwerft, Bremerhaven

BOLESLAW PRUS gebaut 1973, Baunummer 971, IMO 7333808 für die Polish Chinese Joint Stock Shipping Corporation. 2011 abgebrochen.

Ferdinand Schichau Werft, Bremerhaven 

Kurzbiographie:

• 1945 von der Elbinger Schichau Werft wird ein Schwimmdock zu den Lübecker Flender Werken überführt. Nach Kriegsende wird das Schwimmdock durch die Alliierten beschlagnahmt.https://homepagedesigner.telekom.de/.cm4all/uproc.php/0/.bugsier_16-C314-71.jpg/picture-400?_=18268d93d2b
• 1945 im März flieht der Generaldirektor der Schichau Werke Noe mit einem in der Werft liegenden Torpedoboot nach Bremerhaven. Dorthin werden weitere unfertige Schiffe geschleppt
• 1945 nach Kriegsende entsteht am neuen Hafen unter dem Namen Schichau ein Reparatur- und Stahlbaubetrieb für Landmaschinen, Lokomotiven und Straßenbahnen auf dem Gelände von WQ. Schuchmann.
• 1950 nach Freigabe des Schiffneubaus durch die Alliierten werden erste Schiffe gebaut, die mit einem Schwimmkran ins Wasser gesetzt werden müssen, da auf dem Betriebsgelände eine Ablaufhelling fehlt. Mit den Baunummern wird an die Elbinger Zeit angeknüpft. Die Werft entwickelt sich zum Spezialisten für den Schlepperbau.
• 1951 wird eine Querhelling errichtet.
• 1952 beginnt die Ablieferung von Schlepperneubauten an die Hamburger Bugsier- und Bergungsreederei. Für diese Reederei werden in den kommenden Jahren über 20 Schlepper gebaut.
• 1953 erhält die Werft ihr Schwimmdock zurück, dass im Kaiserhafen einen Liegeplatz erhält.
• 1956 wird die Schlepperreederei Lütgens & Reimers aus Hamburg Kunde und erhält eine Serie von Motorschleppern.
• 1962 beginnend werden für die Bundesmarine vier große Hafenschlepper der Klasse 724 gebaut.
• 1963 werden für die Unterweser Reederei AG (URAG) und den Norddeutschen Lloyd Schlepper gebaut
• 1967 beginnend werden für die Bundesmarine sechs Seeschlepper der Klasse 722 gebaut.
• 1969 werden die stärksten von der Werft gebauten Hochseeschlepper OCEANIC und ARCTIC an die Bugsier- und Bergungsreederei in Hamburg abgeliefert. Die ARCTIC wird 1993 zur Luxusyacht ARCTIC P umgebaut und ist noch in Fahrt
• 1971 werden weitere zwei große Hafenschlepper der Klasse 724 an die Bundesmarine geliefert.
• 1972 sieht sich die Werft gezwungen mit der Schiffbaugesellschaft Unterweser AG zur Schichau-Unterweser AG (SUAG) zu fusionieren, um gemeinsam unter Nutzung von Synergieeffekten durch die weltweite Schiffbaukrise zu kommen. Weitere Angaben siehe unter

BUGSIER 16 gebaut 1958 mit Baunummer 1689, IMO 6611605 im Schubeinsatz im Nord-Ostsee-Kanal

Delphin Werft Riedemann & Co

Schiffbaugesellschaft Unterweser AG 

Schichau-Unterweser AG (SUAG), Bremerhaven

Schichau-Seebeckwerft (SSW) - SSW Fähr- und Spezialschiffbau, Bremerhaven

Fährschiff PETER PAN (IMO 9217242), gebaut 2001 auf der Schichau-Seebeck-Werft, Bremerhaven

Kurzbiographie:

• 1988 Fusion Seebeck Werft mit der Schichau-Unterweser Schifffahrtsgesellschaft (SUAG) zur Schichau-Seebeckwerft. Ist Bestandteil des Bremer Werftverbundes unter Führung des Bremer Vulkans.
• 1988 Bau von zwei Fährschiffen für die Travemünde-Trelleborg (TT) Linie.
• 1989 Schrittweise Aufgabe des Werftengeländes der SUAG.
• 1991 beginnend Bau von vier Fährschiffen für Peninsular and Oriental (P&O) /European Ferries and Cruises, London (GBR).
• 1993 wird die Niederelbe Schifffahrtsgesellschaft als Reedereibeteiligung des Bremer Vulkans Kunde der Werft.
• 1996 wird das Eisenbahnfährschiff MECKLENBURG-VORPOMMERN für die Deutsche Fährschiffs Gesellschaft (DFO), Puttgarden gebaut
• 1996 geht der Bremer Vulkans in Konkurs. Auch Schichau-Seebeck geht in die Insolvenz.
• 1998 Neugründung als SSW Fähr- und Spezialschiffbau.
• 1998 wird bisherige Dockbetrieb abgetrennt und firmiert jetzt als BREDO Docks.
• 2001 beginnend Bau der Fährschiffe NILS HOLGERSSON und PETER PAN mit elektrischem Pod Antrieb für die TT-Linie.
• 2002 erneute Insolvenz.
• 2002 beginnend werden drei Containerschiffe für Erck Rickmers gebaut.
• 2003 Neugründung als SSW Schichau Seebeck Shipyard.
• 2007 Entwicklung eines Containerschiffes (Feeder) für 1000 TEU. Das Typschiff wird für die Sibum Reederei gebaut.
• 2008 Übernahme durch eine neue Investorengruppe (Petram Gruppe), die die Fortführung der Werft in bisheriger Form plant.
• 2009 wird das Flusskreuzfahrtschiff SCENIC RUBY abgeliefert. Im Unterauftrag der SET Schiffbau- und Entwicklungsgesellschaft Tangermünde mbH gebaut.
• 2009 Einstellung des Schiffneubaus.
• 2019 Abbruch des alten Verwaltungsgebäudes der Werft. Entwicklung eines neuen Wohn- und Geschäftsviertels durch Petram Gruppe

