Schiffsgucker.de 
Überblick über den deutschen Schiffbau - gestern und heute
 

Was ist aus den deutschen Werften geworden?



Werftbeschreibungen 

Aufgrund der momentanen Größenbeschränkung der Homepage sind die detaillierten Bau- und Lebenslauflisten nur in der Cloud (Microsoft One) abrufbar.

Nachstehend die Liste der verfügbaren Dokumente von A bis M (Dateiname im Fettdruck, Inhaltsbeschreibung)

Hier der Link zum Ordner mit den herunterladbaren Dokumenten. Alle Dokumente können unter den Bedingungen der Creative Commons CC-BY-NC-SA-4.0 verwendet werden:

 

Dokumentenordner 

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Als letzte Möglichkeit bietet sich dann ein Eintrag im Gästebuch mit E-Mail Adresse an. An diese E-Mail Adresse kann ich dann einen einmaligen Zugangslink senden.

Allgemeines (Stand 23.09.2020)

A-Schiffstypen: Einteilung der Schiffe in Typen und Klassen (Zusammenfassung mehrerer Typen) und Anzahl der jeweils erfassten Schiffe.

Schiffslisten (Stand 23.09.2020)

C1-Schiffsliste_Schiffsnamen: Übersicht über alle erfassten Schiffsnamen in alphabetischer Sortierung, die einen Stammdatensatz bilden (keine Umbenennungen).

C2-Schiffsliste_Lebenslaufname_Zuordnung_Umbenennungen: Erfasste Schiffsnamen (Lebenslaufname= Datensatzname in der Datenbank) und die zugehörigen Umbenennungen.

C3-Schiffsliste_Häufigkeit Schiffsnamen: Erfasste Schiffsnamen (Lebenslaufname) und ihre Häufigkeit in alphabetischer Sortierung.

C4-Schiffsliste_Umbenennungen_Zuordnung_Lebenslaufnamen: Alle erfassten Umbenennungen in alphabetischer Sortierung und ihre Zuordnung zu einem Lebenslaufnamen.

C5-Schiffsliste_IMO_Nummern: IMO Nummern in aufsteigender Sortierung mit Verknüpfung zu Schiffsnamen- und Werft.

C6-Schiffsliste_nach1950_unbekannte_IMO: Liste der nach 1950 gebauten Seeschiffe, für die bisher keine IMO Nummer bekannt ist.

Baulisten (Stand 24.09.2020)

D0-Deutsche_Werften_Anzahl_Buch: Deutsche Werften in alphabetischer Sortierung mit Anzahl der erfassten Schiffe und Einträgen in den Dokumenten M1 (Textband), M2 (Baulisten) und M3 (Bildband)

D1-Baulisten_Deutsche_Werften: Deutsche Werften in alphabetischer Sortierung mit den erfassten gebauten Schiffen für in- und ausländische Eigner.

D2-Baulisten_Ausländische_Werften: Ausländische Werften in alphabetischer Sortierung mit den erfassten gebauten Schiffen für deutsche Eigner.

Lebenslauflisten Werftensortierung (Stand 26.09.2020)

E1-Lebensläufe_deutsche_Werften: Lebenslauflisten der auf deutschen Werften für in- und ausländische Eigner gebauten Schiffe mit umfassenden Schiffsmerkmalen (Maße, Maschine, Ladung, Besatzung/Passagiere, Anmerkungen, bei Kriegsschiffen Bewaffnung) sowie Lebenslaufdaten insbesondere Umbenennungen, Besitzerwechsel, Havarien und Einsatzereignisse.

E2-Lebensläufe_ausländische_Werften: Lebenslauflisten der auf ausländischen Werften für deutsche Eigner erbauten Schiffe mit umfassenden Schiffsmerkmalen und Lebenslaufdaten (Daten wie in E 1).

Neu!! Lebenslauflisten Schiffstypensortierung (Stand 22.09.2020)

F00-Lebensläufe_Schiffstypensortierung: Lebensläufe aller in der Datenbank erfassten Schiffe nach Schiffstypen sortiert. Die nachstehenden F-Dokumente bilden jeweils schiffstypspezifisch Teilbereiche der Datenbank ab und erleichtern somit den Zugriff, da die Dokumente übersichtlicher sind.

F01-Typ_Binnengüterschiffe: Alle erfassten Güter- und Tankmotorschiffe der Binnenschifffahrt.

F02-Typ_Tankschiffe: Alle erfassten Rohöltankschiffe, Chemikalien- und Produktentanker, Flüssiggastanker, Küstentanker, Bunkerboote und Tankrenigungsschiffe. 

F03-Typ_Kriegsschiffe_Hilfskriegsschiffe: Alle erfassten Kriegs- und Hilfskriegsschiffe der preußischen Marine, der Marine des Deutschen Bundes, der Kaiserlichen Marine, der Marine der Weimarer Republik, der Marine des III. Reiches, der Seestreitkräfte der DDR (Volksmarine) und der Bundesmarine - nach der Wiedervereinigung Deutschen Marine, ausländische Marinen.

F04-Typ_Fischereifahrzeuge: Alle erfassten Fisch-, Krabben- und Muschelkutter, Fischdampfer, Logger, Trawler, Motorseitenfänger, Heckfänger, Fabrikverarbeitungsschiffe, Transporttrawler, Walfangmutterschiffe und Walfangboote.

F05-Typ_Passagierschiffe: Alle erfassten Fahrgastschiffe, Flußkreuzfahrtschiffe, Fracht- und Passagierdampfer, Kombifrachter, Passagier- und Kreuzfahrtschiffe.

F06-Typ_Küstenmotor_Feederschiffe: Alle erfassten Küstenmotorschiffe und im Zubringerdienst eingesetzten Containerschiffe (Feeder). 

Reedereien,  Behörden und Marinen (Stand 26.09.2020) 

H00-Erfasste_deutsche_Reedereien_Behörden_Marinen: Erfasste deutsche Reedereien, Manager, Behörden und Marinen mit Link und Anzahl erfasste Schiffewenn vorhanden.

H01-Reedereien_Behörden_Marinen_Schiffe_Anzahl: Erfasste deutsche Reedereien, Manager, Behörden und Marinen  mit ihren erfassten Schiffen, den zugehörigen Werften, Baujahr, Baunummer und IMO/ID und wenn bereits erfasst Kurzbiographie mit Flagge sowie Lebenslaufende.

