Schiffsgucker.de 

Überblick über den deutschen Schiffbau - gestern und heute
 

(Der Schiffsgucker des Titelbildes steht am Museumshafen in Bremen-Vegesack und ist Teil einer Figurengruppe (Ankunft und Abschied) des Bremer Künstlers Thomas Recker)



 Bild des Monats Dezember 2019

 

BREMER IMPORT gebaut 1985 auf der Mützelfeldwerft, Cuxhaven als RUDOLF KARSTENS mit Baunummer 205 für Uwe von Allwörden. IMO 8506414


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Die abgelaufenen Bilder des Monats werden immer am Ende der Fotosammlung eingestellt

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Für schnell entschlossene Wissbegierige (letzte Aktualisierung 07.09.2019): 
Link zu den Datenlisten der Werften im PDF-Format 

Einführung

 

HDW, U-Boote, Portalkran

Thyssen-Krupp HDW in Kiel

Der in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts fortschreitende Übergang vom Holzschiff- zum Eisenschiffbau erforderte auch eine Umstellung auf den bisherigen Schiffbauplätzen, um den Anforderungen der Metallverarbeitung gerecht zu werden. Hinzu kamen die Gewerke für die Herstellung der Dampfmaschinen und zugehörigen Kesselanlagen für die maschinengetriebenen Schiffe, die in einem weiteren Schritt die reinen Segelschiffe zurückdrängten.

Dieser Prozess fiel in Deutschland mit der Gründung des deutschen Reiches zusammen. Aus einer Vielzahl von vorhandenen Schiffbauplätzen entwickelten sich eine stattliche Anzahl von mittleren und großen Werften, die kontinuierlich und über einen längeren Zeitraum Schiffe fertigten. Sie standen damit in Konkurrenz zu den britischen Werften, die insbesondere für größere maschinengetriebene Schiffe noch ein Monopol besaßen.

Aber auch dieses Monopol wurde von einigen Werften durchbrochen und mit der Jahrhundertwende war es ihnen gelungen mit der britischen Konkurrenz gleichzuziehen, sie in einigen Bereichen sogar zu übertreffen.

  

Luxusyacht, Lürssen

Lürssen Werft Lemwerder 2014

 

Der I. Weltkrieg bedeutete für die deutsche Werftindustrie eine Zäsur, da während des Krieges der Zivilschiffbau praktisch zum Erliegen kam. Nach dem Krieg konnte aber schon bald wieder an die eigene Leistungsfähigkeit angeknüpft werden. Fehlende Aufträge nach einem anfänglichen Bauboom, verschärft durch die Weltwirtschaftskrise führten allerdings zu Fusionen und  ersten Werftenschließungen.

Nach dem II. Weltkrieg war der Neustart nach den kriegs-bedingten Zerstörungen, Demontagen und Baubeschränkungen noch schwieriger, gelang aber erneut mit einem Aufstieg bis auf Weltniveau. Mehrmals hatte zu dieser Zeit eine deutsche Werft die  höchsten  Ablieferungszahlen pro Jahr, gemessen in Registertonnen.

Daneben wurde in der Deutschen Demokratischen Republik praktisch aus dem Nichts eine Schiffbauindustrie aus dem Boden gestampft, die zwar nicht an marktwirtschaftlichen Prinzipien ausgerichtet war, aber in Zeiten des kalten Krieges erhebliche Ablieferungszahlen - insbesondere in die Sowjetunion - erzielen konnte. Hier war insbesondere die Entwicklung und der Bau von Fischereifahrzeugen weltmeisterlich.

  

Blankenburg, Deutfracht,

BLANKENBURG, IMO 6727765, VEB Warnowwerft Baunummer 206

 

Das goldene Zeitalter der Werften der Bundesrepublik Deutschland war schon zu Beginn der 70. Jahre vorbei. Im Großschiffbau wuchs die asiatische Konkurrenz, zunächst in Japan, dann in Südkorea und zur Jahrtausendwende auch in China. Der Markt der kleineren Spezial- und Küstenschiffe stand zunehmend unter Druck durch süd- und osteuropäische Werften.

Shanghai, Schiffbau, Beluga

Schiffbau in Shanghai 2011, Beluga Reederei 2011 Konkurs

 

Der Auftragsrückgang führte zu Zusammenschlüssen und Stilllegungen sowohl bei mittleren als auch bei Großwerften. Nach der Wiedervereinigung traf es den Schiffbau der ehemaligen DDR mit voller Wucht. Die Weltwirtschaftskrise von 2008 machte aber auch vor westdeutschen Werften nicht halt. Weitere Zusammenschlüsse und Stilllegungen waren die Folge.

Heute bestehen nur noch Reste der einst weltbedeutenden deutschen Schiffbauindustrie in einigen Nischenbereichen: für spezielle Frachtschiffe, Behördenschiffe, Kriegsschiffe – hier insbesondere U-Boote, Luxusyachten und Kreuzfahrtschiffe.

Es ist daher an der Zeit, die Leistungen der deutschen Schiffbauer nicht zu vergessen. Auf dieser Seite werden Bau- und Lebenslauflisten sowie Fotos der auf deutschen Werften gebauten Schiffe in herunterladbaren Dokumenten zu-sammengestellt. Ergänzt werden diese Dokumente durch die Dokumentation der Schiffbautätigkeit ausländischer Werften für deutsche Schifffahrtsinteressen. So lässt sich nachvollziehen wie einst deutsche Reedereien Ende des 19. Jahrhunderts zu deutschen Werften wechselten und Ende des 20. Jahrhunderts die deutschen Werften im Regen stehen ließen.

 Wer nur Fotos ansehen will geht direkt zur 

Fotosammlung.

Dort finden sich Beispielfotos, Erläuterungen und eine Link zu den Fotos in der Cloud (über 2500).

  

Henneke Rambow 9354430

Henneke Rambow IMO 9354430 2007 Sietas

Im Abschnitt  Werftbeschreibungen sind alle deutschen Werften nach geografischen Gesichtspunkten gelistet, für die min-destens ein Schiff in den abrufbaren Dokumenten gelistet ist.

Der Link zu den herunterladbaren  Listen mit Schiffsdaten (Baulisten und Lebensläufe in verschiedenen Sortierungen) und Texten mit den Werftbeschreibungen findet sich am Beginn dieses Abschnitts.

In den herunterladbaren Dokumenten sind auch ausländische Werften enthalten, die Schiffe für deutsche Schifffahrtsinteressen gebaut haben. So zeigt sich, zu welcher Zeit und in welcher Weltregion Werften mit ihren Produkten in Konkurrenz zu den deutschen Schiffbauunternehmen standen und stehen.

  

 

Hamburger Hafenfähre Altenwerder

Hamburger Hafenfähre Altenwerder

 

Mölders, Deutsche Marine, Zerstörer

Lenkwaffenzerstörer Mölders im Marinemuseum Wilhelmshaven. 2019 wird der Lenkwaffenzerstörer 50 Jahre alt, einer der letzten "Dampfer" der Deutschen Marine mit Antrieb über zwei Getriebe-Dampfturbinen mit einer Leistung von 70000 PSw. Außerdienststellung 1999, seither haben die Boote und Schiffe der Deutschen Marine nur noch Dieselmotoren- und/oder Gasturbinenantrieb

Daten und Fotosammlung werden laufend ergänzt, so dass es sich immer lohnt einen Blick in die Fotosammlung zu werfen oder sich die Dokumente in der Cloud anzusehen.

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