Joh. C. Tecklenborg, Geestemünde/Bremerhaven

Viermastbark KRUSENSHTERN (IMO 6822979) gebaut 1926 als PADUA (Baunummer 408) für die Reederei Laeisz. Hier geschleppt von NORDSTRAND (Lübecker Maschinenbau Gesellschaft) und LÜTJE HÖRN (Husumer Schiffswerft) der Deutschen Marine

Lloyd Werft, Bremerhaven

• 1857 Gründung als Reparaturbetrieb für die Schiffe des Norddeutschen Lloyds (NDL) in Bremerhaven.

• 1871 Bau des ersten Trockendocks.

• 1897 Fertigstellung des 222 m langen Kaiserdocks I.

• 1903 Bau der zentralen Anlage zur Erzeugung elektrischer Energie.

• 1908 Fertigstellung des 263 m langen Kaiserdocks II.

• 1914 Mit Ausbruch des I. Weltkrieges Umbau des Schnelldampfers KAISER WILHELM DER GROSSE zum Hilfskreuzer. Außerdem Umbau von fünf Fracht- und Passagierdampfern des Norddeutschen Lloyds zu Lazarettschiffen.

• 1920 Vom Norddeutschen Lloyd in eine selbständige Gesellschaft umgewandelt.

• 1921 Beteiligung an einer Abwrackgesellschaft mit führenden deutschen Stahlkonzernen. Die Abwrackarbeiten werden im Kaiserdock I durchgeführt.

• 1923 Fertigstellung des auf der Schichau Werft in Danzig begonnenen Schnelldampfers HINDENBURG. Abgeliefert als COLUMBUS.

• 1931 Verlängerung des Kaiserdocks II auf 335 m, um die neuen Nordatlantikliner EUROPA und BREMEN aufnehmen zu können.

• 1939 Mit Beginn des II. Weltkrieges Umstellung auf Zulieferung von Bauteilen für Kriegsschiffe und Durchführung von Grund- und Maschinenüberholungen der Zerstörer.

• 1945 Bremerhaven wird Nachschubhafen für die amerikanischen Streitkräfte in Deutschland. Notwendige Reparaturen an den alliierten Transportschiffen wurden übernommen.

• 1956 Überholung von ehemaligen Minensuchern der Kriegsmarine vor der Übergabe an die Bundesmarine.

• 1961 Beginn des Baus von vier Schleppern für den Norddeutschen Lloyd.

• 1970 Nach Fusion von HAPAG und NDL Umbenennung in Werftbetrieb HAPAG-Lloyd.

• 1973 Umbenennung in HAPAG-Lloyd Werft.

• 1979 Umbau des Nordatlantikliners FRANCE zum Kreuzfahrtschiff NORWAY. Es folgen weitere Umbauten von Passagierschiffen

• 1984 Eingliederung in den Bremer Werftenverbund unter Führung des Bremer Vulkan und Umbenennung in Lloyd Werft.

• 1986 Umbau des Passagierschiffes QUEEN ELISABETH 2. Umrüstung von Dampfturbinen auf Dieselelektrischen-Antrieb.

• 1996 Konkurs Bremer Vulkan. Lloyd Werft wieder selbstständig.

• 2003 Kreuzfahrtschiff PRIDE OF AMERICA sinkt am Werftpier. Wird gehoben und fertiggestellt, während die sich die Werft in Insolvenzverwaltung befindet.

• 2006 Der italienische Schiffbaukonzern Finncantieri wird Anteilseigner.

• 2008 Beginn der Endausrüstung von vier in Polen (Crist Werft) gefertigten Dockschiffe für Harren & Partner.

• 2010 Die Petram Gruppe übernimmt die Anteile von Fincantieri und weiteren Investoren und wird so Mehrheitsgesellschafter.

• 2014 Ablieferung des Rohrverlegungsschiffes CEONA AMAZON:

• 2015 Durch die Genting Gruppe, Hongkong übernommen. (siehe auch MV-Werften in Stralsund, Rostock und Wismar).

• 2017 Ausrichtung auf den Bau von Megayachten.

• 2021 Megayacht Solaris (IMO 9819820) wird nach sechs Jahren Bauzeit an den russischen Oligarchen Roman Abramowitsch abgeliefert

• 2021 Soll zum Jahresende geschlossen werden. Ein Interessent für die Übernahme und Weiterführung des Betriebs wird noch gesucht. Als Kandidat gilt die Rönner Gruppe, die in Bremerhaven bereits die German Dry Docks und BREDO übernommen hat.

