Schiffsgucker.de 
Überblick über den deutschen Schiffbau - gestern und heute
 

Was ist aus den deutschen Werften geworden?



Hier ist die Liste der zur Verfügung stehenden Dokumente im PDF- Format, die heruntergeladen werden können. Und hier der Link zum Dokumentenordner:  

Download-Dokumentenordner

Allgemeines (Stand 07.02.2021)

A-Übersicht_Typen_Werften_Besitzer. Neudruck ergänzt mit Übersichten Fotokategorien und herunterladbaren Dokumenten

In diesem Dokument sind wichtige Übersichtsdaten zusammengefasst: 

  • die in der Datenbank kategorisierten Schiffstypen und ihre Anzahl.
  • die Liste der in der Datenbank erfassten deutschen Werften mit der Anzahl der erfassten Schiffe und den Hinweisen auf weitergehende Informationen in den den Bänden M1 bis M3 "Schiffbau in Deutschland" sowie auf eine Kurzbiographie im nachstehenden Abschnitt Werftbeschreibungen auf dieser Webseite.
  • die Liste der erfassten deutschen Reedereien, Schiffsmanager, Behörden und Marinen und die jeweilige Anzahl der ihnen zugeordneten Schiffe.

Als DIN A5 doppelseitig gedruckte Broschüre gibt dieses Dokument einen handlichen (bebilderten) Überblick, was in dieser Datenbank an weiteren Detaildaten zu erwarten ist. Die bisher vorhandenen Dokumente D0-Deutsche_Werften_Anzahl_Buch und H00-Erfasste_deutsche_Reedereien_Behörden_Marinen entfallen ab sofort.


Schiffslisten (Stand 26.01.2021)

C1-Schiffsliste_Schiffsnamen: 

Übersicht über alle erfassten Schiffsnamen in alphabetischer Sortierung, die einen Stammdatensatz bilden (keine Umbenennungen).

C2-Schiffsliste_Lebenslaufname_Zuordnung_Umbenennungen: 

Erfasste Schiffsnamen (Lebenslaufname= Datensatzname in der Datenbank) und die zugehörigen Umbenennungen.

C3-Schiffsliste_Häufigkeit Schiffsnamen: 

Erfasste Schiffsnamen (Lebenslaufname) und ihre Häufigkeit in alphabetischer Sortierung.

C4-Schiffsliste_Umbenennungen_Zuordnung_Lebenslaufnamen: 

Alle erfassten Umbenennungen in alphabetischer Sortierung und ihre Zuordnung zu einem Lebenslaufnamen.

C5-Schiffsliste_IMO_Nummern: 

IMO Nummern in aufsteigender Sortierung mit Verknüpfung zu Schiffsnamen- und Werft.

C6-Schiffsliste_nach1950_unbekannte_IMO: 

Liste der nach 1950 gebauten Seeschiffe, für die bisher keine IMO Nummer bekannt ist.

Baulisten (Stand 26.01.2021)

D1-Baulisten_Deutsche_Werften: 

Deutsche Werften in alphabetischer Sortierung mit den erfassten gebauten Schiffen für in- und ausländische Eigner.

D2-Baulisten_Ausländische_Werften: 

Ausländische Werften in alphabetischer Sortierung mit den erfassten gebauten Schiffen für deutsche Eigner.

Lebenslauflisten Werftensortierung (Stand 25.01.2021)

E1-Lebensläufe_deutsche_Werften: 

Lebenslauflisten der auf deutschen Werften für in- und ausländische Eigner gebauten Schiffe mit umfassenden Schiffsmerkmalen (Maße, Maschine, Ladung, Besatzung/Passagiere, Anmerkungen, bei Kriegsschiffen Bewaffnung) sowie Lebenslaufdaten insbesondere Umbenennungen, Besitzerwechsel, Havarien und Einsatzereignisse.

E2-Lebensläufe_ausländische_Werften: 

Lebenslauflisten der auf ausländischen Werften für deutsche Eigner erbauten Schiffe mit umfassenden Schiffsmerkmalen und Lebenslaufdaten (Daten wie in E 1).

Lebenslauflisten Schiffstypensortierung (Stand 26.01.2021)

F00-Lebensläufe_Schiffstypensortierung: 

Lebensläufe aller in der Datenbank erfassten Schiffe nach Schiffstypen sortiert. Die nachstehenden F-Dokumente bilden jeweils schiffstypspezifisch Teilbereiche der Datenbank ab und erleichtern somit den Zugriff, da die Dokumente übersichtlicher sind.

Auszüge aus der Lebenslaufliste Schiffstypensortierung: einzelne Schiffstypen. Je nach Datenlage werden nicht alle Schiffstypenlisten zu jedem Datenbank-Update aktualisiert.

F01-Typ_Binnengüterschiffe (26.01.2021): 

Alle erfassten Güter- und Tankmotorschiffe der Binnenschifffahrt.

F02-Typ_Tankschiffe (27.01.2021):

Alle erfassten Rohöltankschiffe, Chemikalien- und Produktentanker, Flüssiggastanker, Küstentanker, Bunkerboote und Tankrenigungsschiffe. 

F03-Typ_Kriegsschiffe_Hilfskriegsschiffe (27.01.2021): 

Alle erfassten Kriegs- und Hilfskriegsschiffe der preußischen Marine, der Marine des Deutschen Bundes, der Kaiserlichen Marine, der Marine der Weimarer Republik, der Marine des III. Reiches, der Seestreitkräfte der DDR (Volksmarine) und der Bundesmarine - nach der Wiedervereinigung Deutschen Marine, ausländische Marinen.

F04-Typ_Fischereifahrzeuge (28.01.2021): 

Alle erfassten Fisch-, Krabben- und Muschelkutter, Fischdampfer, Logger, Trawler, Motorseitenfänger, Heckfänger, Fabrikverarbeitungsschiffe, Transporttrawler, Walfangmutterschiffe und Walfangboote.

F05-Typ_Passagierschiffe (30.01.2021): 

Alle erfassten Fahrgastschiffe, Flußkreuzfahrtschiffe, Fracht- und Passagierdampfer, Kombifrachter, Passagier- und Kreuzfahrtschiffe.

F06-Typ_Küstenmotor_Feederschiffe (28.01.2021): 

Alle erfassten Küstenmotorschiffe und im Zubringerdienst eingesetzten Containerschiffe (Feeder). 

 F07-Typ_Containerschiff (28.01.2021): 

Alle erfassten Containerschiffe. Manchmal hat sich auch ein Feeder in diese Kategorie eingeschlichen

F08_Behördenfahrzeuge (26.01.2021):

Polizei-, Zoll-, Feuerlöschboote, Lotsenfahrzeuge, Feuerschiffe, Forschungsschiffe, Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltungsfahrzeuge, Seenotrettungsboote und -kreuzer.

Reedereien,  Behörden und Marinen (Stand 28.01.2021) 

H01-Reedereien_Behörden_Marinen_Schiffe_Anzahl: 

Erfasste deutsche Reedereien, Manager, Behörden und Marinen  mit ihren erfassten Schiffen, den zugehörigen Werften, Baujahr, Baunummer und IMO/ID und wenn bereits erfasst Kurzbiographie mit Flagge sowie Lebenslaufende.

Auszüge aus der Reedereiliste: Spezialreedereien. Je nach Datenlage werden nicht alle Spezialreedereilisten zu jedem Datenbank-Update aktualisiert

H11-Spezialreederei_Fischerei (24.11.2020): 

In der Hochseefischerei tätige Reedereien und ihre Schiffe sowie alle in der Küstenfischerei tätigen Kuttereigner

H13-Kriegsmarinen (28.01.2021): 

Alle deutschen Marinen mit ihren Kriegs- und Hilfskriegsschiffen

Neu!! H133-Bundesmarine_Deutsche_Marine (28.012021)

Bundesmarine/Deutsche Marine mit ihren bisher erfassten Kriegs-/Hilfskriegsschiffen

Modell des Kreuzers GEFION der Kaiserlichen Deutschen Marine im Deutschen Marinemuseum in Wilhelmshaven. Gebaut bei Schichau in Danzig, Baunummer 486. Nach dem ersten Weltkrieg wurde der Rumpf noch für den Bau des Frachtmotorschiffes ADOLPH SOMMERFELD verwendet.

Quellen (Stand 22.05.2020)

K-Quellen Bücher: 

Angabe von Büchern, die für die Datenerfassung genutzt wurden oder für weiterführende Untersuchungen verwendet werden können.

L-Quellen Zeitschriftenartikel-Filme: 

Angabe von Zeitschriftenartikeln, Broschüren und Filmen, die für die Datenerfassung genutzt wurden oder für weiterführende Untersuchungen verwendet werden können. 

Buchdokument (Stand siehe Einzelbände) 

M1_Schiffbau_in_Deutschland_Textband (letzte Änderung: 17.03.2021): 

bebilderter Textband zur Geschichte des Schiffbaus in Deutschland einschließlich der Geschichte einzelner Werften. (

M2_Schiffbau_in_Deutschland_Baulisten (letzte Änderung 17.03.2021): 

Baulisten deutscher Werften mit Hinweisen zur Baunummernvergabe und nicht aufgenommenen Baunummern 

 M3_Schiffbau_in_Deutschland_Bildband (letzte Änderung 17.03.2021): 

Bilder von Schiffen, die auf deutschen Werften gebaut wurden. Alphabetische Auflistung der Werften 

AURORA Baujahr 2001 auf der Sietas Werft in Hamburg-Neuenfelde, Baunummer 1128, Werfttyp 168, IMO 9234989

Nachstehend ein Überblick über die Werften, die bisher mit mindestens einem Schiff erfasst wurden. Dieser Abschnitt wird laufend durch Texte und Bilder ergänzt und wird zur Zeit grundlegend überarbeitet: 

Ostseeraum 

Schleswig-Holsteinische Ostseeküste  

Der Großschiffbau an der Schleswig-holsteinischen Ostseeküste hat sich schon immer auf die Städte Flensburg, Kiel und Lübeck mit Travemünde konzentriert.

In Flensburg ist praktisch seit den Anfängen des Großschiffbaus von maschinengetriebenen Schiffen die Flensburger Schiffbaugesellschaft dominierend. Sie hat zwei Weltkriege und bisher alle Schifffahrtskrisen überstanden, dank großer Flexibilität im Spezialschiffbau, mit der es gelang, immer wieder neue Nischenmärkte zu besetzen.

Kiel war zunächst geprägt durch seine Rolle als Kriegshafen der kaiserlichen Marine mit dem zugehörigen Werftbetrieb für den Bau von Kriegsschiffen, dann aber schnell auch durch die stetig wachsenden Howaldtswerke, die nach dem zweiten Weltkrieg sogar weltgrößte Werft im Handelsschiffbau wurden. Diese Zeiten sind lange vorbei, aber immer noch werden von den verbliebenen Werftteilen der Howaldtswerke Handels- und Kriegsschiffe gebaut.

Alle anderen Kieler Werften sind nicht mehr im Neubau großer Handelsschiffe tätig, ebenso ist es den Lübecker Großwerften ergangen.

Neben diesen drei Standorten des Großschiffbaus bestanden und bestehen an der schleswig-holsteinischen Ostseeküste immer noch zahlreiche Boots- und Yachtwerften. 