Quellen (Stand 22.05.2020)

K-Quellen Bücher: Angabe von Büchern, die für die Datenerfassung genutzt wurden oder für weiterführende Untersuchungen verwendet werden können.

L-Quellen Zeitschriftenartikel-Filme: Angabe von Zeitschriftenartikeln, Broschüren und Filmen, die für die Datenerfassung genutzt wurden oder für weiterführende Untersuchungen verwendet werden können. 

Buchdokument (Stand siehe Einzelbände) 

M1_Schiffbau_in_Deutschland_Textband: bebilderter Textband zur Geschichte des Schiffbaus in Deutschland einschließlich der Geschichte einzelner Werften. (27.08.2020)

M2_Schiffbau_in_Deutschland_Baulisten: Baulisten deutscher Werften mit Hinweisen zur Baunummernvergabe und nicht aufgenommenen Baunummern (12.10.2020)

 M3_Schiffbau_in_Deutschland_Bildband: Alphabetisch geordnete Bilder von Schiffen, die auf deutschen Werften gebaut wurden. (26.08.2020)


Nachstehend ein Überblick über die Werften, die bisher mit mindestens einem Schiff erfasst wurden. Dieser Abschnitt wird laufend durch Texte und Bilder ergänzt und wird zur Zeit grundlegend überarbeitet: 

Ostseeraum 

Schleswig-Holsteinische Ostseeküste   

Der Großschiffbau an der Schleswig-holsteinischen Ostseeküste hat sich schon immer auf die Städte Flensburg, Kiel und Lübeck mit Travemünde konzentriert.

In Flensburg ist praktisch seit den Anfängen des Großschiffbaus von maschinengetriebenen Schiffen die Flensburger Schiffbaugesellschaft dominierend. Sie hat zwei Weltkriege und bisher alle Schifffahrtskrisen überstanden, dank großer Flexibilität im Spezialschiffbau, mit der es gelang, immer wieder neue Nischenmärkte zu besetzen.

Kiel war zunächst geprägt durch seine Rolle als Kriegshafen der kaiserlichen Marine mit dem zugehörigen Werftbetrieb für den Bau von Kriegsschiffen, dann aber schnell auch durch die stetig wachsenden Howaldtswerke, die nach dem zweiten Weltkrieg sogar weltgrößte Werft im Handelsschiffbau wurden. Diese Zeiten sind lange vorbei, aber immer noch werden von den verbliebenen Werftteilen der Howaldtswerke Handels- und Kriegsschiffe gebaut.

Alle anderen Kieler Werften sind nicht mehr im Neubau großer Handelsschiffe tätig, ebenso ist es den Lübecker Großwerften ergangen.

Neben diesen drei Standorten des Großschiffbaus bestanden und bestehen an der schleswig-holsteinischen Ostseeküste immer noch zahlreiche Boots- und Yachtwerften. 

Aluminium Schiffswerft Frank Gmb H

Deutsche Werke, Kiel

Dräger Werke

Evers Werft

Flender Werft, Lübeck

Flensburger Maschinenbauanstalt Johannsen & Sörensen

Flensburger Schiffbau-Gesellschaft 

Aufkleber der Flensburger Schiffbaugesellschaft

Schiffbauhalle der Flensburger Schiffbaugesellschaft


Germaniawerft Friedrich Krupp AG/Norddeutsche Schiffbau GmbH

Alfred Hagelstein Maschinenfabrik (HATRA)

Georg Howaldt, Kiel

Howaldtwerke Kiel

HDW - Howaldtswerke-Deutsche Werft AG, Werk Kiel

Forschungsschiff POLARSTERN vor den Hellingen der Kieler Howaldtswerke, damals im Besitz der Salzgitter Werke

Kaiserliche Werft Kiel

Henry Koch Schiffswerft, Lübeck

Lindenau Werft, Kiel

Lübecker Maschinenbaugesellschaft/Orenstein & Koppel

Maschinenbau Gabler

Neustädter Slip GmbH, Neustadt (Holstein)

Schiffswerft Laboe, Kiel

Schlichting Werft, Lübeck-Travemünde

Schweffel Werft, Kiel

Stocks & Kolbe, Kiel

Travewerft (Goredhardt), Lübeck

 Mecklenburgische Ostseeküste

Außer in Rostock gab es im ausgehenden 19. und beginnenden 20. Jahrhundert keine Großwerften für den Eisenschiffbau an der Mecklenburger Küste. In Rostock konnte die Neptunwerft mit ihren Frachtdampfern durchaus Bauerfolge erzielen, eine Entwicklung zu einer der ganz großen deutschen Schiffswerften setzte aber nicht ein.

Die Situation änderte sich nach dem zweiten Weltkrieg, da sich in Mecklenburg der einzige Küstenabschnitt des sowjetisch besetzten Teils Deutschlands befand an dem Schiffbau zu Reparationszwecken betrieben werden konnte. Als aus der sowjetisch besetzten Zone die Deutsche Demokratische Republik (DDR) als teilweise eigenständiger Staat entstand, hatte auch dieser ein Interesse daran den Schiffbau zu entwickeln, um zum einen eine Handelsflotte zu schaffen und zum anderen durch den forcierten Ausbau der Fischereiflotte die Versorgungslage der einheimischen Bevölkerung mit hochwertigem Eiweiß zu verbessern.

So entstanden in den Städten Rostock, Stralsund, Wismar und Wolgast in den ersten zehn Jahren des Bestehens der Republik teilweise auf Gelände ehemaliger aufgegebener oder verstaatlichter kleiner Werftbetriebe auch international erfolgreiche Großwerften. 

Insbesondere beim Bau von Fischereifahrzeugen wurde durch innovative Technik im Bereich von Fang- und Verarbeitungstechnik (Heckfänger/Fabriktrawler) sowie dem konsequenten Einsatz der Serienfertigung, der sich bereits im II. Weltkrieg beim Kriegs- und Handelsschiffbau bewährt hatte, nicht nur die eigene Fischereiflotte aufgebaut, sondern auch die der Sowjetunion. Die Volkswerft Stralsund, auf die letztendlich der Bau von Fischereifahrzeugen konzentriert wurde, stieg dabei zeitweise zum weltweit größten Produzenten von Fischereifahrzeugen auf.