  • 2022 Werftbesitzer Genting meldet Insolvenz an.
  • 2022 Übernahme der Werft durch die Bremer Zech/Rönner Gruppe

Rickmers Werft - Norddeutsche Werft

Motorenwerk Bremerhaven, Bremerhaven

Kurzbiographie:

• 1957 von der Industrieverwaltungsgeschaft (IVG) als Schiffs- und Motorenreparaturbetrieb auf dem Gelände der ehemaligen Zerstörer Kaje in Bremerhaven gegründet.
• 1962 Umbenennung in Motorenwerke Bremerhaven.
• 1968 Gründung eines Zweigbetriebes in Wilhelmshaven.
• 1981 Beginn des Baus von Forschungs- und Fischkuttern
• 1982 wird Bau einer Schiffbauhalle begonnen.
• 1990 Beginn des Baus von mehreren Arbeitsschiffen für die Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes
• 1994 an die Bremerhavener Unternehmerfamilie Petram verkauft
• 2002 wird der Wilhelmshavener Zweigbetrieb selbständig
• 2013 wird die Abteilung Schiffstechnik mit dem Rickmers Lloyd Werftbetrieb zu den German Dry Docks zusammengeschlossen.
• 2016 erfolgt die vollständige Fusion.
• 2017 erfolgt der Zusammenschluss mit dem Bremerhavener Dockbetrieb (BREDO), der einst aus der Seebeck Werft ausgegründet wurde und der Mützelfeldwerft in Cuxhaven.
• 2019 verkauft die Unternehmerfamilie Petram ihre Anteile an den verschiedenen Dockbetrieben an die Bremerhavener Rönner Gruppe.
• 2020 kann die BREDO Gruppe insgesamt sieben Schwimm- und zwei Trockendocks in Bremerhaven und zwei Schwimmdocks in Cuxhaven für Schiffsreparaturen anbieten.

Es gibt zu tun in Bremerhaven

Oberweser

 Arminius Werke, Bodenwerder 

Kurzbiographie

  • Gründung 1902
  • ab 1974 mit einer 10 vor der eigentlichen Baunummer
  • bis 1988 Arminius Werft (zeitweise zur VEBA gehörend)
  • seit 1989 Neugründung als Arminius Werke
  • nach 1990 Beginn der Zusammenarbeit mit einer russischen Werft
  • seit 1993 ausschließlich Bau von Küstenmotorschiffen für eine russische Reederei
  • seit 1998 kein Schiffbau mehr am Standort Bodenwerder (letzte Baunummer 550)- vergleiche auch Cassenswerft, Emden und Hitzler Werft, Lauenburg

Oberweser Werft / Königswerft, Bodenwerder 

Brockmann & Dorowski Werft, Bodenwerder 

Fr. Rasche Werft, Vlotho /Lohnde  

Wilhelm Müller – Hamelner Werft, Hameln 

 

Jade und Ems

Ems

Bültjer Werft 

Kurzbiographie

  • 1899 Stellmachermeister Hinderk Gerjet Bültjer zieht nach Ditzum und betreibt dort das Stellmacherhandwerk. Offene Fischerboote in Holzbauweise werden gebaut. Die Werkstatt liegt noch nicht direkt am Wasser.
  • 1928 Es besteht Bedarf an Fischkuttern. Eine Werft in Wasserlage wird aufgebaut. Noch im gleichen Jahr läuft der erste Fischkutter vom Stapel.
  • 1934 Erste handbetriebene Slipanlage wird gebaut und in Betrieb genommen.
  • 1950 Die Slipanlage erhält einen elektrischem Antrieb.
  • 1958 Der Bau von Kutterjachten wird aufgenommen.
  • 1973 Mit Hinderk Bültjer übernimmt die dritte Generation die Betriebsführung.
  • 1990 Der letzte hölzerne Fischkutter wird gebaut.
  • 1995 Jan und Gerjet übernehmen nach dem Tod des Vaters in 4. Generation die Betriebsführung.
  • 1999 Zum 100. jährigen Bestehen des Familienbetriebes können 247 Neubauten nachgewiesen werden.
  • 2022 Die Werft besteht weiter als Familienbetrieb und ist dem Holzschiffbau treu geblieben. Reparaturen und Restaurierungen von Holzschiffen sind das Hauptgeschäft, aber auch Neubauten von Kuttern und kutterähnlichen Fahrzeugen sind möglich.

STÖRTEBEKER [SU-1] gebaut 1970 als NORDLICHT [ACC-15]

Cassens GmbH Schiffswerft und Maschinenfabrik 

Julius Diedrich

Ferus Smit GmbH

Martin Jansen, Westrhauderfehn und Leer

Kurzbiographie

  • 1926 von den Maschinenbaumeistern Martin Jansen und Karl Kronenberg als Reparatur- und Neubauwerft in Westerrhauderfehn gegründet. Beide Gründer waren vorher bei den Nordseewerken in Emden beschäftigt.
  • 1927 Der erste Neubau eines Küstenmotorschiffes wird abgeliefert.
  • 1931 Karl Kronenberg scheidet aus der Firma aus. Danach blieb die Werft bis zum Ende im Besitz der Familie Jansen.
  • 1950 Die Werft zieht nach Leer auf die Nessespitze um.
  • 1951 Küstenmotorschiffe sind das absolute Standbein der Werft. Dabei werden durch Ausnutzen der Vermessungsregeln bei kleinen Bruttoregistertonnen große Zuladungen ermöglicht.
  • 1953 Der Firmengründer Martin Jansen stirbt. Sein Sohn Kurt übernimmt die Geschäftsführung.
  • 1960 In den ersten zehn Jahren nach Beginn der Bautätigkeit in Leer werden mehr als zwanzig Küstenmotorschiffe abgeliefert.
  • 1966 Eine Serie von Fischkuttern für Korea wird gebaut.
  • 1975 Die Leerer Seeschleuse wird vergrößert. Die Schleusenkammer ist nun 180 m lang. Damit kann die Werft auch größere Schiffe fertigen.
  • 1975 Mit Ingo Jansen tritt die 3. Generation in den Betrieb ein.
  • 1976 Eine neue Querhelling, die den Bau von Schiffen bis zu 150 m Länge erlaubt, wird in Betrieb genommen.
  • 1979 Das erste RoRo Schiff wird abgeliefert.
  • 1984 Der erste Flüssiggastanker wird abgeliefert.
  • 1987 muss die Werft Konkurs anmelden, da ein Folgeauftrag ausbleibt und wegen Unstimmigkeiten in der Buchführung keine weitere Landesbürgschaft vergeben wird.
  • 1988 Das Werftgelände wird in Folge nacheinander oder auch gleichzeitig von anderen Werftbetrieben genutzt: Nessewerft, Leda Yachtbau, Schlömer Werft, Ferus Smit.
  • 2022 Der deutsche Ableger der holländischen Werft Ferus Smit produziert noch immer auf dem Gelände.