Aluminium Schiffswerft Frank GmbH, Lübeck

BAUMRÖNNE des WSA Cuxhaven, Baujahr 1993, Baunummer 173, IMO 9082219

Deutsche Werke, Kiel

Dräger Werke

Evers Werft, Lübeck / Niendorf (Ostsee)

Strandrettungsboot SÜDPERD der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS), gebaut 1971 als KAATJE, Baunummer 512 für die Seenotrettungsstation Hörnum/Sylt. Heute Museumsboot am Kap Arkona auf der Insel Rügen

Flender Werft, Lübeck

Flensburger Maschinenbauanstalt Johannsen & Sörensen

Flensburger Schiffbau-Gesellschaft 


Schiffbauhalle der Flensburger Schiffbaugesellschaft

Kurzbiographie

·        1872 von Flensburger Reedern gegründet, die dringend Reparaturmöglichkeiten für ihre Schiffe benötigten.

·        1875 Mit dem eisernen Vollschiff DORIS BRODERSEN wird der erste Schiffsneubau der Werft abgeliefert.

·        1891 Letzter Segelschiffsneubau.

·        1897 200. Neubau

·        1914 im ersten Weltkrieg Fortsetzung des Baus von Frachtdampfern und Beteiligung am Bau von Handels U-Booten.

·        1920 Nach Ende des I. Weltkrieges Bau von Frachtdampfern und Frachtmotorschiffen für in- und ausländische Reeder.

·        1930 aufgrund der wirtschaftlichen Lage muss der Betrieb nach Ablieferung des Frachtdampfers LIPARI für die Reederei Sloman ganz eingestellt werden.

·        1934 Wiederaufnahme des Betriebes mit dem Bau des Motorschleppers GEIER für die Marinewerft Wilhelmshaven. Es folgen Frachtdampfer, Fracht- und Passagiermotorschiffe. Letztere für den Küstenverkehr. Insgesamt werden bis zum Beginn des II. Weltkriegs 26 Schiffe fertiggestellt.

·        1939 Im II. Weltkrieg werden noch 5 Frachtdampfer fertiggestellt, danach in den Bau von U-Booten des Typs VII C (Standard U-Boot der Kriegsmarine) einbezogen (20 U-Boote).

·        1945 Bau von Frachtdampfern vom Typ Hansa B, die erst nach Kriegsende fertiggestellt werden und

·        1949 Nach dem II. Weltkrieg zur Thyssen Gruppe gehörig

·        1973 Übernahme durch die Harmstorf Gruppe

·        1982 vollständige Fusion mit der Harmstorf Gruppe, Stadt Flensburg verliert ihre Sperrminorität

·        1982 Bau einer 275 m langen Schiffbauhalle.

·        1988 Generalüberholung des Segelschulschiffes GORCH FOCK der Bundesmarine

·        1986 Nach Insolvenz der Harmstorf Gruppe Gründung einer Auffanggesellschaft Neue Flensburger Schiffbaugesellschaft. Im Bau befindliche Flottendienstboote der Bundesmarine können weitergebaut werden.

·        1989 Die Oldendorff Gruppe Lübeck übernimmt die Werft und sorgt für Neubauaufträge.

·        2009 Im Besitz des Managements und der Münchener Investmentgesellschaft Orlando

·        2012 Bau von schnellen Frachtfähren für türkische Eigner.

·        2014 an norwegische Interessenten verkauft: SIEM Industries. Hauptsitz der Gesellschaft auf den Cayman Islands.

·        2019 Verzögerung in der Ablieferung zweier Frachtfähren.

·        2020 Die Verträge für die unfertigen Frachtfähren werden von den Auftraggebern gekündigt. Die unfertigen Schiffe werden von der Werft geschleppt.

·        2020 Juni Insolvenz, neuer Investor Lars Windhorst.

·        2020 November mit dem Investor verbundene Unternehmen beauftragen den Bau einer Frachtfähre. 

 Aufkleber Flensburger Schiffbaugesellschaft

Die Fähren ALF POLLAK, W.B. YEATS und MARIA GRAZIA ONORATO kurz vor Fertigstellung in Flensburg

Norddeutsche Schiffbau GmbH / Germaniawerft AG

 Kurzbiographie

 ·        1865 erster Versuch zur Gründung einer Eisenschiffwerft an der inneren Kieler Förde, der am Kapitalmangel scheitert.

·        1867 Neuer Versuch einer Eisenschiffwerft, der zum Erfolg führt: Norddeutsche Schiffbau AG. Werftdirektor: Georg Howaldt. Lieferant der Dampfmaschinen für maschinengetriebene Schiffe: Schweffel & Howaldt.

·        1877 Ablieferung des 80. Neubaus (für Reeder aus dem Kieler Umfeld, Lübeck, Hamburg, Oldenburg und Dänemark).

·        1875 Erste Bauten für die Kaiserliche Marine, die allerdings nur verlustreich abgewickelt werden können. Otto Schlick wird neuer Direktor.

·        1879 Im März Konkurs der Werft.

·        1879 Im Oktober zwangsversteigert an die Märkisch-Schlesische Maschinenbau- und Hütten-AG.

·        1882 Verkauf an die Schiff- und Maschinenbau AG „Germania“. Seitdem Germaniawerft.

·        1888 Beginn des Baus von 12 Torpedobooten für das Osmanische Reich.

·        1896 Die Friedrich Krupp Werke erwerben die Werft.

·        1896 Beginn des Baus von 10 Linien- bzw. Schlachtschiffen für die Kaiserliche Marine.

·        1898 Beginn des Baus von 5 kleinen Kreuzern für die Kaiserliche Marine.

·        1899 Großfeuer auf der Werft.

·        1900 Neubau von Helgen, davon vier in verglasten Hallen.

·        1906 Übernahme des Baus von Dieselmotoren im Krupp Konzern.

·        1906 Ablieferung des ersten U-Bootes U 1 an die Kaiserliche Marine. Heute im Deutschen Museum München. Bis zum Kriegsausbruch 1914 wurden weitere 10 Boote abgeliefert.

·        1914 bis zum Kriegsende 1918 wurden von der Werft 23 Torpedoboote / Zerstörer und 80 U-Boote gebaut.

·        1920 Fertigstellung von Handelsschiffen, die noch vor Kriegsbeginn auf Kiel gelegt worden waren.

·        1925 Neues Geschäftsfeld: Bau von Luxusyachten.

·        1923 Beteiligung am Ingenieurskantoor voor Scheepsbouw und damit an der verbotenen Weiterentwicklung der U-Boot Technologie.

·        1934 Beginn des U-Boot Baus für die Kriegsmarine. Bis Kriegsende werden 180 Boote verschiedener Typen abgeliefert.

·        1938 Stapellauf Schwerer Kreuzer PRINZ EUGEN.

·        1945 Nach Ende des II. Weltkriegs wird die Werft demontiert. Teile des Werftgeländes werden durch die Howaldtwerke unter anderem für den U-Bootbau genutzt.

·        1989 Aufgabe des U-Boot Baus auf dem Gelände. Heute Veranstaltungshalle. Restgelände Norwegenkai und Stadtentwicklung.

Alfred Hagelstein Maschinenfabrik (HATRA), Lübeck

Gütermotorschiff PANDA, ENI 2315011 gebaut 1955 als Hartmut

Georg Howaldt, Kiel

Howaldtwerke Kiel

U-Boot U11, NATO-Kennung S 190 der Bundesmarine, Baunummer 1160, Klasse 205, 1987 umgebaut zum Zweihüllenboot Klasse 205 A. 2003 Außerdienststellung, heute im U-Boot Museum Fehmarn

HDW - Howaldtswerke-Deutsche Werft AG, Werk Kiel /Thyssen Krupp Marine Systems (TKMS)

Forschungsschiff POLARSTERN vor den Hellingen der Kieler Howaldtswerke, damals im Besitz der Salzgitter Werke

Kurzbiographie

·        1968 Zusammenschluss der Kieler Howaldtswerke, Hamburger Howaldtswerke und der Deutschen Werft in Hamburg zur Werftengruppe Howaldtswerke-Deutsche Werft (HDW). Die Gruppe hat damit zwei Standorte in Kiel (Dietrichsdorf und Gaarden) und drei Standorte in Hamburg (Werk Reiherstieg, Werk Ross, Werk Finkenwerder). Einzelheiten zu den Hamburger Standorten siehe unter Hamburger Werften.

·        1969 Beginn des Baus von 18 U-Booten der Klasse 206 für die Bundesmarine.

·        1971 Beginn des Baus von 26 kn schnellen Containerschiffen für die Overseas Container Line.

·        1973 Einstellung des Schiffbaus auf den Anlagen der Deutschen Werft in Hamburg Finkenwerder. Einzelheiten siehe HDW Hamburg.

·        1973 Ablieferung des Supertankers FAUST (326 m lang, 240000 tdw) an die Gelsenberg AG.

·        1977 Ablieferung des Flüssiggastankers HOEGH GANDRIA (287 m lang,71600 tdw).

·        1982 Einstellung des Schiffbaus im Hamburger Betriebsteil Reiherstieg. Einzelheiten siehe HDW Hamburg.

·        1983 Beginn der Ablieferung von Fregatten für Kolumbien.

·        1983 Aufgabe des Betriebsteils Dietrichsdorf und Verkauf an die Stadt Kiel (heute Fähranleger)

·        1984 Beginn der Ablieferung von Fregatten für Malaysia.

·        1985 Einstellung des Schiffbaus im Hamburger Betriebsteil Ross. Einzelheiten siehe HDW Hamburg.

·        1987 Übernahme der Nobiskrug Werft, Rendsburg.

·        1988 Baubeginn einer 5-Serie von Containerschiffen mit einer Ladekapazität von 4400, die aufgrund ihrer Breite die ersten Postpanmax Schiffe der Welt sind. Zwei der fünf Schiffe werden beim Bremer Vulkan gebaut.

·        1998 Beginn des Baus von sechs U-Booten der Dolphin Klasse für Israel.

·        1998 Beginn des Baus von Brennstoffzellen U-Booten für die Deutsche Marine (Klasse 212 A)

·        1999 Übernahme der schwedischen Kockums Werft.

·        2002 Übernahme der griechischen Hellenic Ship Yards (HSY)

·        2005 Fusion mit den Thyssen Krupp Werften (Nordseewerke Emden, Blohm + Voss)

·        2005 Der Handelsschiffbau wird als HDW Gaarden ausgegliedert. Bestandteil dieser Ausgliederung ist auch die Nobiskrug Werft.  

  •    2007 Die letzten drei Boote der Dolphin Klasse für Israel werden mit Brennstoffzellenantrieb ausgerüstet.
  •    2008 Die Nobiskrug-Werft wird über einen Investor an Abu Dhabi Marine verkauft

·        2011 Das letzte U-Boot Klasse 206 (A) der Deutschen Marine wird außer Dienst gestellt.

·        2011 Der Handelsschiffbau (einschließlich Nobiskrug) und die Hellenic Ship Yards werden an ABU Dhabi Marine verkauft

·        2012 Umbenennung in Thyssen Krupp Marine Systems (TKMS). Damit ist der Begriff HDW Geschichte

·        2013 Singapur bestellt 2 Brennstoffzellen U-Boote.

·        2014 Verkauf der schwedischen Kockums Werft an SAAB.

·        2017 Singapur bestellt 2 weitere Brennstoffzellen U-Boote.