Auch beim Bau von Fracht- und Passagierschiffen wurden die Prinzipien der Serienfertigung angewendet. Durch die schnelle Weiterentwicklung der Frachtschiffgrößen und insbesondere dem Aufkommen der Containerschiffe wurden hier aber nie so große Serien wie im Bau der Fischereifahrzeuge erreicht. Die Handelsschiffe wurden sowohl in den Ostblock als auch ins westliche Ausland exportiert. 

Buchholz Boots- und Yachtwerft

Hansa Werft AG/Burchards Werft

Hanse Yacht Group

C. D. H. Hansen

 Willi Horn Schiffswerft

Schiffbaumeister Juhl

Gebrüder Kruse

Lübke Werft

Maschinenfabrikanten Avon & Gollnow 

Emil Padderatz

C. Pretzer

Rostocker Bootswerft

Rostocker Schiffs- und Maschinenbau AG

Georg Schuldt

Seedorfer Werft

VEB Boddenwerft

VEB Boots- und Reparaturwerft Barth

VEB Boots- und Reparaturwerft Greifswald

VEB Schiffs- und Bootswerft Altwarp

VEB Schiffs- und Bootswerft Gehlsdorf 

Neptunwerft AG

VEB Neptun Werft

Neptunwerft - Bremer Vulkan

Neptunwerft - Meyer Werft 


1997     Übernahme der Neptun Werft, Rostock aus der Konkursmasse des Bremer Vulkan in die Meyer-Gruppe.

2000     Umzug an neuen Werftstandort Warnow abwärts, ehemaliges Werftgelände wird Wohnquartier

2001     Beginn des Baus von Flusskreuzfahrtschiffen, bisher über 70 fertiggestellt

2006     Fertigung von Maschinenraummodulen für Kreuzfahrtschiffe der zur Meyer Gruppe gehörenden Werften in Papenburg an der Ems und in Turku, Finnland.

2015     Dachgesellschaft der Werften der Meyer Gruppe zieht nach Luxemburg.

2017     Baubeginn für eine neue Schiffbauhalle. 

VIKING MIMIR, Baujahr 2015, BN: 557, ENI:07002025 unterhalb der Hohenzollernbrücke in Köln


 

VIKING BRAGIR, Baujahr 2012, BN: 528, ENI: 07001961

VEB Volkswerft Stralsund

Sonderstempel zum 30jährigen Bestehen des VEB Volkswerft Stralsund mit Heckfänger, dem Brot- und Butterschiff der Werft

VEB Peene Werft

Hegemann Gruppe Ost - Volkswerft-Peenewerft-P&S Werften

P&S-Werften

Peene Werft - Lürssen Gruppe

VEB Mathias-Thesen-Werft

Meerestechnik Werft

Aker MTW Werft

VEB Warnowwerft

Warnowwerft Warnemünde GmbH

Kvaerner Warnowwerft

Aker Kvaerner Warnowwerft

Aker Warnow Werft

Wadan Shipyards

Nordic Yards

MV Werften

Wilhelm Wessel

Zeitz und Tischbein

 

Östliche Ostsee (ab Schwinemünde/Stettin)

Danziger Werft

Greifenwerft

Johannsen & Co

Kaiserliche Werft Danzig

Keier & Devrient

Johann Jacob Klawitter

Franz Kneiske Schiffbaumeister

Königliche Werft Danzig

Kuszewski Werft

Liegnitz Werft

Lindenau Werft

Nüscke & Co

Oderwerke - vormals Möller & Holberg

Ostseewerft

Schichau - Danziger Werk

Schichau - Elbinger Werk

Schichau - Königsberger Werk

Schneider Werft

Stettiner Maschinenbau-Actien Gesellschaft Vulcan

Union Gießerei Contienen

Wolheim Werft

Leopold Zobel

Nordseeraum 

Schleswig-Holsteinische Nordseeküste und Nord-Ostsee Kanal

Bieritz Werft Friedrichskoog 

Büsumer Schiffswerft 

Husumer Schiffswerft, Husum

Anlagen der Husumer Schiffswerft zum Zeitpunkt als Windkraftanlagen in das Bauprogramm aufgenommen wurden

Schöning'sche Schiffswerft Friedrichsstadt 

Schömer & Jensen /Eiderwerft AG

 „Hansa" Schiffs- und Maschinenfabrik / Norddeutsche Unionwerke 

Tönninger Schiffswerft Dawartz 

Staatswerft Rendsburg Saatsee 

Krögerwerft Rendsburg Aukrug / Lürssen Werft - Werk Rendsburg

Nobiskrug Werft, Rendsburg

Logo der Werft

Kurzbiographie

1905 durch Otto Stork in Rendsburg am Nord-Ostsee-Kanal gegründet.

1914 Bau von Kleinfahrzeugen für die Kaiserliche Marine.

Ab 1920 Bau von Fischdampfern, Frachtdampfern und Küstenfahrzeugen. Besonders erfolgreich die Motorschoner-Serie "Ich verdien".

1939 Bau von Kleinfahrzeugen für die Kriegsmarine des III. Reiches.

Ab 1950 Bau von Stückgutfrachtern, Küstenmotorschiffen, Fähren hauptsächlich für den Ostseeverkehr, RoRo-Schiffen.

1958 wurde das heutige Hamburger Museumsschiff BLEICHEN, Baunummer 607 gebaut.

1963 Bau des Schulschiffs DEUTSCHLAND für die Bundesmarine.

ab 1963 Bau von Chemikalien- und Produktentankern.

1987 Konkurs, anschließend von den Howaldtswerken-Deutsche Werft AG (HDW) übernommen.

Ab 2000 bis heute Bau von Luxusyachten.

2004 Bau von Flußkreuzfahrtschiffen

2006 Gehört jetzt zu Thyssen-Krupp-Marine-Systems (TKMS).

2008 an ABU Dhabi Marine Systems.