Gebrüder Kötter, Haren / Ems

Kurzbiographie:

  • 1919 durch Rudolf Kötter am alten Harener Hafen gegründet
  • 1922 Übernahme des Betriebes durch seine Söhne Hermann und Bernhard
  • 1959 Umzug in den neuen Hafen
  • 1960 Erster stählerner Schiffsneubau: Bunkerboot ESSO HAREN noch unterwegs als Loh-Tank 1
  • 1966 Erstes Küstenmotorschiff, danach hauptsächlich flussgängige Küstenmotorschiffe, ein sehr guter Kunde ist die Reederei Hammann & Prahm
  • 1996 Bau des letzten Küstenmotorschiffes
  • 2007 Doppelhüllen Binnentankmotorschiff TILL DEYMANN
  • seit 2008 noch tätig im Bereich Schiffsreparaturen und -Wartung. Außerdem Ausbau von zugelieferten Binnenschiffs-Kaskos.
  • 2019 Werft besteht noch, einige der gebauten Küstenmotorschiffe sind immer noch auf Nord- und Ostsee unterwegs


Lore Prahm, Kötter, Ems, NOK

LORE PRAHM, IMO 8915902, BJ: 1988, BN: 83 auf dem NOK

Rudolf Thea, Rumpf China, Kötter

RUDOLF-THEA; Rumpf 2009 in China gebaut, auf der Kötter Werft fertiggestellt, ENI 04807550

  

Jos. L. Meyer, Papenburg

Kran der alten Werft am Turmkanal

Kurzbiographie:

  • 1795     Gründung einer Werft am Papenburger Hauptkanal für den Bau von Holzschiffen, speziell Torftransport.
  • 1873     Erster eisener Kahn.
  • 1875     Erster eiserner Seitenraddampfer TRITON für den Norddeutschen Lloyd.
  • 1908     Fahrgastschiff PRINZ HEINRICH für den Borkum Verkehr. Heute als restauriertes Dampfschiff weiter im Einsatz
  • 1911     Beginn der Fertigung von Seezeichen, der bis Mitte der 60ziger Jahre fortgesetzt wurde.
  • 1913     Fahrgastschiff GRAF GÖTZEN für den Tanganjika See, Ostafrika. Gebaut, zerlegt, in Kisten an den Bestimmungsort transportiert und vor Ort zusammengebaut. Noch heute als inzwischen zum Motorschiff umgerüstete LIEMBA unterwegs. Zu sehen auch in dem Hollywood Film „African Queen“ mit Humphrey Bogart und Katherine Hepburn.
  • 1921     Erster größerer Frachtdampfer: DURAZZO für die Hamburg-Amerikanische Packetfahrt Aktiengesellschaft (HAPAG). Erst 1951 werden wieder größere Schiffe gebaut.
  • 1948     Fertigstellung des Feuerschiffes ELBE 1, das bereits vor Beginn des 2. Weltkriegs begonnen wurde.
  • 1960     Aufnahme der Produktion von Tankschiffen für den Flüssiggastransport. Bisher wurden über 50 Stück gebaut.
  • 1963     Aufnahme der Produktion von Fährschiffen (Fahrzeugtransport über See)
  • 1974     Umzug der Werft an den tidefreien Außenhafen direkt an der Ems


  • 1985     Stapellauf Kreuzfahrtschiff HOMERIC, letztes Schiff mit konventionellem Stapellauf von der Querhelling
  • 1987     Einweihung erstes überdachtes Baudock
  • 1990     Verlängerung Baudock.
  • 1992     Dem Antrag auf Bau einer neuen Werft auf Rügen wird nicht stattgegeben.
  • 1997     Übernahme der Neptun Werft in Rostock aus der Konkursmasse des Bremer Vulkan.
  • 2002     Fertigstellung neues Baudock.
  • 2007     Verlängerung neues Baudock.
  • 2008     CELEBRITY SOLSTICE ERSTES Kreuzfahrschiff über 100000 BRZ.
  • 2014     Übernahme der STX Finnland Werft in Turku.
  • 2015     Verlegung der Dachgesellschaft der Meyer Werft nach Luxemburg und Gründung von zwei Familienstiftungen nach deutschem Recht.
  • 2018     Ablieferung des Kreuzfahrtschiffes AIDAnova mit Flüssiggasantrieb.
  • 2020     Ablieferung Kreuzfahrtschiff SPIRIT OF ADVENTURE. Wegen der Corona Pandemie letztes abgeliefertes Schiff in diesem Jahr. 
  • 2021 Neubauauftrag der japanischen Reederei Nippon Yusen Kaisha (NYK) für ein Kreuzfahrtschiff zur Ablieferung in 2025.
  • 2021 Kiellegung für das Kreuzfahrtschiff DISNEY WISH der Disney Cruise Lines.
  • 2021 September Bekanntgabe des Einstiegs in den Bau von Megayachten.
  • 2021 Oktober Ablieferung der AIDAcosma.