  •   2020 Gespräche zur Möglichkeit einer Fusion mit German Naval Yards und Lürssen

 U-Boot Bau bei Thyssen Krupp Marine Systems in Kiel - Gaarden

Abu Dhabi Marine / German Naval Yards

 Kurzbiographie

  • 2008 Die Nobiskrug-Werft in Rendsburg geht über einen Investor an Abu Dhabi Marine
  • 2011 HDW Gaarden wird  durch ABU-Dhabi Marine übernommen. 
  • 2013 Die Lindenau Werft, Kiel wird übernommen.
  • 2015 Änderung in den Besitzverhältnissen: Investor Priinvest übernimmt. Der Name wird geändert in German Naval Yards. Folgende Aufgabenverteilung wird festgelegt: Kiel-Gaarden - Überwasserkriegsschiffe, Nobiskrug Rendsburg - Superyachten, Lindenau - Reparaturgeschäft.
  • 2017 die Werft ist am Bauprogramm 2. Los Korvetten Klasse 130 mit 3 Vorschiffen beteiligt.
  • 2018 Der Dockbetrieb der Lindenau Werft wird eingestellt.
  • 2019 Das Dock der Lindenau Werft wird verschrottet.
  • 2020 German Naval Yards unterliegt der niederländischen Damen Gruppe in der europaweiten Ausschreibung zum Bau von 4 Mehrzweckkampfschiffen 180. Ein Nachprüfungsverfahren wird zurückgezogen nachdem die Werft als Subunternehmer in das Programm eingebunden wird.
  • 2021 Das Projekt Mehrzweckkampfschiff 180 wird in Fregatte 126 umbenannt.

Kaiserliche Werft Kiel

Henry Koch Schiffswerft, Lübeck

Lindenau Werft, Kiel

Der letzte Schiffsneubau der Werft EBBA 2 gebaut 2011, IMO 9588914, Baunummer 288

Kurzbiographie

·        1945 Nach einer abenteuerlichen Flucht über die Ostsee mit dem werfteigenen Schlepper und dem seefest gemachten Schwimmdock erreichen Werftbesitzer, Mitarbeiter und Familienangehörige mit Werkzeugen und Maschinen der Werft über Gotenhafen schließlich Kiel-Friedrichsort. Dort wird eine neue Lindenau Werft gegründet, die zunächst nur in der Teilefertigung von Maschinen tätig ist.

·        1952 läuft der erste Schiffsneubau mit der Baunummer 89 vom Stapel. Damit wird das Baunummernverzeichnis der Memel Werft fortgesetzt.

·        1955 beginnend wird die Atlantic Tank Rhederei Kunde der Werft für eine Serie von Chemikalien- und Produktentanker mit Namen von Indianerstämmen. Diese Zusammenarbeit dauert bis in 80-ziger Jahre.

·        1957 beginnend wird die Reederei Schulte Kunde für eine Serie von Frachtschiffen

·        1960 beginnend Bau von zwei Tendern der Klasse 401 für die Bundesmarine.

·        1967 Bau von vier Betriebsstofftransporter der Walchensee-Klasse für die Bundesmarine. 2 von ihnen bleiben bis 2015 im Dienst.

·        1984 werden die ersten Flüssiggastanker gebaut.

·        1989 Der Bau von Chemikalien- und Produktentanker für Carl Büttner mit Insektennamen beginnt.

·        1998 Der Bau von Chemikalien- und Produktentanker für German Tankers Shipping beginnt. Dies werden die größten Schiffe der Werft.

·        2002 beginnt sechs Chemikalien- / Produktentanker für die Wappen Reederei zu bauen – heute Hamburger Lloyd.

·        2008 trotz guter Auftragslage muss die Werft Konkurs anmelden. Es gelingt eine Übergangsfinanzierung sicherzustellen, so dass die vorliegenden Aufträge abgearbeitet werden können.

·        2009 Ablieferung des Windpark-Errichter Schiffs E-SHIP 1, das zusätzlich mit vier Flettner Rotoren zur Nutzung der Windkraft für den Antrieb ausgestattet ist.

·        2011 Mit dem Tankschiff EBBA 2 läuft mit Baunummer 288 der letzte Schiffsneubau vom Stapel.

·        2013 Übernahme durch Abu Dhabi Marine / ab 2015 German Naval Yards. Wird als Reparaturbetrieb fortgeführt. 

 Der 2009 für die German Tankers Shipping gebaute Chemikalien- und Produktentanker SEAPIKE  ist mit fast 200 m Länge eines der größten Schiffe der Werft. Baunummer 280, IMO 9423449.


Lübecker Maschinenbaugesellschaft/Orenstein & Koppel

Maschinenbau Gabler

Neustädter Slip GmbH, Neustadt (Holstein)

Schiffswerft Laboe, Kiel

Schlichting Werft, Lübeck-Travemünde

Schweffel Werft, Kiel

Stocks & Kolbe, Kiel

Kurzbiographie

  • 1893 von Christian Kolbe mit einem Partner als Baugeschäft Stocks & Kolbe gegründet.
  • 1896 nunmehr als Schiffswerft und Baugeschäft bezeichnet. Kleinste und kurzlebigste Werft Kiels. Bau kleiner dampfbetriebener Schiffe, Barkassen und Leichter.
  • 1898 Christian Kolbe wird Alleininhaber. Stocks ist weiterhin finanziell beteiligt.
  • 1898 Lieferung von Elektrobooten für verschiedene Binnengewässer.
  • 1906 vier Fahrgastschiffe an die Kieler Hafenrundfahrt AG abgeliefert. Diese Schiffe liefen später auch als Schlepper.
  • 1907 Gründung einer Zweigwerft in Sonderburg: Düppelwerft
  • 1910 Umzug der Werft an das Südufer der Schwentine.
  • 1910 verstärkter Bau von Motorbooten und -barkassen.
  • 1911 mit Motorschiff HERMANN KRABB wird das erste größere Schiff abgeliefert. 55m lang/550 BRT. 1921 nach Feuer im Schiff im Rio de la Plata auf Strand gesetzt
  • 1920 Bau der beiden größten Schiffe der Werft: BILLE und STÖR für die Hamburger Bugsier- und Bergungs-Reederei. Beide werden durch die Kriegsmarine im II. Weltkrieg als Kohlendampfer eingesetzt und gehen gegen Ende des Krieges verloren
  • 1920 nach Ausscheiden des Partners in Kolbewerft umbenannt
  • 1930 der Firmengründer stirbt ohne Nachkommen. Die Werft wird – ebenso wie die dänische Zweigwerft - geschlossen. Das Werftgelände wird von den Deutschen Werken Kiel übernommen.

Travewerft Ebschner und Gabler, Lübeck

 Mecklenburgische Ostseeküste

Außer in Rostock gab es im ausgehenden 19. und beginnenden 20. Jahrhundert keine Großwerften für den Eisenschiffbau an der Mecklenburger Küste. In Rostock konnte die Neptunwerft mit ihren Frachtdampfern durchaus Bauerfolge erzielen, eine Entwicklung zu einer der ganz großen deutschen Schiffswerften setzte aber nicht ein.

Die Situation änderte sich nach dem zweiten Weltkrieg, da sich in Mecklenburg der einzige Küstenabschnitt des sowjetisch besetzten Teils Deutschlands befand an dem Schiffbau zu Reparationszwecken betrieben werden konnte. Als aus der sowjetisch besetzten Zone die Deutsche Demokratische Republik (DDR) als teilweise eigenständiger Staat entstand, hatte auch dieser ein Interesse daran den Schiffbau zu entwickeln, um zum einen eine Handelsflotte zu schaffen und zum anderen durch den forcierten Ausbau der Fischereiflotte die Versorgungslage der einheimischen Bevölkerung mit hochwertigem Eiweiß zu verbessern.

So entstanden in den Städten Rostock, Stralsund, Wismar und Wolgast in den ersten zehn Jahren des Bestehens der Republik teilweise auf Gelände ehemaliger aufgegebener oder verstaatlichter kleiner Werftbetriebe auch international erfolgreiche Großwerften. 

Insbesondere beim Bau von Fischereifahrzeugen wurde durch innovative Technik im Bereich von Fang- und Verarbeitungstechnik (Heckfänger/Fabriktrawler) sowie dem konsequenten Einsatz der Serienfertigung, der sich bereits im II. Weltkrieg beim Kriegs- und Handelsschiffbau bewährt hatte, nicht nur die eigene Fischereiflotte aufgebaut, sondern auch die der Sowjetunion. Die Volkswerft Stralsund, auf die letztendlich der Bau von Fischereifahrzeugen konzentriert wurde, stieg dabei zeitweise zum weltweit größten Produzenten von Fischereifahrzeugen auf.

Auch beim Bau von Fracht- und Passagierschiffen wurden die Prinzipien der Serienfertigung angewendet. Durch die schnelle Weiterentwicklung der Frachtschiffgrößen und insbesondere dem Aufkommen der Containerschiffe wurden hier aber nie so große Serien wie im Bau der Fischereifahrzeuge erreicht. Die Handelsschiffe wurden sowohl in den Ostblock als auch ins westliche Ausland exportiert. 

Buchholz Boots- und Yachtwerft

Hansa Werft AG/Burchards Werft

Hanse Yacht Group

C. D. H. Hansen

 Willi Horn Schiffswerft

Schiffbaumeister Juhl

Gebrüder Kruse

Lübke Werft

Maschinenfabrikanten Avon & Gollnow 

Emil Padderatz

C. Pretzer

Rostocker Bootswerft

Rostocker Schiffs- und Maschinenbau AG

Georg Schuldt

Seedorfer Werft

VEB Boddenwerft

VEB Boots- und Reparaturwerft Barth

VEB Boots- und Reparaturwerft Greifswald

VEB Schiffs- und Bootswerft Altwarp

VEB Schiffs- und Bootswerft Gehlsdorf 

Neptunwerft AG

VEB Neptun Werft

Küstenmotorschiff Bussard der VEB Deutsche Seereederei, gebaut 1962 mit der Baunummer 517/1057, IMO 5055878

Neptunwerft - Bremer Vulkan

Neptunwerft - Meyer Werft 


  • 1997     Übernahme der Neptun Werft, Rostock aus der Konkursmasse des Bremer Vulkan in die Meyer-Gruppe.
  • 2000     Umzug an neuen Werftstandort Warnow abwärts, ehemaliges Werftgelände wird Wohnquartier
  • 2001     Beginn des Baus von Flusskreuzfahrtschiffen, bisher über 70 fertiggestellt
  • 2006     Fertigung von Maschinenraummodulen für Kreuzfahrtschiffe der zur Meyer Gruppe gehörenden Werften in Papenburg an der Ems und in Turku, Finnland.
  • 2015     Dachgesellschaft der Werften der Meyer Gruppe zieht nach Luxemburg.
  • 2017     Baubeginn für eine neue Schiffbauhalle. 