2008 Für die in diesem Jahr abgelieferte Luxusyacht SIREN wurde die Werft mit dem World Superyacht Award ausgezeichnet.

2010 an Finanzinvestor PriInvest, der über ein Konglomorat an Werften verfügt

2014 Zusammen mit Kieler Werften (Lindenau, Teile Howaldtwerke) zu den German Naval Yards zusammengeschlossen.

2020 September Kündigung von 120 Mitarbeitern (fast 25 % der Belegschaft) als Auswirkung Corona Pandemie, die beschleunigte Umstrukturierung erfordert. Zukünftig Konzentration auf den Bau von Superyachten

Schiffbauhalle Nobiskrug

Elbe

Unterelbe und Hamburg 

Links und rechts haben sich an den Ufern der Unterelbe eine Vielzahl von Schiffsbauplätzen entwickelt. Dabei wurden auch die Mündungen der größeren Nebenflüsse einbezogen oder günstig gelegene Elbarme genutzt. Alle diese Schiffsbauplätze haben mit dem Holzschiffbau begonnen und sich teilweise zu mittelgroßen Werften im Stahlschiffbau weiterentwickelt. Die an der Elbe ebenso ansässigen Küstenschiffseigner sind über Jahrzehnte die treuesten Kunden dieser Werften gewesen. An den Küstenschiffen lässt sich die Entwicklung vom Schoner mit Hilfsmotor über das Küstenmotorschiff zum Feederschiff (Containerschiff im Zubringerverkehr) und damit auch die Weiterentwicklung der Werften ablesen.

Im Zuge der Weltwirtschaftskrise nach dem I. Weltkrieg mussten bereits kleinere Werften aufgeben. Mit der Werftenkrise der 70-iger Jahre mussten Werften das Neubaugeschäft einstellen, sich zur Reparaturwerft wandeln, die Selbständigkeit aufgeben oder sogar den Weg in die Insolvenz antreten.

In Hamburg entstanden aus Schiffsbauplätzen für hölzerne Kleinsegler eine Vielzahl von kleineren und mittleren Werften, die auch den Übergang zum Eisenschiffbau schafften. Einige entwickelten sich zu veritablen Werftbetrieben, daneben entstanden aber auch Neugründungen wobei hier besonders die Werft Blohm & Voss ( später Blohm + Voss) als wohl bekannteste immer noch unter diesem Namen bestehende Großwerft zu nennen ist. Aber schon lange entstehen weder hier noch auf anderen großen Hamburger Werften Neubauten für die Handelsschifffahrt. Dieser Schiffbau ist der asiatischen Konkurrenz zum Opfer gefallen.

Aber auch die auf den Bau von Küstenmotorschiffen und ihren Nachfolgern den Feedern ( kleinere Containerschiffe) spezialisierten Werften mussten aufgeben. Dies war ein fortschreitender Prozess, dem 2014 auch die fast vierhundert Jahre im Familienbesitz befindliche Sietas Werft zum Opfer gefallen ist. Wie es unter dem neuen russischen Eigner weitergeht, muss sich erst noch zeigen.

So ist nur noch der Bau von Schiffen für die deutsche Marine, ab und an eine Luxusyacht und der Bau von Hafen- und Behördenfahrzeugen sowie Binnenschiffen an der Elbe verblieben

Mützelfeldwerft, Cuxhaven 

Hugo Peters Schiffswerft/Unterelbewerft, Beidenfleth und Wewelsfleth 

Kremerwerft, Elmshorn und Glücksstadt

Thormählen Werft, Elmshorn

Stader Schiffswerft, Stade 

Altenwerder Schiffswerft

W. Bauer Schiffswerft

Blohm & Voss

Albert Bonne Schiffswerft

Heinrich Brandenburg

C. Breuning & Sohn ???

Theodor Buschmann

Deutsche Werft AG

Ernst Dreyer

Elbewerft

Johann Heinrich Fack

Flint Werft

Fritz Frank Schiffswerft

Hein Garbers

Gleichmann & Busse

Godeffroy Werft

Heinrich Grube

Hamburger Elbe Schiffswerft

Hanseatische Werft

Kurzbiographie

  • 1954 meldete die Renck Werft in Hamburg-Harburg Konkurs an. Der Betrieb wurde zunächst durch den Reeder Gleue weitergeführt, um ein für ihn bestimmtes bereits begonnenes Schiff fertigzustellen. Es folgte dann noch die Fertigstellung eines weiteren Schiffen, bevor das Konkursverfahren fortgesetzt wurde
  • 1956 wurde auf dem Werftgelände auf Betreiben von J.A. Reinecke, einem bekannten Hamburger Reeder die Hanseatische Werft gegründet. Sie baute für diesen Reeder einige Stückgutfrachter, außerdem Fahrgastschiffe für die Hamburger Hafen- und Dampfschiffahrtsgesellschaft (HADAG), Fährschiffe für den Ostseeverkehr nach Skandinavien und eine Reihe von Binnenschiffen.
  • 1962 geriet die Werft in finanzielle Schieflage, als die Hamburger Schlieker Werft mitsamt den Ottensener Eisenwerken zusammenbrach und die an letztere bereits geleisteten Anzahlungen für Schiffsmotoren verloren waren.
  • 1962 musste daher Konkurs angemeldet werden. Das mit Baunummer 25 begonnene Seebäderschiff HELGOLAND wurde von den Hamburger Howaldtswerken fertiggestellt. Berühmt wurde es später als Hospitalschiff vor Vietnam. Immer noch in Fahrt als GALAPAGOS LEGEND

Hatecke Yacht- und Bootswerft

Louis Heyden Schiffswerft und Maschinenfabrik

Wilhelm Holst Schiffswerft, Neuenfelde 

UNTERELBE im Husumer Hafen 2012, gebaut 1939 als Danzig, BN:154, IMO: 5373696

Kurzbiographie

  • 1920 Wilhelm Holst beginnt nach der Übernahme des elternlichen Zimmereibetriebes mit dem Bau von hölzernen Rettungsbooten für Blohm & Voss
  • 1925 erstes eisernes Schiff
  • 1938 erste Küstenmotorschiffe
  • 1939 für die Kriegsmarine werden Artillerieträger gebaut
  • 1949 PAUL, das erste der von Adolph Weselmann konstruierten Küstenmotorschiffe wird fertiggestellt
  • 1950 der Bau von Küstenmotorschiffen ist das Standbein der Werft. Unter anderem werden auch Schiffe an den Schwiegersohn des Werftgründers, den Reeder Jonny Wesch geliefert
  • 1958 finanzielle Schieflage
  • 1959 Übernahme der Werft durch J.J. Sietas mit allen Anlagen und Mitarbeitern. Die Pläne für ein zweites Sietas Werksgelände können damit zunächst aufgegeben werden

JAN MEEDER, gebaut 1955 als EGON WESCH für Reeder und Schwiegersohn Jonny Wesch, BN: 189, IMO 5098222 