August 2020 SPIRIT OF ADVENTURE (IMO 9818084) fertiggestellt 

Aidamar, Stockholm, Meyer Werft

AIDAmar, BN: 690, BJ: 2012, IMO 9490052 in Stockholm

Nessewerft, Leer

Kurzbiographie:

• 2006 durch Reederei Briese, Leer auf dem Gelände der ehemaligen Martin Jansen Werft gegründet.

• 2009 nach Baunummer 3 insolvent.

• 2013 im Handelsregister gelöscht.

Nordseewerke AG, Emden


Portalkran der Nordseewerke Emden, Überbleibsel aus großer Zeit

Kurzbiographie

  • 1903      Gründung der Nordseewerke in Emden auf Betreiben des damaligen Oberbürgermeisters in Zusammenarbeit mit Unternehmern des Ruhrgebiets, die seit 1899 durch den Dortmund-Ems-Kanal an den Hafen angebunden waren
  • 1908     vorübergehende Schließung
  • 1911     Einstieg von Hugo Stinnes über die Deutsch-Luxemburgische Hütten AG
  • 1914     größter Industriebetrieb der Stadt
  • 1926     Namensänderung: Vereinigte Stahlwerke Abt. Nordseewerke Emden
  • 1934     Erholung nach der Weltwirtschaftskrise, während der die Produktion zum Erliegen kam.
  • 1941     Einbindung in den U-Bootsbau: es wurden insgesamt 30 Boote des Typs VII C abgeliefert
  • 1945     Werft wurde nicht demontiert, daher Reparaturen und Umbauten direkt nach der Kapitulation möglich
  • 1949     Erster Schiffsneubau: Fischdampfer NIEDERSACHSEN für die Deutsche Hochseefischerei Nordsee, 1962 abgebrochen
  • 1954     neues 218 m langes und 32 m breites Trockendock eingeweiht
  • 1957     durch den Rheinstahl-Konzern übernommen: Rheinstahl Nordseewerke
  • 1976     Fusion von Rheinstahl und Thyssen: Thyssen Nordseewerke
  • 2008     Thyssen Krupp Marine Systems (TKMS) Blohm + Voss Nordseewerke nach Zusammenschluss der beiden zum Konzern gehörenden Werften
  • 2010     Übernahme durch Schaaf Industrie AG (SIAG). Nur noch Bau von Wingkraftanlagen, 
  • 2010      Emder Werft- und Dockbetriebe abgespalten: Schiffsreparatur und -umbau, Klassenarbeiten
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  • 2015     Nach Insolvenz als Nordsee Emden Shipyard GmbH neu aufgestellt 
  • 2018     Übernahme durch den norwegischen Fosen Konzern
  • 2020     Hochseelachsfarmen im Unterauftrag der norwegischen Fosen Werft im Bau 
  • 2021     Die Werft erhält einen Neubauauftrag für sechs Minibulker.
Schwimmdocks der Emder Werft- und Dockbetriebe im August 2020


Gebrüder Schlömer, Oldersum / Leer

Kurzbiographie:

• 1883 in Oldersum (heute zur Gemeinde Mormerland gehörend) für die Durchführung von Schiffsreparaturen und Bau kleiner Holzboote und -schiffe gegründet.https://homepagedesigner.telekom.de/.cm4all/uproc.php/0/.Uth%C3%B6rn_8100698.JPG/picture-400?_=183042647a1
• 1913 wird der Eisen- und Stahlschiffbau begonnen.
• 1952 wird der Bau von Fischkuttern bis weit in die sechziger Jahre ein Standbein der Werft.
• 1954 wird eine neue Helling auf dem Gelände der ehemaligen Burg Oldersum fertiggestellt.
• 1967 Bau der Lotsenversetzboote KAPITÄN JÜHRS und KAPITÄN STOEHWAHSE, stationiert in Brunsbüttel.
• 1969 werden fünf Fisch- / Krabbenkutter für die Bahamas gebaut.
• 1971 wird ein Fahrgastschiff für die Inselschifffahrt Langeoog gebaut.
• 1974 wird die Zufahrt zum Werfthafen durch das Land Niedersachsen.
vergrößert, entsprechend steigen die Größen der gebauten Schiffe.
1974 beginnend werden für die Reederei Wessels in Haren/Ems mehrere flußgängige Küstenmotorschiffe gebaut.
1978 wird das Fahrgastschiff JAN CUX II gebaut.
1981 erhält die Baufirma Berger drei Schlepper.
1982 wird der Forschungskutter UTHÖRN für das Alfred-Wegener-Institut abgeliefert.
1983 beginnend werden für Tunesien vier moderne Fischkutter gebaut
• 1989 Insolvenz.
• 1992 Neugründung durch die niederländische DAMEN Werftgruppe, die weltweit Werften betreibt und damit auch eine deutsche Tochter.
• 1994 wird der Fischkutter NORDERGRÜNDE abgeliefert, dessen Rumpf aus Großbritannien zugeliefert wurde.
• 1996 Umzug auf das Gelände der vormaligen Martin Jansen Werft in Leer.
• 2002 wird der Betrieb wegen fehlender Aufträge eingestellt.
• 2004 erfolgt die Löschung aus dem Handelsregister. Das Gelände wird heute von einem Tochterbetrieb der Ferus Smit Werft aus Westerbroek (Niederlande) genutzt. Es werden weiterhin Schiffe gebaut.