VIKING MIMIR, Baujahr 2015, BN: 557, ENI:07002025 unterhalb der Hohenzollernbrücke in Köln


 

VIKING BRAGIR, Baujahr 2012, BN: 528, ENI: 07001961

VEB Volkswerft Stralsund

Sonderstempel zum 30jährigen Bestehen des VEB Volkswerft Stralsund mit Heckfänger, dem Brot- und Butterschiff der Werft

  • 1945 im April: Die Gebrüder Kröger fliehen mit allem schwimmenden Gütern von ihrem Stralsunder Werftgelände in den Westen. Dort gründen sie die Kröger Werft in Rendsburg (Schacht-Audorf) und die Husumer Schiffswerft in Husum.
  • 1945 im Oktober: Die Sowjetische Militäradministration in Deutschland (SMAD) verfügt die Beschlagnahme von Betrieben. Auf der beschlagnahmten Krögerwerft wird die Ingenieurbau GmbH gegründet.
  • 1946 im Mai: der Besitz geht von der SMAD auf die Gebietsorgane der DDR über. Der erste Fischkutter wird gebaut.
  • 1948 im Juni: Gründung des Volkseigenen Betriebs (VEB) Stralsund.
  • 1949 Der erste vollgeschweißte Logger läuft vom Stapel.
  • 1952 Beginn der Produktion des Seitenfängers Typ I.
  • 1954 Die Werft stellt auch metallene Massenbedarfsgüter für den Haushalt her.
  • 1955 Beginn der Produktion des Seitenfängers Typ II. Gemeinsam mit der Neptunwerft, Rostock und Mathias Thesen Werft, Wismar produziert.
  • 1956: Beginn der Produktion des 26,5 m Fischkutters gemeinsam mit der Elbewerft Boizenburg.
  • 1959 Bildung der Vereinigung Volkseigener Betriebe (VVB) Schiffbau
  • 1962 Beginn der Ablieferung der Heckfänger vom Typ TROPIK an die UdSSR. Insgesamt umfasste die Serie 86 Schiffe für die UdSSR und zwei für die eigene Fischereiflotte. 3 Schiffe wurden von dem VEB Neptunwerft in Rostock gebaut und in Stralsund endausgerüstet.
  • 1965 Beginn der Produktion des Heckfängers ATLANTIK für die UdSSR. Insgesamt wurden 161 Schiffe dieses Typs für die UdSSR, Bulgarien, Rumänien und Kuba produziert. Nach Einstellung der Produktion in Stralsund baute der VEB Mathias Thesen Werft in Wismar weitere 24 Schiffe.
  • 1967 Fertigstellung des 1000 Schiffes.
  • 1971 Eingliederung von Betrieben zur Herstellung von Maschinen zur Fischbearbeitung und benachbarter Bootswerften. Grundsteinlegung für eine neue Großsektionsbauhalle (1973 fertiggestellt)
  • 1971 Beginn der Produktion des Fabriktrawlers ATLANTIK SUPERTRAWLER. Bis 1983 wurden 195 Schiffe dieses Typs gebaut. Davon 8 für die Fischfangflotte in Rostock. Nach Ende der Produktion in Stralsund entstanden noch einige Fahrzeuge auf einer rumänischen Werft.
  • 1979 Gründung des Kombinats Schiffbau, entstanden aus dem VVB Schiffbau und ihm versammelt alle Großwerften der DDR und wichtige Zulieferbetriebe für den Schiffbau.
  • 1980 Beginn der Produktion des Fabriktrawlers ATLANTIK 333.
  • 1985 Lloyds London zeichnet die Werft als weltgrößte Werft für den Bau von Fischereifahrzeugen aus.
  • 1985 Baubeginn der Heckfänger ATLANTIK 488. Typschiff MOONSUND 
  • 1990 Die Werft geht in der Treuhandgesellschaft Deutsche Maschinen und Schiffbau AG auf. Für die UdSSR vorgesehene weitere Fabriktrawler werden nicht mehr gebaut. Das weitere Schicksal wird in den Nachfolgebetrieben beschrieben. 

Seitentrawler ERFURT Fischereikennzeichen ROS-207 als Kartonmodellbau, Baujahr des Originals 1955,  Baunummer 1007

Hegemann Volkswerft Stralsund

Schadstoffunfallbekämpfungsschiff (SUBS) NEUWERK, Baujahr 1998, Baunummer 415, IMO 9143984 

VEB Peene Werft, Wolgast

Hegemann Peene Werft - P&S Werften, Wolgast

Feeder CHRISTOPHER mit Staukapazität für 1440 TEU, Baujahr 2008, IMO 9359260 mit Baunummer 548 auf der Peene Werft für Schepers & Co, Haren-Ems fertiggestellt. Hier auf dem Weg in den Hamburger Hafen assistiert vom Petersen & Alpers Schlepper WILHELMINE. 

Kurzbiographie

  • 1990 nach der Wiedervereinigung geht die Peene Werft in Wolgast an die Treuhandgesellschaft über, um die Privatisierung einleiten zu können.
  • 1992 wird die Werft von der Hegemann Gruppe aus Bremen übernommen, die an der Weser bereits eine Werft betreibt, die zu diesem Zeitpunkt überwiegend Küstenmotor- und Feederschiffe baut.
  • 1992 aufbauend auf diesen Kenntnissen für den Bau von Frachtschiffen beginnt auch die Peene Werft Trockenfrachter zu bauen. Damit wird die Angebotspalette, die in der Demokratischen Republik hauptsächlich kleine Küstenwach- und Patrouillenboote für die Volksmarine und die Marine der Sowjetunion fertigte, wesentlich erweitert.
  • 1992 beginnend vier Küstenmotorschiffe vom Typ Peenestrom (insgesamt 14 Schiffe dieses Typs gebaut) für die Krohn Schiffahrt in Wien.
  • 1992 beginnend insgesamt sechs Schlepper für die Unterweser Reederei AG, Bremen und die Bugsier- und Bergungsreederei in Hamburg
  • 1993 in den Anfangsjahren wird die Werft durch Aufträge deutscher Behörden unterstützt:
  • Fischereiforschungsschiff WALTHER HERWIG III, Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (gemeinsam mit Hegemann-Rolandwerft, Berne gebaut)  
  • Peil- und Vermessungsschiff DENEB, Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie.
  • Vermessungsschiff ELBEGRUND, WSA Magdeburg.
  • 1995 beginnend vier Patrouillenboote für Brasilien.
  • 1996 beginnend sechs RoRo/LoLo-Schiffe für die Reederei Scanscot.
  • 2003 die Fahrgastschiffe BELVEDERE und BRASIL für die Berliner Stern- und Kreisschifffahrt, ebenfalls ein Unternehmen der Hegemann Gruppe.
  • 2005 beginnend insgesamt 16 Feederschiffe der PW-1500-Klasse (Ladefähigkeit rund 1500 TEU)
  • 2008 beginnend die Fischereischutzboote SEEFALKE und MEERKATZE.
  • 2010 wegen schlechter Auftragslage Zusammenlegung mit der Volkswerft Stralsund, um Kosten zu sparen. Der Werftenverbund firmiert unter dem Namen P + S Werften. Hegemann ist nur noch Minderheitsbeteiligter.
  • 2010 Notfallschlepper Nordsee NORDIC läuft vom Stapel.
  • 2012 Übernahme der Peene Werft durch die Lürssen Gruppe. So wird die drohende Insolvenz abgewendet. 

Assistenzschlepper BREMERHAVEN der Unterweser Reederei AG (URAG), heute Boluda Gruppe, Spanien. Baujahr 1993, Baunummer 421, IMO 9045871

Peene Werft - Lürssen Gruppe, Wolgast

 Kurzbiographie

·        2012 die Werft wird durch die Lürssen Gruppe übernommen und erhält von dieser Aufträge über den Bau von Rümpfen für die Fregatten Klasse 125 der Deutschen Marine.

·        2013 Errichtung eines neuen Brennschneidezentrums.

·        2015 Auftrag über insgesamt 48 Patrouillenboote für Saudi-Arabien.

·        2017 Beginn des Baus von Rümpfen für das zweite Los (5 Einheiten) der Korvetten Klasse 130 für die Deutsche Marine.

·        2018 Acht Patrouillenboote sind an Saudi-Arabien ausgeliefert worden. Danach Exportstopp für die weitere Lieferung. Die Werft meldet Kurzarbeit an.

·        2020 Lieferung von 10 Küstenwachbooten an Ägypten (aus dem ursprünglichen Auftrag Saudi-Arabiens). 

VEB Mathias-Thesen-Werft

Meerestechnik Werft

Aker MTW Werft

VEB Warnowwerft

Warnowwerft Warnemünde GmbH

Kvaerner Warnowwerft

Aker Kvaerner Warnowwerft

Aker Warnow Werft

Wadan Shipyards

Nordic Yards

MV Werften

Wilhelm Wessel

Zeitz und Tischbein

 

Östliche Ostsee (ab Schwinemünde/Stettin)

Danziger Werft

Greifenwerft

Johannsen & Co

Königliche Werft Danzig / Kaiserliche Werft Danzig

 Kurzbiographie 

·        1844 in Danzig eingerichtet als Depot für die Versorgung preußischer Korvetten.

·        1867 umbenannt in Königliche Werft.

·        1871 nach der Reichsgründung umbenannt in Kaiserliche Werft. Neben den Kaiserlichen Werften in Kiel und Wilhelmshaven die dritte staatliche Werft für den Bau, die Reparatur und Unterhaltung von Kriegsschiffen. Aufgrund der Fahrwasserbeschränkungen am Standort nur Bauten bis zur Kreuzerklasse. Die Kaiserliche Werft Danzig blieb die kleinste der drei Werften.

·        1871 Ablieferung des hölzernen Kanonenbootes ALBATROSS, das noch von der Marine des Norddeutschen Bundes geplant worden war.

·        1888 beginnend Bau von drei Kreuzern der Bussard Klasse.

·        1895 beginnend Bau der beiden großen Kreuzer FREYA und VINETA.

·        1908 Beginn des Baus von U-Booten auf der Werft. Insgesamt wurden bis zum Ende des I. Weltkriegs 23 Boote abgeliefert.

·        1909 Ablieferung des letzten großen und wohl berühmtesten Überwasserkriegsschiff der Werft, dem Kreuzer EMDEN. Führte Handelskrieg im Indischen Ozean und versenkte bzw. brachte 23 Handelsschiffe auf, bevor es selbst vom artilleristisch überlegenem australischen Kreuzer SYDNEY kampfunfähig geschossen und von seiner Besatzung auf ein Riff der Insel North Keeling aufgesetzt wurde.

·        1909 Schwerpunkt Reparaturen und Betreuung der Reserveflotte. 

·        1918 Nach Kriegsende Gründung der Danziger Werft – The International Shipbuilding and Engineering Company Limited (Anteilseigner: Großbritannien 30 %, Frankreich 30 %, Polen 20 % und Danzig 20 %) 


Siegelmarke Kaiserliche Werft Danzig (Veikkos-Archiv/Wikimedia gemeinfrei)

Keier & Devrient

Johann Jacob Klawitter

Franz Kneiske Schiffbaumeister

Kuszewski Werft

Liegnitz Werft

Lindenau Werft, Memel

Kurzbiographie

·        1919 gründete Paul Willi Lindenau in Memel die Schiffswerft Memel – Lindenau & Cie., Eisen- und Holzschiffbau, Maschinenfabrik und Gießerei.

·        1922 entstand als einer der ersten größeren eisernen Frachtdampfer mit Baunummer 31 die Cattaro für die Hapag.

·        1939 fand der letzte Stapellauf eines zivilen Neubaus statt: Turboelektroschiff HELGOLAND mit Baunummer 72 für den Seebäderdienst der HAPAG.

·        1941 beginnend Bau von drei Minensuchern (M 131 – M 133) für die Kriegsmarine mit den Baunummern 79-81.

·        1943 beginnend Bau von sieben Minensuchern (M 291 bis M 297) für die Kriegsmarine, von denen drei nicht mehr fertiggestellt wurden.

·        1943 Auftrag für drei weitere Minensucher, deren Bau nicht mehr begonnen wurde (vorgesehene Baunummern 89 – 91)

·        1944 flüchtete der Werftbesitzer mitsamt den Arbeitern und ihren Familienangehörigen, Werkzeugen und Maschinen in dem seefest gemachten Schwimmdock der Werft gezogen vom werfteigenen Schlepper über die Ostsee bis nach Kiel-Friedrichsort.

·        1945 nach Ende des II. Weltkrieges wurde hier eine neue Lindenau-Werft gegründet. Zur weiteren Geschichte siehe dort.