Howaldtwerke Hamburg

HDW Howaldtwerke-Deutsche Werft AG Werk Ross

Janssen & Smilinsky

Jürgens & Co

J.C. & H.C. Kiehn

J. A. Körner

H.C. Kraus

Ernst Menzer

Norderwerft Johann Rathje Köser

Johann Oelkers

Oertzwerft

Ottensener Eisenwerke

August Pahl

Pohl & Jozwiak

Heinrich Rancke Schiffswerft, Hamburg-Neuenfelde

Kurzbiographie

  • 1922 Heinrich Rancke übernimmt von seinem Vater eine Schmiede in Hamburg Neuenfelde an der Este, die bereits Schmiedeteile für die Benachbarte Sietas Werft hergestellt hat.  Mit dem Bau kleiner Eisenschiffe wird begonnen
  • 1950 Unter Herbert Rancke wird die Werft erheblich erweitert
  • 1955 Das Reparaturgeschäft ist wesentlich umfangreicher als das Neubaugeschäft
  • 1968 Neubauaufträge bleiben aus. Bisher sind rund 58 Küstenmotorschiffe gebaut worden. Die Werft gerät in Konkurs und wird von der benachbarten Sietas Werft übernommen
  • 1969 Die Werft arbeitet unter eigenem NamenLohnaufträge für Sietas ab
  • 1975 Die Firma wird komplett bei Sietas eingegliedert

Reiherstiegwerft

Georg Renck - Schlosswerft

Scheel & Jöhnk

Schiffswerft, Maschinenbau, Schiffs- und Kesselschmiede Kayser, Sunkel & Zehbe

Schlieker Werft

Schlosswerft R. Holtz

J. J. Sietas, HH- Neuenfelde 

ALANA, Typ 168, BJ: 2004, IMO 9297589 und RIJA, Typ 151, BJ: 1998, IMO 9165308 zwei typische Feeder der Werft. Vom Typ 168 wurden 51 Schiffe gebaut.

Johann Hinrich von Somm

Spezialschiffbau (SSB) Ortkaten

Steinwerder Industrie AG (Blohm & Voss)

Stülcken Werft

Vereinigte Elbe- und Norderwerft

Vulcanwerft

J. H. N. Wichhorst

G. Wolkau

Oberelbe und Nebenflüsse

J.G. Hitzler Werft, Lauenburg

BUGSIER 15, BJ:1992,BN:799, IMO 9021112 einer von zwei für die Bugsier- und Bergungsreederei in Hamburg gebauten Schlepper

Schiffswerft F. Lemm    

Schiffswerft Boizenburg / Norddeutsche Unionwerft / Rönner Gruppe

VEB Maschinen- und Schiffbau Boizenburg    

VEB Tangermünder Schiffswerft   Schiffbau- und Entwicklungsgesellschaft Tangermünde (SET) / Rönner Gruppe   

Lösche / Barthel Schiffswerft, Derben    

Schiffswerft Bolle    

Staatswerft Rothensee    

VEB Schiffswerft "Edgar André"    

Schiffswerft H. Schütz    

Gebrüder Sachsenberg    

VEB Rosslauer Schiffswerft    

Rosslauer Schiffswerft    

Sächsisch-Böhmische Schiffswerft, Blasewitz    

Laubegast Schiffswerft/Schiffs- und Yachtwerft Dresden GmbH (SYWD)    

VEB Yachtwerft Berlin/Yachtwerft Berlin   

Deutsche Industriewerke GmbH, Berlin    

Klahn Werft, Berlin    

Schiffswerft Berlin    

K. Siebert Bagger- und Schiffsbauwerft    

Spandauer Industriewerke    

Teltow Werft   

VEB Schiffsreparaturwerften Berlin Köpenick 

 VEB Schiffswerft Rechlin, Müritz 

Gebrüder Wiemann / VEB Volkswerft "Ernst Thälmann", Brandenburg/Havel 

Schiffswerft Plaue/ Werft Brandenburg Plaue, Havel

Weser

Unterweser und Nebenflüsse 

Abeking & Rasmussen 

Adler Werft

Hinrich Bosse

Heinrich Brand KG 

Gebrüder Schürenstedt 

Friedrich  Schweers  

G. H. Thyen

Friedrich Wilhelm Wencke

Weserwerft

Brenn- und Verformtechnik 

Buckau-Walther AG

Burmester Werft

Elsflether Werft

Fassmer Werft

Frerichs & Co

Gutehoffnungshütte Sterkrade GmbH, Werk Blexen

Havighorst Werft

Rolandwerft

Hegemann & Rolandwerft

Kirchhammel Werft

C. Lühring

Lunewerft G. Kuhr

Lürssen Werft

Norddeutsche Maschinen & Armaturenfabrik

D. Oltmanns Wwe

C. Pape

 

Bremer und Bremerhavener Werften 


Johann Lange

H. F. Ulrichs

Bremer Vulkan 

Max Sieghold 

AG "Weser"

Seebeckwerft

Schichau - Bremerhavener Werk  

Delphin Werft Riedemann & Co

Schiffbaugesellschaft Unterweser AG 

Schichau-Unterweser AG

Schichau-Seebeckwerft (SSW) - SSW Fähr- und Spezialschiffbau 

Joh. C. Tecklenborg 

Atlas Werke Bremen

Lloyd Werft

Rickmers Werft - Norddeutsche Werft

Motorenwerk Bremerhaven

Oberweser

 

Arminius Werke, Bodenwerder 

  • Gründung 1902
  • ab 1974 mit einer 10 vor der eigentlichen Baunummer
  • bis 1988 Arminius Werft (zeitweise zur VEBA gehörend)
  • seit 1989 Neugründung als Arminius Werke
  • nach 1990 Beginn der Zusammenarbeit mit einer russischen Werft
  • seit 1993 ausschließlich Bau von Küstenmotorschiffen für eine russische Reederei
  • seit 1998 kein Schiffbau mehr am Standort Bodenwerder (letzte Baunummer 550)- vergleiche auch Cassenswerft, Emden und Hitzler Werft, Lauenburg

Oberweser Werft / Königswerft, Bodenwerder 

 

Brockmann & Dorowski Werft, Bodenwerder 

Fr. Rasche Werft, Vlotho /Lohnde  

Wilhelm Müller – Hamelner Werft, Hameln 

 