Forschungskutter UTHÖRN 1982 mit Baunummer 280 für das Alfred Wegener Institut in Bremerhaven gebaut. IMO 8100648.

Schulte & Bruns, Emden

Kurzbiographie

 

Logo
  • 1917     Gründung der Werft als Tochtergesellschaft der gleichnamigen Reederei
  • 1920     Nach Schiffsreparaturen erster Schiffsneubau
  • 1936     100. Schiffsneubau
  • 1958     200. Schiffsneubau
  • 1968     Erweiterung des Werftgeländes, Neubau einer Helling
  • 1975     Ablieferung Größtes Schiff der Werft MOBIL JADE
  • 1977     November Konkurs
  • 1978     Landesbürgschaft für den Fertigbau der LÜHE
  • 1978     Verkauf eines Teils des Werftgeländes an Cassens 

Hermann Sürken, Papenburg 

Kurzbiographie

  • 1946 von Hermann Sürken gegründet und in den Neubau kleinerer Hafen- und Küstenschiffe sowie von Binnenschiffen eingestiegen. Besonders erfolgreich in der Fertigung von flußgängigen Seeschiffen.
  • 1983 von der Weserhütte den Bau von Baggern übernommen
  • 1992 Konkurs angemeldet, Baggerbau noch für zwei Jahre fortgeführt

Siemer Jachtservice, Barßel-Reekenfeld

Lübbe Voss Werft, Ihlow

Kurzbiographie

ca.1850 von niederländischem Schiffbaumeister in Ihlowfehn gegründet, vom Sohn Lübbe Voss fortgeführt

1896 Enkel Albert übernimmt noch minderjährig mit Ausnahmegenehmigung den Werftbetrieb

1901 der erste Torfkahn wird abgeliefert

1936 Urenkel Lübbe Voss übernimmt den Werftbetrieb

1939 Werftbetrieb wird bei Kriegsbeginn geschlossen, Lübbe Voss arbeitet bei Abeking und Rasmussen

1948 Werft siedelt nach Westerende-Kirchloog (heute Ortsteil von Ihlow) an den Ems-Jade-Kanal um. Erstes Binnenschiff vom Typ Oskar-Teubert wird abgeliefert

1967 erster Krabbenkutter wird abgeliefert, über 100 folgen

2005 Werft wird von Dirk und Lars Heyen übernommen. Schiffsneubau wird eingestellt

RUBIN, Baujahr 1991, BN: 143, MMSI 211 61 9000

ARGUS (SU-10) gebaut als EMSSTROM (GRE-7) Baunummer 81

Werftunion GmbH & Co, Niederlassung Emden

 

Jade

Kaiserliche Werft Wilhelmshaven

Reichs-/Kriegsmarinewerft Wilhelmshaven

Wilhelmshavener Werft

Jadewerft/Neue Jadewerft/Lürssen Gruppe, Wilhelmshaven 

Cap Arkona eingesetzt als Ausflugsschiff auf der Ostsee mit Heimathafen Sassnitz. 1979 auf der Jadewerft in Wilhelmshaven mit Baunummer 146 gefertigt. IMO 7802108, Rufzeichen DJFQ

MWB Motorenwerke Wilhelmshaven 

Kurzbiographie:

1968 als Zweigstelle der Motorenwerke Bremerhaven (MWB) am Südstrand gegründet

1991 Umzug auf das Gelände der ehemaligen Wilhelmshavener Yachtwerft

2002 Nunmehr selbstständig unter dem Namen MWB Motorenwerk Wilhelmshaven

2018 besteht noch. Webseite der Werft http://www.mwb-wilhelmshaven.de/

Brandgans, WSA Brunsbüttel, ENI 05039580

BRANDGANS, Arbeitsboot des WSA Brunsbüttel, BJ: 2000, ENI: 05039580

 Lotsenversetzboot NÜBBEL, Baunummer 8, Baujahr 2006


Rhein (mit Nebenflüssen) und Donau

Rhein

Schless Werft, Wesel

Rheinwerft Walsum (GHH Sterkrade)

Meidericher Schiffswerft, Duisburg 

 Kurzbiographie

• 1898 Gründung der Meidericher Schiffswerft auf Initiative des Bankiers Alwin Hilger durch Übernahme und Fortführung der Schiffswerft Thomas & Co im Duisburger Kaiserhafen
• 1904 Vollendung des Umzugs an das neu gebaute Hafenbecken A des Duisburger Hafens.
• 1905 Schwerpunkt ist der Bau von Binnenschiffen.
• 1934 Bau von Küstenmotorschiffen für verschiedene Eigner.
• 1967 Mit Hans Jürgen Walzer tritt ein Enkel des Firmengründers und damit die dritte Generation in den Werftbetrieb ein.
• 1975 Bau von Großpontons für Hapag-Lloyd.
• 1991 Bau von Polizeibooten für das Land Nordrhein-Westfalen.
• 1996 Bau eines Fahrgastschiffes für die Bern-Lötschberg Simplon AG in der Schweiz.
• 1997 Neubau einer Fähre für den Rheinübergang zwischen Linz und Remagen.
• 2018 Die Werft besteht seit 120 Jahren und hat bereits 430 Schiffsneubauten abgeliefert.
• 2022 Die Werft besteht immer noch und bietet Schiffsreparaturen, Umbauten von Schiffen und Neubauten von Binnen und Spezialschiffen sowie seegehenden Frachtschiffen an.