Nüscke & Co

Oderwerke - vormals Möller & Holberg

Ostseewerft

Schichau - Danziger Werk

Schichau - Elbinger Werk

Schichau - Königsberger Werk

Schneider Werft

Stettiner Maschinenbau-Actien Gesellschaft Vulcan

Union Gießerei Contienen

Wolheim Werft

Leopold Zobel


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Zerstörer HESSEN der Bundesmarine, begonnen auf der Stülcken Werft, Hamburg, Baunummer 898 - fertiggestellt nach Übernahme durch Blohm + Voss, Hamburg. Indienststellung 1968, 1974 zum Lenkwaffenzerstörer umgebaut, 1990 Außerdienststellung und zum Abbruch verkauft

Nordseeraum 

Schleswig-Holsteinische Nordseeküste und Nord-Ostsee Kanal

Bieritz Werft Friedrichskoog 

Büsumer Schiffswerft 

Husumer Schiffswerft, Husum

Anlagen der Husumer Schiffswerft zum Zeitpunkt als Windkraftanlagen in das Bauprogramm aufgenommen wurden

Kurzbiographie

·        1945 bei Ende des II. Weltkrieges fliehen die Gebrüder Hans und Karl Kröger, die bisher eine Bootswerft in Rostock besaßen und während des Krieges eine zusätzliche Werft in Stralsund gründeten, um Marineaufträge abzuarbeiten, in die britische Besatzungszone.

·        1947 Übernahme des Husumer Schiffbauplatzes am Binnenhafen der Stadt. Ausbau des Schiffbauplatzes zu einer Werft für Küstenmotorschiffe bis zu 499 Bruttoregistertonnen.

·        1948 die Brüder trennen sich. Karl Kröger übernimmt den Aufbau der Krögerwerft am Nord-Ostsee-Kanal in Schacht-Audorf. Hans Kröger verbleibt in Husum

·        1951 erster Schiffsneubau der Husumer Schiffswerft. Zollboot EIDERSTEDT.

·        1952 folgt das Zollboot DITHMARSCHEN.

·        1955 wird das erste Schiff für die Wyker Dampfschiffs Reederei abgeliefert. Daraus entwickelt sich eine dauerhafte Geschäftsbeziehung. Insgesamt werden 17 Schiffe für die Reederei gebaut.

·        1955 beginnt der Bau einer Serie von 9 Küstenmotorschiffen für Kapitän Danz aus Burg/Dithmarschen.

·        1959 erstes Fahrgastschiff für die Flensburger Förde Reederei, dem im Laufe der Zeit zehn weitere folgen, wobei die Größe der Schiffe im Laufe der Zeit zunimmt. Im Design waren alle ähnlich, sie wurden auch als Wasserbusse bezeichnet.

·        1960 beginnt der Bau von drei Fahrgastschiffen für die Kieler Verkehrs AG.

·        1964 wird mit der NORDFRIESLAND die erste Fähre für die Pellwormer Dampfschiff Gesellschaft abgeliefert.

·        1966 beginnt die Ablieferung einiger Küstenmotorschiffe für die Vesta Reederei in Svendborg.

·        1968 wird die Zusammenarbeit mit der Lindinger Rederiet aus Dänemark aufgenommen. Bis zur Insolvenz der Reederei werden 23 Schiffe für sie gebaut.

·        1968 lässt der Werftplatz am Binnenhafen keine Erweiterungsmöglichkeiten mehr zu. Am Außenhafen entsteht ein neues Werftgelände mit zwei Querhellingen für Schiffe bis zu 4500 tdw.

·        1969 läuft auf dem neuen Werftgelände als erster Neubau das Fahrgastschiff MALMÖ vom Stapel, heute noch als HAWA III unterwegs.

·        1971 wird das erste Fahrgastschiff für die Insel- und Halligreederei Sven Paulsen gebaut. Insgesamt werden 7 Adlerschiffe abgeliefert.

·        1971 stirbt Hans Kröger. Sein Schwiegersohn Uwe Niemann übernimmt die Geschäftsführung der Werft.

·        1972 läuft mit der PELLWORM II – 1987 nach Afrika verkauft: SIAG - das letzte Schiff auf der alten Werft vom Stapel.

·        1976 wird der Betrieb auf der alten Werft endgültig eingestellt. Dort steht heute das neue Husumer Rathaus. Die alte Slipanlage ist erhalten geblieben.

·        1977 wird der werfteigene Schlepper KARIN gebaut.

·        1977 wird ein neues Trockendock von 130 m Länge in Betrieb genommen.

·        1983 wird mit der CONDOCK III IMO 8215613 ein Dockschiff abgeliefert. Außerdem wird in diesem Jahr mit der CALLISTO IMO 8303185 ein RO/RO Schiff gebaut

·        1988 wird mit dem Bau von Windkraftanlagen als zweitem Standbein der Werft begonnen.

·        1990 wird mit dem Bau von drei kleinen Hafenschleppern der Klasse 723 für die Bundesmarine / Deutsche Marine begonnen.

·        1999 muss die Werft Insolvenz anmelden. Als letzter Schiffsneubau läuft der Offshore Versorger VIKING PROVIDER – noch als VOS PROVIDER unterwegs - vom Stapel.

·        2000 führt die Husumer Dock- und Reparaturgesellschaft den Reparaturbetrieb rund um das Trockendock fort. Die Windenergiesparte wird abgetrennt. 

BINZ 2006 auf der Ostsee (Rügen) gebaut 1967 als STADT FLENSBURG Baunummer 1261 in einer Serie von sogenannten Wasseromnibussen

Die werfteigenen Schlepper KARIN (1977 mit Baunummer 1453 hier gebaut) und SÜDEROOG (1958 auf der Jadewerft Wilhelmshaven als WAL gebaut) der Husumer Schiffsreparatur und Dock Gesellschaft schleppen den Chemikalientanker SAARGAS zum Trockendock der Werft

Schöning'sche Schiffswerft Friedrichsstadt 

Schömer & Jensen /Eiderwerft AG

 „Hansa" Schiffs- und Maschinenfabrik / Norddeutsche Unionwerke 

Tönninger Schiffswerft Dawartz 

Staatswerft Rendsburg Saatsee 

Krögerwerft Rendsburg Schacht-Audorf / Lürssen Werft - Werk Rendsburg

Nobiskrug Werft, Rendsburg

Logo der Werft

Kurzbiographie

  • 1905 durch Otto Stork in Rendsburg am Nord-Ostsee-Kanal gegründet.
  • 1914 Bau von Kleinfahrzeugen für die Kaiserliche Marine.
  • Ab 1920 Bau von Fischdampfern, Frachtdampfern und Küstenfahrzeugen. Besonders erfolgreich die Motorschoner-Serie "Ich verdien".
  • 1939 Bau von Kleinfahrzeugen für die Kriegsmarine des III. Reiches.
  • Ab 1950 Bau von Stückgutfrachtern, Küstenmotorschiffen, Fähren hauptsächlich für den Ostseeverkehr, RoRo-Schiffen.
  • 1958 wurde das heutige Hamburger Museumsschiff BLEICHEN, Baunummer 607 gebaut.
  • 1963 Bau des Schulschiffs DEUTSCHLAND für die Bundesmarine.
  • ab 1963 Bau von Chemikalien- und Produktentankern.
  • 1987 Konkurs, anschließend von den Howaldtswerken-Deutsche Werft AG (HDW) übernommen.
  • Ab 2000 bis heute Bau von Luxusyachten.
  • 2004 Bau von Flußkreuzfahrtschiffen
  • 2006 Gehört jetzt zu Thyssen-Krupp-Marine-Systems (TKMS).
  • 2008 an ABU Dhabi Marine Systems.
  • 2008 Für die in diesem Jahr abgelieferte Luxusyacht SIREN wurde die Werft mit dem World Superyacht Award ausgezeichnet.
  • 2010 an Finanzinvestor PriInvest, der auch schon Anteilseigner bei Abu Dhabi Marine war und der über ein Konglomerat an Werften verfügt
  • 2014 Zusammen mit Kieler Werften (Lindenau, Teile Howaldtwerke) zu den German Naval Yards zusammengeschlossen.
  • 2020 September Kündigung von 120 Mitarbeitern (fast 25 % der Belegschaft) als Auswirkung Corona Pandemie, die beschleunigte Umstrukturierung erfordert. Zukünftig Konzentration auf den Bau von Superyachten

Schiffbauhalle Nobiskrug

Elbe

Unterelbe und Hamburg 

Links und rechts haben sich an den Ufern der Unterelbe eine Vielzahl von Schiffsbauplätzen entwickelt. Dabei wurden auch die Mündungen der größeren Nebenflüsse einbezogen oder günstig gelegene Elbarme genutzt. Alle diese Schiffsbauplätze haben mit dem Holzschiffbau begonnen und sich teilweise zu mittelgroßen Werften im Stahlschiffbau weiterentwickelt. Die an der Elbe ebenso ansässigen Küstenschiffseigner sind über Jahrzehnte die treuesten Kunden dieser Werften gewesen. An den Küstenschiffen lässt sich die Entwicklung vom Schoner mit Hilfsmotor über das Küstenmotorschiff zum Feederschiff (Containerschiff im Zubringerverkehr) und damit auch die Weiterentwicklung der Werften ablesen.

Im Zuge der Weltwirtschaftskrise nach dem I. Weltkrieg mussten bereits kleinere Werften aufgeben. Mit der Werftenkrise der 70-iger Jahre mussten Werften das Neubaugeschäft einstellen, sich zur Reparaturwerft wandeln, die Selbständigkeit aufgeben oder sogar den Weg in die Insolvenz antreten.

In Hamburg entstanden aus Schiffsbauplätzen für hölzerne Kleinsegler eine Vielzahl von kleineren und mittleren Werften, die auch den Übergang zum Eisenschiffbau schafften. Einige entwickelten sich zu veritablen Werftbetrieben, daneben entstanden aber auch Neugründungen wobei hier besonders die Werft Blohm & Voss ( später Blohm + Voss) als wohl bekannteste immer noch unter diesem Namen bestehende Großwerft zu nennen ist. Aber schon lange entstehen weder hier noch auf anderen großen Hamburger Werften Neubauten für die Handelsschifffahrt. Dieser Schiffbau ist der asiatischen Konkurrenz zum Opfer gefallen.

Aber auch die auf den Bau von Küstenmotorschiffen und ihren Nachfolgern den Feedern ( kleinere Containerschiffe) spezialisierten Werften mussten aufgeben. Dies war ein fortschreitender Prozess, dem 2014 auch die fast vierhundert Jahre im Familienbesitz befindliche Sietas Werft zum Opfer gefallen ist. Wie es unter dem neuen russischen Eigner weitergeht, muss sich erst noch zeigen.

So ist nur noch der Bau von Schiffen für die deutsche Marine, ab und an eine Luxusyacht und der Bau von Hafen- und Behördenfahrzeugen sowie Binnenschiffen an der Elbe verblieben

Unterelbe

Mützelfeldwerft, Cuxhaven 

Hugo Peters Schiffswerft/Unterelbewerft, Beidenfleth und Wewelsfleth 

Kremerwerft, Elmshorn und Glücksstadt

Thormählen Werft, Elmshorn

Stader Schiffswerft, Stade 

Hamburg

Altenwerder Schiffswerft

W. Bauer Schiffswerft

Blohm & Voss / Blohm + Voss


Marineschiffbau bei Blohm + Voss in sichtgeschützten Bereichen


Fregatten Klasse 125 der Deutschen Marine in der Endausrüstung

Albert Bonne Schiffswerft

Heinrich Brandenburg

C. Breuning & Sohn ???

Theodor Buschmann

Deutsche Werft AG

Ernst Dreyer

Johann Heinrich Fack

Flint Werft

Fritz Frank Schiffswerft

Hein Garbers

Gleichmann & Busse

Godeffroy Werft

Heinrich Grube / Spezialschiffbau (SSB) Oortkaten


 Flachwasserfähre REIHERSTIEG der HADAG, Baujahr 2014, Baunummer 14, ENI: 04811570, letztes Schiff der Werft

Kurzbiographie

·        1865 Gründung der Werft durch Heinrich Grube in Hamburg-Kirchwerder für den Bau hölzerner Flussschiffe gegründet.