Jade und Ems

EMS

Bültjer Werft 

Cassens GmbH Schiffswerft und Maschinenfabrik 

Julius Diedrich

Ferus Smit GmbH

Martin Jansen

Gebrüder Kötter, Haren / Ems

Kurzbiographie:

  • 1919 durch Rudolf Kötter am alten Harener Hafen gegründet
  • 1922 Übernahme des Betriebes durch seine Söhne Hermann und Bernhard
  • 1959 Umzug in den neuen Hafen
  • 1960 Erster stählerner Schiffsneubau: Bunkerboot ESSO HAREN noch unterwegs als Loh-Tank 1
  • 1966 Erstes Küstenmotorschiff, danach hauptsächlich flussgängige Küstenmotorschiffe, ein sehr guter Kunde ist die Reederei Hammann & Prahm
  • 1996 Bau des letzten Küstenmotorschiffes
  • 2007 Doppelhüllen Binnentankmotorschiff TILL DEYMANN
  • seit 2008 noch tätig im Bereich Schiffsreparaturen und -Wartung. Außerdem Ausbau von zugelieferten Binnenschiffs-Kaskos.
  • 2019 Werft besteht noch, einige der gebauten Küstenmotorschiffe sind immer noch auf Nord- und Ostsee unterwegs


Lore Prahm, Kötter, Ems, NOK

LORE PRAHM, IMO 8915902, BJ: 1988, BN: 83 auf dem NOK

Rudolf Thea, Rumpf China, Kötter

RUDOLF-THEA; Rumpf 2009 in China gebaut, auf der Kötter Werft fertiggestellt, ENI 04807550

  

Jos. L. Meyer, Papenburg

Kran der alten Werft am Turmkanal

  • 1795     Gründung einer Werft am Papenburger Hauptkanal für den Bau von Holzschiffen, speziell Torftransport.
  • 1873     Erster eisener Kahn.
  • 1875     Erster eiserner Seitenraddampfer TRITON für den Norddeutschen Lloyd.
  • 1908     Fahrgastschiff PRINZ HEINRICH für den Borkum Verkehr. Heute als restauriertes Dampfschiff weiter im Einsatz
  • 1911     Beginn der Fertigung von Seezeichen, der bis Mitte der 60ziger Jahre fortgesetzt wurde.
  • 1913     Fahrgastschiff GRAF GÖTZEN für den Tanganjika See, Ostafrika. Gebaut, zerlegt, in Kisten an den Bestimmungsort transportiert und vor Ort zusammengebaut. Noch heute als inzwischen zum Motorschiff umgerüstete LIEMBA unterwegs. Zu sehen auch in dem Hollywood Film „African Queen“ mit Humphrey Bogart und Katherine Hepburn.
  • 1921     Erster größerer Frachtdampfer: DURAZZO für die Hamburg-Amerikanische Packetfahrt Aktiengesellschaft (HAPAG). Erst 1951 werden wieder größere Schiffe gebaut.
  • 1948     Fertigstellung des Feuerschiffes ELBE 1, das bereits vor Beginn des 2. Weltkriegs begonnen wurde.
  • 1960     Aufnahme der Produktion von Tankschiffen für den Flüssiggastransport. Bisher wurden über 50 Stück gebaut.
  • 1963     Aufnahme der Produktion von Fährschiffen (Fahrzeugtransport über See)
  • 1974     Umzug der Werft an den tidefreien Außenhafen direkt an der Ems


  • 1985     Stapellauf Kreuzfahrtschiff HOMERIC, letztes Schiff mit konventionellem Stapellauf von der Querhelling
  • 1987     Einweihung erstes überdachtes Baudock
  • 1990     Verlängerung Baudock.
  • 1992     Dem Antrag auf Bau einer neuen Werft auf Rügen wird nicht stattgegeben.
  • 1997     Übernahme der Neptun Werft in Rostock aus der Konkursmasse des Bremer Vulkan.
  • 2002     Fertigstellung neues Baudock.
  • 2007     Verlängerung neues Baudock.
  • 2008     CELEBRITY SOLSTICE ERSTES Kreuzfahrschiff über 100000 BRZ.
  • 2014     Übernahme der STX Finnland Werft in Turku.
  • 2015     Verlegung der Dachgesellschaft der Meyer Werft nach Luxemburg und Gründung von zwei Familienstiftungen nach deutschem Recht.
  • 2018     Ablieferung des Kreuzfahrtschiffes AIDAnova mit Flüssiggasantrieb.
  • 2020     Ablieferung Kreuzfahrtschiff SPIRIT OF ADVENTURE. Wegen der Corona Pandemie letztes abgeliefertes Schiff in diesem Jahr. 

August 2020 SPIRIT OF ADVENTURE (IMO 9818084) fertiggestellt 

Aidamar, Stockholm, Meyer Werft

AIDAmar, BN: 690, BJ: 2012, IMO 9490052 in Stockholm

 Nessewerft

Nordseewerke AG


Kurzbiographie

  • 1903      Gründung der Nordseewerke in Emden auf Betreiben des damaligen Oberbürgermeisters in Zusammenarbeit mit Unternehmern des Ruhrgebiets, die seit 1899 durch den Dortmund-Ems-Kanal an den Hafen angebunden waren
  • 1908     vorübergehende Schließung
  • 1911     Einstieg von Hugo Stinnes über die Deutsch-Luxemburgische Hütten AG
  • 1914     größter Industriebetrieb der Stadt
  • 1926     Namensänderung: Vereinigte Stahlwerke Abt. Nordseewerke Emden
  • 1934     Erholung nach der Weltwirtschaftskrise, während der die Produktion zum Erliegen kam.
  • 1941     Einbindung in den U-Bootsbau: es wurden insgesamt 30 Boote des Typs VII C abgeliefert
  • 1945     Werft wurde nicht demontiert, daher Reparaturen und Umbauten direkt nach der Kapitulation möglich
  • 1949     Erster Schiffsneubau: Fischdampfer NIEDERSACHSEN für die Deutsche Hochseefischerei Nordsee, 1962 abgebrochen
  • 1954     neues 218 m langes und 32 m breites Trockendock eingeweiht
  • 1957     durch den Rheinstahl-Konzern übernommen: Rheinstahl Nordseewerke
  • 1976     Fusion von Rheinstahl und Thyssen: Thyssen Nordseewerke
  • 2008     Thyssen Krupp Marine Systems (TKMS) Blohm + Voss Nordseewerke nach Zusammenschluss der beiden zum Konzern gehörenden Werften
  • 2010     Übernahme durch Schaaf Industrie AG (SIAG). Nur noch Bau von Wingkraftanlagen, 
  • 2010      Emder Werft- und Dockbetriebe abgespalten: Schiffsreparatur und -umbau, Klassenarbeiten