Stapeltor, Schuber, Thor, Meidericher Werft

Schuber STAPELTOR, BJ: 1975, BN: 367, ENI 04013990 mit Arbeitsplattform THOR, ENI 04807280 auf dem Rhein bei Köln

Meidericher Schiffswerft, Wasserschutzpolizei, NRW

WSP 4, Wasserschutzpolizei NRW, Meidericher Schiffswerft, 1993

 

Ruhrorter Schiffswerft Friedrich Krupp, Duisburg

Fleischhauer Werft, Dormagen/Zons

Zollboot, Brunhild, Amrum, Husum

Zollboot AMRUM in Husum, ursprünglich als BRUNHILD für den Einsatz auf der Donau gebvaut, BJ: 1990, Umbau zum seegehenden Zollboot 1997


Ewald Berninghaus, Köln

Stettiner Oderwerke / Hansa Stahl & Schiffsbau GmbH, Köln-Deutz

Kurzbiographie

  • Neugründung der Stettiner Oderwerke nach dem II. Weltkrieg mit noch vor Kriegsende überstelltem Material
  • 1954 Konkurs und Umbenennung in Hansa Stahl & Schiffsbau. Unter anderem Fertigung eines Rumpfes für ein Küstenmotorschiff, der auf der Hanseatischen Werft in Hamburg fertiggestellt wurde
  • 1960 führt die Überführungsfahrt einer für dänische Rechnung gebauten Fährschiffes bei Emmerich zu einer Brandkatastrophe nachdem die Ruderanlage ausgefallen ist. Zwei Todesopfer sind zu beklagen, elf Schiffe werden beschädigt. Die Klage des dänischen reeders gegen die Werft läuft in s Leere, da die Werft inzwischen Konkurs angemeldet hat 
  • 1961 Konkurs

Lux Werft, Niederkassel-Mondorf  

Kurzbiographie:

  • 1945 durch Schiffbauer Johann Lux gegründet
  • 1946 Bau erster stählerner Kähne, die über die Jahre hinweg weiter gebaut werden. Außerdem Nachen für die Siegfähre (Gierfähre)
  • 1948 Erstes motorisiertes Schiff für holländischen Besteller (Baunummer 1)
  • 1948 Übernahme von Bootsverleihen auf NRW Seen bei gleichzeitiger Fahrzeuglieferung für diese Betriebe
  • 1957 Übernahme Fahrgastschifffahrt auf Harkort und Hengstey See (NRW)
  • 1958 Neue Schiffbauhalle im Ort, Schiffe müssen durch den Ort zum Rhein transportiert werden
  • 1963 Umzug auf neues Gelände direkt am Rhein
  • 1965 Erster Neubau am neuen Ort: Fahrgastschiff WILLI OSTERMANN (Baunummer 18) (fährt heute noch auf dem Rhein in Köln)
  • 1967 Übernahme der Biggesee Schifffahrt, weitere Übernahmen folgen später, Fahrgastschiffe werden Schwerpunkt im Bauprogramm der Werft
  • 1984 Neue Schiffbauhalle
  • 2006 Übernahme des Fährbetriebs Niederkassel-Mondorf und Bonn-Graurheindorf
  • 2010 Übernahme benachbarter Werft und Neubau einer 94m langen Schiffbauhalle
  • 2018 Erstes Schiff mit reinem Elektroantrieb für den Rurstausee: ST. NIKOLAUS (Baunummer 214)
Willi Ostermann, Lux Werft, Köln, Rhein

Fahrgastschiff WILLI OSTERMANN, BJ: 1965, BN: 18, ENI 04025470

 

Rheinperle, Köln, Lux-Werft

RHEINPERLE gebaut 1967 als REGINA, BN: 24, ENI:04200990

 

Schluchsee, Fahrgastschiff, Lux-Werft

SCHLUCHSEE, BJ: 2014, BN: 204, ENI 04811640, Überführungsfahrt auf dem Rhein zum Schluchsee (ab Karlsruhe Landtransport)

Feuerlöschboot 10-2 der Kölner Feuerwehr zur Grundüberholung auf der Lux Werft im Frühjahr 2021

Jean Stauf, Königswinter

Oberkasseler / Oberwinter Schiffswerft / Schiffswerft Mittelrhein / Schiffs Service Oberwinter (SSO), Oberwinter 

Concordia, Albich, Hamburger Hafen

CONCORDIA, BN 129, BJ 1995, SSO, ENI 04307280

 

Hilgers Werft, Rheinbrohl

Schottel Werft, Spay

Rheinwerft Mainz

Feuerlöschboot 10-2 der Kölner Feuerwehr auf Station. Gebaut 1963 mit Baunummer 167 damals getauft auf den Namen HYDRA

Christof Ruthof, Mainz-Kastel

Kurzbiographie

  • 1871 durch Christof Ruthof gegründet, Bau aller Arten von Binnenschiffen
  • 1892 Zweigwerk in Regensburg, Bau von Binnenschiffen für den Donauraum
  • 1920 nach Tod von C. Ruthof familieneigene Kommanditgesellschaft
  • 1929 Baunummer 1000 wird abgeliefert (Seitenraddampfer Mainz, heute Museumsschiff in Mannheim)
  • 1947 erfolgreicher Wiederaufbau
  • 1955 Exportaufträge im Rahmen von Entwicklungshilfe für Burma (Myanmar), Ghana und Ägypten
  • 1957 Erstes Schubboot mit entsprechenden Leichtern für den Rhein (Baunummer 1415)
  • 1976 Wegen fehlender Bauaufträge muss die Werft schließen, auf dem Werftgelände werden nachfolgend Wohnungen gebaut