·        Ab 1900 Umstellung auf den Eisenschiffbau. Bau von Schleppkähnen und Hafenfahrzeugen.

·        1965 Abschluss des Umzugs der Werft an den Hafen Oortkaten, ausgelöst durch Deichbauarbeiten nach der Sturmflut von 1962. Bau von Motorgüterschiffen.

·        Ab 1989 Bau von Hafenfähren für die Hamburger Hafen und Dampfschiffahrts AG (HADAG)

·        1994 DEEPENSCHRIEWER IV Peilschiff für das Amt für Strom- und Hafenbau

·        1995 und 1997 Lotsenversetzboote für Hamburger Hafenlotsen

·        1997 maßgebliche Beteiligung an der Entwicklung des neuen Fährentyps 2000 der HADAG, die im Einmannbetrieb gefahren werden konnten. Im Volksmund wegen ihrer Form als Bügeleisen bezeichnet.

·        1999 Ablieferung der HADAG Fähre REEPERBAHN, dem letzten Neubau der Werft vor dem Konkurs.

·        2000 Übernahme durch ehemaligen Kommanditisten und Gründung der Werft Spezialschiffbau (SSB) Oortkaten.

·        Ab 2001 Ablieferung weiterer Hafenfähren vom Typ 2000 an die HADAG.

·        2007 Ablieferung eines baugleichen Fährentyps an die Kieler Verkehrs AG: SCHWENTINE.

·        2008 Ablieferung eines Alsterschiffes mit Brennstoffzellenantrieb.

·        2014 Ablieferung der Flachwasserfähre REIHERSTIEG an die HADAG.

·        2014 Konkurs der Werft und Löschung aus dem Handelsregister. 

HADAG Hafenfähre ELBMEILE, Baujahr 2005, Baunummer 5


Hamburger Elbe Schiffswerft

Hanseatische Werft

Kurzbiographie

  • 1954 meldete die Renck Werft in Hamburg-Harburg Konkurs an. Der Betrieb wurde zunächst durch den Reeder Gleue weitergeführt, um ein für ihn bestimmtes bereits begonnenes Schiff fertigzustellen. Es folgte dann noch die Fertigstellung eines weiteren Schiffen, bevor das Konkursverfahren fortgesetzt wurde
  • 1956 wurde auf dem Werftgelände auf Betreiben von J.A. Reinecke, einem bekannten Hamburger Reeder die Hanseatische Werft gegründet. Sie baute für diesen Reeder einige Stückgutfrachter, außerdem Fahrgastschiffe für die Hamburger Hafen- und Dampfschiffahrtsgesellschaft (HADAG), Fährschiffe für den Ostseeverkehr nach Skandinavien und eine Reihe von Binnenschiffen.
  • 1962 geriet die Werft in finanzielle Schieflage, als die Hamburger Schlieker Werft mitsamt den Ottensener Eisenwerken zusammenbrach und die an letztere bereits geleisteten Anzahlungen für Schiffsmotoren verloren waren.
  • 1962 musste daher Konkurs angemeldet werden. Das mit Baunummer 25 begonnene Seebäderschiff HELGOLAND wurde von den Hamburger Howaldtswerken fertiggestellt. Berühmt wurde es später als Hospitalschiff vor Vietnam. Immer noch in Fahrt als GALAPAGOS LEGEND

Hatecke Yacht- und Bootswerft

Louis Heyden Schiffswerft und Maschinenfabrik

Wilhelm Holst Schiffswerft, Neuenfelde 

UNTERELBE im Husumer Hafen 2012, gebaut 1939 als Danzig, BN:154, IMO: 5373696

Kurzbiographie

  • 1920 Wilhelm Holst beginnt nach der Übernahme des elternlichen Zimmereibetriebes mit dem Bau von hölzernen Rettungsbooten für Blohm & Voss
  • 1925 erstes eisernes Schiff
  • 1938 erste Küstenmotorschiffe
  • 1939 für die Kriegsmarine werden Artillerieträger gebaut
  • 1949 PAUL, das erste der von Adolph Weselmann konstruierten Küstenmotorschiffe wird fertiggestellt
  • 1950 der Bau von Küstenmotorschiffen ist das Standbein der Werft. Unter anderem werden auch Schiffe an den Schwiegersohn des Werftgründers, den Reeder Jonny Wesch geliefert
  • 1958 finanzielle Schieflage
  • 1959 Übernahme der Werft durch J.J. Sietas mit allen Anlagen und Mitarbeitern. Die Pläne für ein zweites Sietas Werksgelände können damit zunächst aufgegeben werden

JAN MEEDER, gebaut 1955 als EGON WESCH für Reeder und Schwiegersohn Jonny Wesch, BN: 189, IMO 5098222 

Howaldtwerke Hamburg

HDW Howaldtwerke-Deutsche Werft AG Werk Ross

Janssen & Smilinsky

Jürgens & Co

J.C. & H.C. Kiehn

J. A. Körner

H.C. Kraus

Ernst Menzer

Norderwerft Johann Rathje Köser, Hamburg-Steinwerder

Johann Oelkers

Oertzwerft

Ottensener Eisenwerke

August Pahl, Hamburg Finkenwerder

Pohl & Jozwiak

Heinrich Rancke Schiffswerft, Hamburg-Neuenfelde

Kurzbiographie

  • 1922 Heinrich Rancke übernimmt von seinem Vater eine Schmiede in Hamburg Neuenfelde an der Este, die bereits Schmiedeteile für die Benachbarte Sietas Werft hergestellt hat.  Mit dem Bau kleiner Eisenschiffe wird begonnen
  • 1950 Unter Herbert Rancke wird die Werft erheblich erweitert
  • 1955 Das Reparaturgeschäft ist wesentlich umfangreicher als das Neubaugeschäft
  • 1968 Neubauaufträge bleiben aus. Bisher sind rund 58 Küstenmotorschiffe gebaut worden. Die Werft gerät in Konkurs und wird von der benachbarten Sietas Werft übernommen
  • 1969 Die Werft arbeitet unter eigenem NamenLohnaufträge für Sietas ab
  • 1975 Die Firma wird komplett bei Sietas eingegliedert

Reiherstiegwerft

Georg Renck - Schlosswerft

Scheel & Jöhnk

Schiffswerft, Maschinenbau, Schiffs- und Kesselschmiede Kayser, Sunkel & Zehbe

Schlieker Werft

Schlosswerft R. Holtz

J. J. Sietas (seit 2014 Pella Werft), Hamburg - Neuenfelde 

Hamburger Hafenfähre TONNDORF der HADAG Hafennummer S10240, Baujahr 1960, Baunummer 461

ALANA, Typ 168, BJ: 2004,  IMO 9297589 und RIJA, Typ 151, BJ: 1998, IMO 9165308 zwei typische Feeder der Werft. Vom Typ 168 wurden 51 Schiffe gebaut.

SOLVEIG K. gebaut 1978/1979 als SCHULAU, Baunummer 862, IMO 7723687, 2014 in Dänemark abgebrochen


Johann Hinrich von Somm

Steinwerder Industrie AG (Blohm & Voss)

Stülcken Werft

Vereinigte Elbe- und Norderwerft

Vulcanwerft, Hamburg

J. H. N. Wichhorst

G. Wolkau

Oberelbe und Nebenflüsse

J.G. Hitzler Werft, Lauenburg

BUGSIER 15, BJ:1992,BN:799, IMO 9021112 einer von zwei für die Bugsier- und Bergungsreederei in Hamburg gebauten Schlepper

Schiffswerft F. Lemm / Norddeutsche Unionwerft

VEB Maschinen- und Schiffbau Boizenburg / VEB Elbewerft, Boizenburg 

Küstenmotorschiff MIROW, BJ: 1972, BN: 293, IMO 7129726. 1993 zum Viehtransporter umgebaut. Folgenamen: -91 MIRO, - 93 SAAD N, -94 ALBARKA 2, -05 JARALLAH

Kurzbiographie

·        1945 wird die bestehende Boizenburger Werft durch die sowjetische Militäradministration übernommen.

·        1947 Übergabe der Werft an das Land Mecklenburg.

·        1948 Überführung in einen Volkseigenen Betrieb (VEB).

·        1950 beginnend 6 x Fischereifahrzeug Typ Logger.

·        1956 beginnend 9x Küstenmotorschiff Typ 500 – Endausrüstung in der Volkswerft Stralsund.

·        1958 beginnend 30x Fischereifahrzeug Typ 26,5m Kutter.

·        1959 Eingliederung in die Vereinigung Volkseigener Betriebe (VVB).

·        1960 beginnend 54x Gütermotorschiffe Typ Boizenburg für Binnenwasserstraßen.

·        1961 beginnend 27x Gütermotorschiffe Typ Leningrad für die UdSSR.

·        1964 beginnend Fischereifahrzeug Typ Frosttrawler.

·        1969 beginnend 5x Küstenmotorschiff Typ Boizenburg.

·        1970 Zusammenlegung mit der Roßlauer Schiffswerft zur Elbewerft Boizenburg / Roßlau.

·        1970 beginnend 11x Küstenmotorschiff Typ Standard-Kümo.

·        1970 beginnend 20x Küstenmotorschiff Europa für norwegische Reeder (5 Schiffe wurden im Betriebsteil Roßlau gebaut).

·        1971 beginnend 5 x Küstenmotorschiff Container-Kümo.

·        1971 Ölhavarie Bekämpfungsschiff SALAMANDER.

·        1974 beginnend 42x Binnenfahrgastschiffe Projekt 301/302 für die UdSSR.

·        1978 zwei Fahrgastschiffe Typ Binnenfahrgastschiff (BiFa) III.

·        1979 Eingliederung in das Kombinat Schiffbau Rostock (KSR). 

Küstenmotorschiff NIENHAGEN der Deutschen Seereederei auf dem Nord-Ostsee-Kanal gebaut beim VEB Maschinen Und Schiffsbau / Elbewerft Boizenburg, Baujahr 1971, Baunummer 300, IMO 7052442. 1999 in Spanien abgebrochen. 

Schiffswerft Boizenburg / Petram Gruppe

Kurzbiographie

·        1990 mit der Wiedervereinigung wird die Elbewerft in die Deutsche Maschinen und Schiffbau AG überführt.

·        1992 beginnend werden Fischereifahrzeuge für die Okshofsk Fishing Corporation gebaut.

·        1992 wird noch ein Fahrgastschiff an die Gemeinschaft russischer Staaten abgeliefert.

·        1993 wird die Werft im Rahmen der Privatisierung an die Petram Gruppe, die bereits in Bremerhaven im Werftgeschäft tätig ist, zu einem symbolischen Preis verkauft und mit einem dreistelligen Millionenbetrag gefördert.

·        1995 werden noch 4 Feederschiffe vom Typ EWB 340 (340 TEU können gestaut werden) abgeliefert.

·        1997 meldet die Werft Insolvenz an. Die Insolvenz war Gegenstand eines Untersuchungsausschusses des Deutschen Bundestages zur Feststellung, ob die staatliche Förderung zweckentfremdet wurde. Dies konnte nicht festgestellt werden.

·        1997 wird das letzte Schiff der Werft bei Sietas in Hamburg fertiggestellt und kommt unter dem Namen GERD SIBUM in Fahrt.

·        2017 die Stadt Boizenburg richtet zur Erinnerung an die mehr als 200-jährige Geschichte der Werft einen Freiluftpfad am Fährweg mit mehreren Schautafeln ein. 