  • 2015     Nach Insolvenz als Nordsee Emden Shipyard GmbH neu aufgestellt 
  • 2018     Übernahme durch den norwegischen Fosen Konzern
  • 2020     Hochseelachsfarmen im Unterauftrag der norwegischen Fosen Werft im Bau 


Gebrüder Schlömer

Schulte & Bruns

Kurzbiographie

  • 1917     Gründung der Werft als Tochtergesellschaft der gleichnamigen Reederei
  • 1920     Nach Schiffsreparaturen erster Schiffsneubau
  • 1936     100. Schiffsneubau
  • 1958     200. Schiffsneubau
  • 1968     Erweiterung des Werftgeländes, Neubau einer Helling
  • 1975     Ablieferung Größtes Schiff der Werft MOBIL JADE
  • 1977     November Konkurs
  • 1978     Landesbürgschaft für den Fertigbau der LÜHE
  • 1978     Verkauf eines Teils des Werftgeländes an Cassens 

Hermann Sürken, Papenburg 

Kurzbiographie

  • 1946 von Hermann Sürken gegründet und in den Neubau kleinerer Hafen- und Küstenschiffe sowie von Binnenschiffen eingestiegen. Besonders erfolgreich in der Fertigung von flußgängigen Seeschiffen.
  • 1983 von der Weserhütte den Bau bon Baggern übernommen
  • 1992 Konkurs angemeldet, Baggerbau noch für zwei Jahre fortgeführt

Siemer Jachtservice, Barßel-Reekenfeld

Lübbe Voss Werft, Ihlow

Kurzbiographie

ca.1850 von niederländischem Schiffbaumeister in Ihlowfehn gegründet, vom Sohn Lübbe Voss fortgeführt

1896 Enkel Albert übernimmt noch minderjährig mit Ausnahmegenehmigung den Werftbetrieb

1901 der erste Torfkahn wird abgeliefert

1936 Urenkel Lübbe Voss übernimmt den Werftbetrieb

1939 Werftbetrieb wird bei Kriegsbeginn geschlossen, Lübbe Voss arbeitet bei Abeking und Rasmussen

1948 Werft siedelt nach Westerende-Kirchloog (heute Ortsteil von Ihlow) an den Ems-Jade-Kanal um. Erstes Binnenschiff vom Typ Oskar-Teubert wird abgeliefert

1967 erster Krabbenkutter wird abgeliefert, über 100 folgen

2005 Werft wird von Dirk und Lars Heyen übernommen. Schiffsneubau wird eingestellt

RUBIN, Baujahr 1991, BN: 143, MMSI 211 61 9000

ARGUS (SU-10) gebaut als EMSSTROM (GRE-7) Baunummer 81

Werftunion GmbH & Co, Niederlassung Emden

 

Jade

Kaiserliche Werft Wilhelmshaven

Reichs-/Kriegsmarinewerft Wilhelmshaven

Wilhelmshavener Werft

Jadewerft/Neue Jadewerft/Lürssen Gruppe 

MWB Motorenwerke Wilhelmshaven 

Kurzbiographie:

1968 als Zweigstelle der Motorenwerke Bremerhaven (MWB) am Südstrand gegründet

1991 Umzug auf das Gelände der ehemaligen Wilhelmshavener Yachtwerft

2002 Nunmehr selbstständig unter dem Namen MWB Motorenwerk Wilhelmshaven

2018 besteht noch. Webseite der Werft http://www.mwb-wilhelmshaven.de/

Brandgans, WSA Brunsbüttel, ENI 05039580

BRANDGANS, Arbeitsboot des WSA Brunsbüttel, BJ: 2000, ENI: 05039580

 


 Oder

VEB Oderwerft Eisenhüttenstadt

Neue Oderwerft

 

Rhein (mit Nebenflüssen) und Donau

Rhein

Schless Werft, Wesel

Rheinwerft Walsum (GHH Sterkrade)

Meidericher Schiffswerft, Duisburg 

Stapeltor, Schuber, Thor, Meidericher Werft

Schuber STAPELTOR, BJ: 1975, BN: 367, ENI 04013990 mit Arbeitsplattform THOR, ENI 04807280 auf dem Rhein bei Köln

Meidericher Schiffswerft, Wasserschutzpolizei, NRW

WSP 4, Wasserschutzpolizei NRW, Meidericher Schiffswerft, 1993

 

Ruhrorter Schiffswerft Friedrich Krupp, Duisburg

Fleischhauer Werft, Dormagen/Zons

Zollboot, Brunhild, Amrum, Husum

Zollboot AMRUM in Husum, ursprünglich als BRUNHILD für den Einsatz auf der Donau gebvaut, BJ: 1990, Umbau zum seegehenden Zollboot 1997


Ewald Berninghaus, Köln

Stettiner Oderwerke / Hansa Stahl & Schiffsbau GmbH, Köln-Deutz

Kurzbiographie

  • Neugründung der Stettiner Oderwerke nach dem II. Weltkrieg mit noch vor Kriegsende überstelltem Material
  • 1954 Konkurs und Umbenennung in Hansa Stahl & Schiffsbau. Unter anderem Fertigung eines Rumpfes für ein Küstenmotorschiff, der auf der Hanseatischen Werft in Hamburg fertiggestellt wurde
  • 1961 Konkurs

Lux Werft, Niederkassel-Mondorf  

Kurzbiographie:

  • 1945 durch Schiffbauer Johann Lux gegründet
  • 1946 Bau erster stählerner Kähne, die über die Jahre hinweg weiter gebaut werden. Außerdem Nachen für die Siegfähre (Gierfähre)
  • 1948 Erstes motorisiertes Schiff für holländischen Besteller (Baunummer 1)
  • 1948 Übernahme von Bootsverleihen auf NRW Seen bei gleichzeitiger Fahrzeuglieferung für diese Betriebe
  • 1957 Übernahme Fahrgastschifffahrt auf Harkort und Hengstey See (NRW)
  • 1958 Neue Schiffbauhalle im Ort, Schiffe müssen durch den Ort zum Rhein transportiert werden
  • 1963 Umzug auf neues Gelände direkt am Rhein
  • 1965 Erster Neubau am neuen Ort: Fahrgastschiff WILLI OSTERMANN (Baunummer 18) (fährt heute noch auf dem Rhein in Köln)
  • 1967 Übernahme der Biggesee Schifffahrt, weitere Übernahmen folgen später, Fahrgastschiffe werden Schwerpunkt im Bauprogramm der Werft
  • 1984 Neue Schiffbauhalle
  • 2006 Übernahme des Fährbetriebs Niederkassel-Mondorf und Bonn-Graurheindorf
  • 2010 Übernahme benachbarter Werft und Neubau einer 94m langen Schiffbauhalle
  • 2018 Erstes Schiff mit reinem Elektroantrieb für den Rurstausee: ST. NIKOLAUS (Baunummer 214)
Willi Ostermann, Lux Werft, Köln, Rhein

Fahrgastschiff WILLI OSTERMANN, BJ: 1965, BN: 18, ENI 04025470

 

Rheinperle, Köln, Lux-Werft

RHEINPERLE gebaut 1967 als REGINA, BN: 24, ENI:04200990

 

Schluchsee, Fahrgastschiff, Lux-Werft

SCHLUCHSEE, BJ: 2014, BN: 204, ENI 04811640, Überführungsfahrt auf dem Rhein zum Schluchsee (ab Karlsruhe Landtransport)

Jean Stauf, Königswinter

Oberkasseler / Oberwinter Schiffswerft/ Schiffswerft Mittelrhein / Schiffs Service Oberwinter (SSO), Oberwinter 

Concordia, Albich, Hamburger Hafen

CONCORDIA, BN 129, BJ 1995, SSO, ENI 04307280

 

Hilgers Werft, Rheinbrohl

Schottel Werft, Spay

Rheinwerft Mainz

Christof Ruthof, Mainz-Kastel

Kurzbiographie

1871 durch Christof Ruthof gegründet, Bau aller Arten von Binnenschiffen

1892 Zweigwerk in Regensburg, Bau von Binnenschiffen für den Donauraum

1920 nach Tod von C. Ruthof familieneigene Kommanditgesellschaft

1929 Baunummer 1000 wird abgeliefert (Seitenraddampfer Mainz, heute Museumsschiff in Mannheim)

1947 erfolgreicher Wiederaufbau

1955 Exportaufträge im Rahmen von Entwicklungshilfe für Burma (Myanmar), Ghana und Ägypten

1957 Erstes Schubboot mit entsprechenden Leichtern für den Rhein (Baunummer 1415)

1976 Wegen fehlender Bauaufträge muss die Werft schließen, auf dem Werftgelände werden nachfolgend Wohnungen gebaut

 

Nawatrans IX, Winschermann 9, Mittellandkanal

NAWATRANS IX, BN: 1426, 1959 als WINSCHERMANN & CIE 9 gebaut, ENI:04802060

 

 

 

 

Lesath, Mittellandkanal, 1916, Schleppkahn, Ruthof

LESATH, ENI 04027240, ein richtig altes Schätzchen, 1916 als Schleppkahn gebaut, 1960 motorisiert, 1972 verlängert, März 2018 auf dem Mittellandkanal unterwegs

 

 

 

 

Schönrain, Andrea, Ruthof, Mainz

SCHÖNRAIN, BJ: 1959, BN: 1524, ex ANDREA, ex BERN, ex ARTUR GILLE, ex MAX GELDNER

 

Schiffs- und Maschinenbau AG (SCHIMAG), Mannheim

 

 

 

Armin, Mannheim 310, Binnenschiff, Hamburg

ARMIN, Heimathafen Hamburg, gebaut 1954 als MANNHEIM 310, ENI: 05116740

 

Schiffswerft Braun, Speyer

Oberrheinische Schiffswerft / Germersheimer Schiffswerft / Neue Germersheimer Schiffswerft

Kurzbiographie:

  • 1927 als Oberrheinische Schiffswerft gegründet
  • 1953 Beteiligung der Reederei Reichel, Umbenennung in Germersheimer Schiffswerft
  • beginnend 1974 Bau von Spezialschiffen für afrikanische Länder, teilweise zerlegt hergestellt und vor Ort zusammengebaut
  • 1989 Insolvenz mit anschließender Neugründung: Neue Germersheimer Schiffswerft
  • 2002 Betriebseinstellung. Letztes Schiff STRELASUND für die Gewässeraufsicht in Mecklenburg-Vorpommern
Strelasund, Stralsund, MV, IMO 9246956

Gewässeraussichtsschiff STRELASUND in Stralsund, BJ: 2002, BN: 870, IMO 9246956


Bruker Meerestechnik, Karlsruhe 

Bodan Werft, Kressbronn am Bodensee

 

 

 

 

Zollboot, Aurich, Emden

17-m-Typ Zollboot AURICH, BJ: 1980 eingesetzt in Emden


 

Nebenflüsse Rhein

Hans Boost Schiffswerft, Trier (Mosel)

Bayerische Schiffbaugesellschaft, Erlenbach (Main)

Bayernland, Bayerische Schiffbaugesellschaft,

BAYERNLAND, BN: 1093, BJ: 1984 auf dem Rhein bei Stromkilometer 668

 

 

 

 

 

Monika, ENI 04503590, Bayerische Schiffbau, Erlenb

Tankmotorschiff MONIKA, BJ: 1992, BN: 1114, ENI 04503590 auf dem Rhein zu Berg bei Königswinter am 12.01.2019

Ebert Werft, Neckarsteinach

 

Susanne, Mittellandkanal, 04601900

SUSANNE, ENI 04601900, gebaut 1936 als GOTTLIEB DAIMLER

Neckar, Desejo, Peter Jäckel, ENI 02314623

DESEJO gebaut 1966 als PETER JÄCKEL hier auf dem Mittellandkanal, ENI 02314623

 

Schiffs- und Maschinenbau Neckarsulm

Gudrun Hermann, Anna Arina, Binnenschiff, Neckarsu

ANNA ARINA, ENI 02319887 gebaut 1956 als GUDRUN HERMANN auf dem Rhein bei Bad Honnef


Donau

Deggendorfer Werft und Eisenbau GmbH

Theodor Hitzler