 

Nawatrans IX, Winschermann 9, Mittellandkanal

NAWATRANS IX, BN: 1426, 1959 als WINSCHERMANN & CIE 9 gebaut, ENI:04802060

 

 

Lesath, Mittellandkanal, 1916, Schleppkahn, Ruthof

LESATH, ENI 04027240, ein richtig altes Schätzchen, 1916 als Schleppkahn gebaut, 1960 motorisiert, 1972 verlängert, März 2018 auf dem Mittellandkanal unterwegs

 

 

Schönrain, Andrea, Ruthof, Mainz

SCHÖNRAIN, BJ: 1959, BN: 1524, ex ANDREA, ex BERN, ex ARTUR GILLE, ex MAX GELDNER

 

Schiffs- und Maschinenbau AG (SCHIMAG), Mannheim

 

 

Armin, Mannheim 310, Binnenschiff, Hamburg

ARMIN, Heimathafen Hamburg, gebaut 1954 als MANNHEIM 310, ENI: 05116740

 

Schiffswerft Braun, Speyer

Oberrheinische Schiffswerft / Germersheimer Schiffswerft / Neue Germersheimer Schiffswerft

Kurzbiographie:

  • 1927 als Oberrheinische Schiffswerft gegründet
  • 1953 Beteiligung der Reederei Reichel, Umbenennung in Germersheimer Schiffswerft
  • beginnend 1974 Bau von Spezialschiffen für afrikanische Länder, teilweise zerlegt hergestellt und vor Ort zusammengebaut
  • 1989 Insolvenz mit anschließender Neugründung: Neue Germersheimer Schiffswerft
  • 2002 Betriebseinstellung. Letztes Schiff STRELASUND für die Gewässeraufsicht in Mecklenburg-Vorpommern
Strelasund, Stralsund, MV, IMO 9246956

Gewässeraussichtsschiff STRELASUND in Stralsund, BJ: 2002, BN: 870, IMO 9246956


Bruker Meerestechnik, Karlsruhe 

Bodan Werft, Kressbronn am Bodensee

  

Zollboot, Aurich, Emden

17-m-Typ Zollboot AURICH, BJ: 1980 eingesetzt in Emden

Kurzbiographie

• 1919 Gründung der Werft in Kressbronn durch Hermann Stachelhaus.

• 1919 Lizenz für den Raum Bodensee und Schweiz zum Vertrieb der Motoren von Benz & Cie. Gasmotorenfabrik, Mannheim (später umbenannt in Motorenwerke Mannheim, bedeutender Hersteller von Schiffsmotoren).

• 1920 Reparatur und Bau von motorisierten Fischerbooten.

• 1921 Beginn der Zusammenarbeit mit der Deutschen Reichsbahn, die den Betrieb der Personenschifffahrt auf dem Bodensee von den Länderbahnen übernommen hat.

• 1927 erstes Bodenseefahrgastschiff der Werft.

• 1932 erstes Motorschiff für die Schweizerischen Bundesbahnen: THURGAU.

• 1939 während des II. Weltkrieges Fertigung von Landungsbooten.

• 1952 Beginn der Zusammenarbeit mit Zürichsee Schifffahrt.

• 1954 Beginn des Baus von insgesamt fünf Fahrgastschiffen für den Thuner und den Brienzer See.

• 1962 Beginn des Baus von Pionierfähren (Bodan-Fähren) für die Bundeswehr.

• 1968 Baubeginn für fünf Fähren der Zürichsee Verbindung Hogen-Meilen.

• 2004 Bau der Autofähre TABOR für die Strecke Konstanz-Meersburg, bis dahin größtes Schiff der Werft.

• 2005 Bau von drei Katamaranen für die Bodenseeschifffahrt

• 2008 Bau der SONNENKÖNIGIN.

• 2010 Bau der Autofähre LODI für die Strecke Konstanz-Meersburg. Größtes Fährschiff auf dem Bodensee.

• 2011 Insolvenz der Werft. Werfthallen unter Denkmalschutz bleiben erhalten, restliches Werftgelände wird Wohngebiet.

Nebenflüsse Rhein

Hans Boost Schiffswerft, Trier (Mosel)

Bayerische Schiffbaugesellschaft, Erlenbach (Main)

Bayernland, Bayerische Schiffbaugesellschaft,

BAYERNLAND, BN: 1093, BJ: 1984 auf dem Rhein bei Stromkilometer 668

  

Monika, ENI 04503590, Bayerische Schiffbau, Erlenb

Tankmotorschiff MONIKA, BJ: 1992, BN: 1114, ENI 04503590 auf dem Rhein zu Berg bei Königswinter am 12.01.2019

Ebert Werft, Neckarsteinach

 

Susanne, Mittellandkanal, 04601900

SUSANNE, ENI 04601900, gebaut 1936 als GOTTLIEB DAIMLER

Neckar, Desejo, Peter Jäckel, ENI 02314623

DESEJO gebaut 1966 als PETER JÄCKEL hier auf dem Mittellandkanal, ENI 02314623

 Schiffs- und Maschinenbau Neckarsulm

Gudrun Hermann, Anna Arina, Binnenschiff, Neckarsu

ANNA ARINA, ENI 02319887 gebaut 1956 als GUDRUN HERMANN auf dem Rhein bei Bad Honnef

Donau

Deggendorfer Werft und Eisenbau GmbH

Theodor Hitzler