VEB Tangermünder Schiffswerft  

Schiffbau- und Entwicklungsgesellschaft Tangermünde (SET) / Rönner Gruppe   

Lösche / Barthel Schiffswerft, Derben    

Schiffswerft Bolle    

Staatswerft Rothensee    

VEB Schiffswerft "Edgar André"    

Schiffswerft H. Schütz    

Gebrüder Sachsenberg    

VEB Rosslauer Schiffswerft    

Rosslauer Schiffswerft / Rönner Gruppe   

Sächsisch-Böhmische Schiffswerft, Blasewitz    

Laubegast Schiffswerft/Schiffs- und Yachtwerft Dresden GmbH (SYWD)    

VEB Yachtwerft Berlin/Yachtwerft Berlin   

Deutsche Industriewerke GmbH, Berlin    

Klahn Werft, Berlin    

Schiffswerft Berlin    

K. Siebert Bagger- und Schiffsbauwerft    

Spandauer Industriewerke    

Teltow Werft   

VEB Schiffsreparaturwerften Berlin Köpenick 

VEB Schiffswerft Rechlin, Müritz 

Gebrüder Wiemann / VEB Volkswerft "Ernst Thälmann", Brandenburg/Havel 

Schiffswerft Plaue/ Werft Brandenburg Plaue, Havel

Weser

Unterweser und Nebenflüsse 

Abeking & Rasmussen 

Adler Werft

Hinrich Bosse

Heinrich Brand KG 

Brenn- und Verformtechnik 

Buckau-Walther AG

Burmester Werft

Elsflether Werft

Fassmer Werft

 Seenotrettungsboot STRALSUND, 1994 mit Baunummer 1270 gebaut.

Frerichs & Co

Gutehoffnungshütte Sterkrade GmbH, Werk Blexen

Havighorst Werft

Rolandwerft

Hegemann & Rolandwerft

Kirchhammel Werft

C. Lühring

Lunewerft G. Kuhr

Lürssen Werft

Die Lürssen Gruppe heute

Norddeutsche Maschinen & Armaturenfabrik

D. Oltmanns Wwe

C. Pape

Gebrüder Schürenstedt 

Friedrich  Schweers 

Seenotrettungskreuzer WILHELM KAISEN auf der Station Saßnitz, gebaut 1978 mit Baunummer 6430, 2012 bei Tamsen Maritim in Rostock zum Offshore Sicherungsboot SHERRIE ANNE umgebaut. 2017 abgebrochen.

G. H. Thyen

Friedrich Wilhelm Wencke

Weserwerft

 

Bremer und Bremerhavener Werften 



Atlas Werke Bremen

Johann Lange

H. F. Ulrichs

Bremer Vulkan 

Max Sieghold 

AG "Weser"

Seebeckwerft

BOLESLAW PRUS gebaut 1973, Baunummer 971, IMO 7333808 für die Polish Chinese Joint Stock Shipping Corporation. 2011 abgebrochen.

Schichau - Bremerhavener Werk  

Delphin Werft Riedemann & Co

Schiffbaugesellschaft Unterweser AG 

Schichau-Unterweser AG

Schichau-Seebeckwerft (SSW) - SSW Fähr- und Spezialschiffbau 

Joh. C. Tecklenborg 

Lloyd Werft

Rickmers Werft - Norddeutsche Werft

Motorenwerk Bremerhaven

Oberweser

 

Arminius Werke, Bodenwerder 

  • Gründung 1902
  • ab 1974 mit einer 10 vor der eigentlichen Baunummer
  • bis 1988 Arminius Werft (zeitweise zur VEBA gehörend)
  • seit 1989 Neugründung als Arminius Werke
  • nach 1990 Beginn der Zusammenarbeit mit einer russischen Werft
  • seit 1993 ausschließlich Bau von Küstenmotorschiffen für eine russische Reederei
  • seit 1998 kein Schiffbau mehr am Standort Bodenwerder (letzte Baunummer 550)- vergleiche auch Cassenswerft, Emden und Hitzler Werft, Lauenburg

Oberweser Werft / Königswerft, Bodenwerder 

Brockmann & Dorowski Werft, Bodenwerder 

Fr. Rasche Werft, Vlotho /Lohnde  

Wilhelm Müller – Hamelner Werft, Hameln 

 

Jade und Ems

Ems

Bültjer Werft 

Cassens GmbH Schiffswerft und Maschinenfabrik 

Julius Diedrich

Ferus Smit GmbH

Martin Jansen

Gebrüder Kötter, Haren / Ems

Kurzbiographie:

  • 1919 durch Rudolf Kötter am alten Harener Hafen gegründet
  • 1922 Übernahme des Betriebes durch seine Söhne Hermann und Bernhard
  • 1959 Umzug in den neuen Hafen
  • 1960 Erster stählerner Schiffsneubau: Bunkerboot ESSO HAREN noch unterwegs als Loh-Tank 1
  • 1966 Erstes Küstenmotorschiff, danach hauptsächlich flussgängige Küstenmotorschiffe, ein sehr guter Kunde ist die Reederei Hammann & Prahm
  • 1996 Bau des letzten Küstenmotorschiffes
  • 2007 Doppelhüllen Binnentankmotorschiff TILL DEYMANN
  • seit 2008 noch tätig im Bereich Schiffsreparaturen und -Wartung. Außerdem Ausbau von zugelieferten Binnenschiffs-Kaskos.
  • 2019 Werft besteht noch, einige der gebauten Küstenmotorschiffe sind immer noch auf Nord- und Ostsee unterwegs


Lore Prahm, Kötter, Ems, NOK

LORE PRAHM, IMO 8915902, BJ: 1988, BN: 83 auf dem NOK

Rudolf Thea, Rumpf China, Kötter

RUDOLF-THEA; Rumpf 2009 in China gebaut, auf der Kötter Werft fertiggestellt, ENI 04807550

  

Jos. L. Meyer, Papenburg

Kran der alten Werft am Turmkanal

  • 1795     Gründung einer Werft am Papenburger Hauptkanal für den Bau von Holzschiffen, speziell Torftransport.
  • 1873     Erster eisener Kahn.
  • 1875     Erster eiserner Seitenraddampfer TRITON für den Norddeutschen Lloyd.
  • 1908     Fahrgastschiff PRINZ HEINRICH für den Borkum Verkehr. Heute als restauriertes Dampfschiff weiter im Einsatz
  • 1911     Beginn der Fertigung von Seezeichen, der bis Mitte der 60ziger Jahre fortgesetzt wurde.
  • 1913     Fahrgastschiff GRAF GÖTZEN für den Tanganjika See, Ostafrika. Gebaut, zerlegt, in Kisten an den Bestimmungsort transportiert und vor Ort zusammengebaut. Noch heute als inzwischen zum Motorschiff umgerüstete LIEMBA unterwegs. Zu sehen auch in dem Hollywood Film „African Queen“ mit Humphrey Bogart und Katherine Hepburn.
  • 1921     Erster größerer Frachtdampfer: DURAZZO für die Hamburg-Amerikanische Packetfahrt Aktiengesellschaft (HAPAG). Erst 1951 werden wieder größere Schiffe gebaut.
  • 1948     Fertigstellung des Feuerschiffes ELBE 1, das bereits vor Beginn des 2. Weltkriegs begonnen wurde.
  • 1960     Aufnahme der Produktion von Tankschiffen für den Flüssiggastransport. Bisher wurden über 50 Stück gebaut.
  • 1963     Aufnahme der Produktion von Fährschiffen (Fahrzeugtransport über See)
  • 1974     Umzug der Werft an den tidefreien Außenhafen direkt an der Ems


  • 1985     Stapellauf Kreuzfahrtschiff HOMERIC, letztes Schiff mit konventionellem Stapellauf von der Querhelling
  • 1987     Einweihung erstes überdachtes Baudock
  • 1990     Verlängerung Baudock.
  • 1992     Dem Antrag auf Bau einer neuen Werft auf Rügen wird nicht stattgegeben.
  • 1997     Übernahme der Neptun Werft in Rostock aus der Konkursmasse des Bremer Vulkan.
  • 2002     Fertigstellung neues Baudock.
  • 2007     Verlängerung neues Baudock.
  • 2008     CELEBRITY SOLSTICE ERSTES Kreuzfahrschiff über 100000 BRZ.
  • 2014     Übernahme der STX Finnland Werft in Turku.
  • 2015     Verlegung der Dachgesellschaft der Meyer Werft nach Luxemburg und Gründung von zwei Familienstiftungen nach deutschem Recht.
  • 2018     Ablieferung des Kreuzfahrtschiffes AIDAnova mit Flüssiggasantrieb.
  • 2020     Ablieferung Kreuzfahrtschiff SPIRIT OF ADVENTURE. Wegen der Corona Pandemie letztes abgeliefertes Schiff in diesem Jahr. 
  • 2021 Neubauauftrag der japanischen Reederei Nippon Yusen Kaisha (NYK) für ein Kreuzfahrtschiff zur Ablieferung in 2025.
  • 2021 Kiellegung für das Kreuzfahrtschiff DISNEY WISH der Disney Cruise Lines.

August 2020 SPIRIT OF ADVENTURE (IMO 9818084) fertiggestellt 

Aidamar, Stockholm, Meyer Werft

AIDAmar, BN: 690, BJ: 2012, IMO 9490052 in Stockholm

Nessewerft

Nordseewerke AG


Kurzbiographie

  • 1903      Gründung der Nordseewerke in Emden auf Betreiben des damaligen Oberbürgermeisters in Zusammenarbeit mit Unternehmern des Ruhrgebiets, die seit 1899 durch den Dortmund-Ems-Kanal an den Hafen angebunden waren
  • 1908     vorübergehende Schließung
  • 1911     Einstieg von Hugo Stinnes über die Deutsch-Luxemburgische Hütten AG
  • 1914     größter Industriebetrieb der Stadt
  • 1926     Namensänderung: Vereinigte Stahlwerke Abt. Nordseewerke Emden
  • 1934     Erholung nach der Weltwirtschaftskrise, während der die Produktion zum Erliegen kam.
  • 1941     Einbindung in den U-Bootsbau: es wurden insgesamt 30 Boote des Typs VII C abgeliefert
  • 1945     Werft wurde nicht demontiert, daher Reparaturen und Umbauten direkt nach der Kapitulation möglich
  • 1949     Erster Schiffsneubau: Fischdampfer NIEDERSACHSEN für die Deutsche Hochseefischerei Nordsee, 1962 abgebrochen
  • 1954     neues 218 m langes und 32 m breites Trockendock eingeweiht
  • 1957     durch den Rheinstahl-Konzern übernommen: Rheinstahl Nordseewerke
  • 1976     Fusion von Rheinstahl und Thyssen: Thyssen Nordseewerke
  • 2008     Thyssen Krupp Marine Systems (TKMS) Blohm + Voss Nordseewerke nach Zusammenschluss der beiden zum Konzern gehörenden Werften
  • 2010     Übernahme durch Schaaf Industrie AG (SIAG). Nur noch Bau von Wingkraftanlagen, 
  • 2010      Emder Werft- und Dockbetriebe abgespalten: Schiffsreparatur und -umbau, Klassenarbeiten


  • 2015     Nach Insolvenz als Nordsee Emden Shipyard GmbH neu aufgestellt 
  • 2018     Übernahme durch den norwegischen Fosen Konzern
  • 2020     Hochseelachsfarmen im Unterauftrag der norwegischen Fosen Werft im Bau 


Gebrüder Schlömer

Schulte & Bruns

Kurzbiographie

  • 1917     Gründung der Werft als Tochtergesellschaft der gleichnamigen Reederei
  • 1920     Nach Schiffsreparaturen erster Schiffsneubau
  • 1936     100. Schiffsneubau
  • 1958     200. Schiffsneubau
  • 1968     Erweiterung des Werftgeländes, Neubau einer Helling
  • 1975     Ablieferung Größtes Schiff der Werft MOBIL JADE
  • 1977     November Konkurs
  • 1978     Landesbürgschaft für den Fertigbau der LÜHE
  • 1978     Verkauf eines Teils des Werftgeländes an Cassens 

Hermann Sürken, Papenburg 

Kurzbiographie

  • 1946 von Hermann Sürken gegründet und in den Neubau kleinerer Hafen- und Küstenschiffe sowie von Binnenschiffen eingestiegen. Besonders erfolgreich in der Fertigung von flußgängigen Seeschiffen.
  • 1983 von der Weserhütte den Bau bon Baggern übernommen
  • 1992 Konkurs angemeldet, Baggerbau noch für zwei Jahre fortgeführt

Siemer Jachtservice, Barßel-Reekenfeld

Lübbe Voss Werft, Ihlow

Kurzbiographie

ca.1850 von niederländischem Schiffbaumeister in Ihlowfehn gegründet, vom Sohn Lübbe Voss fortgeführt

1896 Enkel Albert übernimmt noch minderjährig mit Ausnahmegenehmigung den Werftbetrieb

1901 der erste Torfkahn wird abgeliefert

1936 Urenkel Lübbe Voss übernimmt den Werftbetrieb

1939 Werftbetrieb wird bei Kriegsbeginn geschlossen, Lübbe Voss arbeitet bei Abeking und Rasmussen

1948 Werft siedelt nach Westerende-Kirchloog (heute Ortsteil von Ihlow) an den Ems-Jade-Kanal um. Erstes Binnenschiff vom Typ Oskar-Teubert wird abgeliefert

1967 erster Krabbenkutter wird abgeliefert, über 100 folgen

2005 Werft wird von Dirk und Lars Heyen übernommen. Schiffsneubau wird eingestellt

RUBIN, Baujahr 1991, BN: 143, MMSI 211 61 9000

ARGUS (SU-10) gebaut als EMSSTROM (GRE-7) Baunummer 81

Werftunion GmbH & Co, Niederlassung Emden

 

Jade

Kaiserliche Werft Wilhelmshaven

Reichs-/Kriegsmarinewerft Wilhelmshaven

Wilhelmshavener Werft

Jadewerft/Neue Jadewerft/Lürssen Gruppe 

MWB Motorenwerke Wilhelmshaven 

Kurzbiographie:

1968 als Zweigstelle der Motorenwerke Bremerhaven (MWB) am Südstrand gegründet

1991 Umzug auf das Gelände der ehemaligen Wilhelmshavener Yachtwerft

2002 Nunmehr selbstständig unter dem Namen MWB Motorenwerk Wilhelmshaven

2018 besteht noch. Webseite der Werft http://www.mwb-wilhelmshaven.de/

Brandgans, WSA Brunsbüttel, ENI 05039580

BRANDGANS, Arbeitsboot des WSA Brunsbüttel, BJ: 2000, ENI: 05039580

 


 Oder

VEB Oderwerft Eisenhüttenstadt

Neue Oderwerft

 

Rhein (mit Nebenflüssen) und Donau

Rhein

Schless Werft, Wesel

Rheinwerft Walsum (GHH Sterkrade)

Meidericher Schiffswerft, Duisburg 

Stapeltor, Schuber, Thor, Meidericher Werft

Schuber STAPELTOR, BJ: 1975, BN: 367, ENI 04013990 mit Arbeitsplattform THOR, ENI 04807280 auf dem Rhein bei Köln

Meidericher Schiffswerft, Wasserschutzpolizei, NRW

WSP 4, Wasserschutzpolizei NRW, Meidericher Schiffswerft, 1993

 

Ruhrorter Schiffswerft Friedrich Krupp, Duisburg

Fleischhauer Werft, Dormagen/Zons

Zollboot, Brunhild, Amrum, Husum

Zollboot AMRUM in Husum, ursprünglich als BRUNHILD für den Einsatz auf der Donau gebvaut, BJ: 1990, Umbau zum seegehenden Zollboot 1997


Ewald Berninghaus, Köln

Stettiner Oderwerke / Hansa Stahl & Schiffsbau GmbH, Köln-Deutz

Kurzbiographie

  • Neugründung der Stettiner Oderwerke nach dem II. Weltkrieg mit noch vor Kriegsende überstelltem Material
  • 1954 Konkurs und Umbenennung in Hansa Stahl & Schiffsbau. Unter anderem Fertigung eines Rumpfes für ein Küstenmotorschiff, der auf der Hanseatischen Werft in Hamburg fertiggestellt wurde
  • 1961 Konkurs

Lux Werft, Niederkassel-Mondorf  

Kurzbiographie:

  • 1945 durch Schiffbauer Johann Lux gegründet
  • 1946 Bau erster stählerner Kähne, die über die Jahre hinweg weiter gebaut werden. Außerdem Nachen für die Siegfähre (Gierfähre)
  • 1948 Erstes motorisiertes Schiff für holländischen Besteller (Baunummer 1)
  • 1948 Übernahme von Bootsverleihen auf NRW Seen bei gleichzeitiger Fahrzeuglieferung für diese Betriebe
  • 1957 Übernahme Fahrgastschifffahrt auf Harkort und Hengstey See (NRW)
  • 1958 Neue Schiffbauhalle im Ort, Schiffe müssen durch den Ort zum Rhein transportiert werden
  • 1963 Umzug auf neues Gelände direkt am Rhein
  • 1965 Erster Neubau am neuen Ort: Fahrgastschiff WILLI OSTERMANN (Baunummer 18) (fährt heute noch auf dem Rhein in Köln)
  • 1967 Übernahme der Biggesee Schifffahrt, weitere Übernahmen folgen später, Fahrgastschiffe werden Schwerpunkt im Bauprogramm der Werft
  • 1984 Neue Schiffbauhalle
  • 2006 Übernahme des Fährbetriebs Niederkassel-Mondorf und Bonn-Graurheindorf
  • 2010 Übernahme benachbarter Werft und Neubau einer 94m langen Schiffbauhalle
  • 2018 Erstes Schiff mit reinem Elektroantrieb für den Rurstausee: ST. NIKOLAUS (Baunummer 214)
Willi Ostermann, Lux Werft, Köln, Rhein

Fahrgastschiff WILLI OSTERMANN, BJ: 1965, BN: 18, ENI 04025470

 

Rheinperle, Köln, Lux-Werft

RHEINPERLE gebaut 1967 als REGINA, BN: 24, ENI:04200990

 

Schluchsee, Fahrgastschiff, Lux-Werft

SCHLUCHSEE, BJ: 2014, BN: 204, ENI 04811640, Überführungsfahrt auf dem Rhein zum Schluchsee (ab Karlsruhe Landtransport)

Jean Stauf, Königswinter

Oberkasseler / Oberwinter Schiffswerft / Schiffswerft Mittelrhein / Schiffs Service Oberwinter (SSO), Oberwinter 

Concordia, Albich, Hamburger Hafen

CONCORDIA, BN 129, BJ 1995, SSO, ENI 04307280

 

Hilgers Werft, Rheinbrohl

Schottel Werft, Spay

Rheinwerft Mainz

Christof Ruthof, Mainz-Kastel

Kurzbiographie

  • 1871 durch Christof Ruthof gegründet, Bau aller Arten von Binnenschiffen
  • 1892 Zweigwerk in Regensburg, Bau von Binnenschiffen für den Donauraum
  • 1920 nach Tod von C. Ruthof familieneigene Kommanditgesellschaft
  • 1929 Baunummer 1000 wird abgeliefert (Seitenraddampfer Mainz, heute Museumsschiff in Mannheim)
  • 1947 erfolgreicher Wiederaufbau
  • 1955 Exportaufträge im Rahmen von Entwicklungshilfe für Burma (Myanmar), Ghana und Ägypten
  • 1957 Erstes Schubboot mit entsprechenden Leichtern für den Rhein (Baunummer 1415)
  • 1976 Wegen fehlender Bauaufträge muss die Werft schließen, auf dem Werftgelände werden nachfolgend Wohnungen gebaut

 

Nawatrans IX, Winschermann 9, Mittellandkanal

NAWATRANS IX, BN: 1426, 1959 als WINSCHERMANN & CIE 9 gebaut, ENI:04802060

 

 

Lesath, Mittellandkanal, 1916, Schleppkahn, Ruthof

LESATH, ENI 04027240, ein richtig altes Schätzchen, 1916 als Schleppkahn gebaut, 1960 motorisiert, 1972 verlängert, März 2018 auf dem Mittellandkanal unterwegs

 

 

Schönrain, Andrea, Ruthof, Mainz

SCHÖNRAIN, BJ: 1959, BN: 1524, ex ANDREA, ex BERN, ex ARTUR GILLE, ex MAX GELDNER

 

Schiffs- und Maschinenbau AG (SCHIMAG), Mannheim

 

 

Armin, Mannheim 310, Binnenschiff, Hamburg

ARMIN, Heimathafen Hamburg, gebaut 1954 als MANNHEIM 310, ENI: 05116740

 

Schiffswerft Braun, Speyer

Oberrheinische Schiffswerft / Germersheimer Schiffswerft / Neue Germersheimer Schiffswerft

Kurzbiographie:

  • 1927 als Oberrheinische Schiffswerft gegründet
  • 1953 Beteiligung der Reederei Reichel, Umbenennung in Germersheimer Schiffswerft
  • beginnend 1974 Bau von Spezialschiffen für afrikanische Länder, teilweise zerlegt hergestellt und vor Ort zusammengebaut
  • 1989 Insolvenz mit anschließender Neugründung: Neue Germersheimer Schiffswerft
  • 2002 Betriebseinstellung. Letztes Schiff STRELASUND für die Gewässeraufsicht in Mecklenburg-Vorpommern
Strelasund, Stralsund, MV, IMO 9246956

Gewässeraussichtsschiff STRELASUND in Stralsund, BJ: 2002, BN: 870, IMO 9246956


Bruker Meerestechnik, Karlsruhe 

Bodan Werft, Kressbronn am Bodensee

  

Zollboot, Aurich, Emden

17-m-Typ Zollboot AURICH, BJ: 1980 eingesetzt in Emden


Nebenflüsse Rhein

Hans Boost Schiffswerft, Trier (Mosel)

Bayerische Schiffbaugesellschaft, Erlenbach (Main)

Bayernland, Bayerische Schiffbaugesellschaft,

BAYERNLAND, BN: 1093, BJ: 1984 auf dem Rhein bei Stromkilometer 668

  

Monika, ENI 04503590, Bayerische Schiffbau, Erlenb

Tankmotorschiff MONIKA, BJ: 1992, BN: 1114, ENI 04503590 auf dem Rhein zu Berg bei Königswinter am 12.01.2019

Ebert Werft, Neckarsteinach

 

Susanne, Mittellandkanal, 04601900

SUSANNE, ENI 04601900, gebaut 1936 als GOTTLIEB DAIMLER

Neckar, Desejo, Peter Jäckel, ENI 02314623

DESEJO gebaut 1966 als PETER JÄCKEL hier auf dem Mittellandkanal, ENI 02314623

 Schiffs- und Maschinenbau Neckarsulm

Gudrun Hermann, Anna Arina, Binnenschiff, Neckarsu

ANNA ARINA, ENI 02319887 gebaut 1956 als GUDRUN HERMANN auf dem Rhein bei Bad Honnef

Donau

Deggendorfer Werft und Eisenbau GmbH

Theodor Hitzler